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Thema: Pfand- und Rückgabesystem in Spanien

  1. #1
    Avatar von Rainer
    59 Jahre alt
    aus Kanaren
    133 Beiträge seit 03/2023

    Pfand- und Rückgabesystem in Spanien

    Vor über 26 Jahren wurden in Spanien die gelben Müllcontainer für Kunststoffverpackungen eingeführt - mit nur mäßigem Erfolg. Viele Leute schmeißen weiterhin alles in die Restmülltonnen oder der Recyclingprozess ist an anderen Stellen noch unzureichend. Bis 2030 sollen in der EU aber alle Einwegverpackungen recycelbar sein und bis 2035 auch wirklich zu 100 Prozent recycelt werden...

    http://data.europa.eu/eli/dir/2019/904/oj

    Laut dem neuen spanischen Abfallgesetz, Artikel 59 sind bis 2025 mindestens 77, bis 2027 schon 85 und bis 2029 gar 90 Prozent Recyclingquote von Plastikflaschen angestrebt und das Gesetz sieht vor, bei Nichterreichen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen...

    https://www.boe.es/eli/es/l/2022/04/08/7/con

    Da man mit unter 50 Prozent noch zu weit von diesen Zwischenzielen entfernt ist, muss die Regierung einsehen, dass die gesetzlichen Vorgaben wohl nicht ohne Weiteres zu erreichen sind. Darum muss in Spanien höchstwahrscheinlich bald ein Pfandsystem eingeführt werden. Die festgelegte Frist zur Umsetzung gibt der Regierung bis November 2026 Zeit...

    https://www.boe.es/eli/es/rd/2022/12/27/1055/con

    Obwohl die vierjährige Umsetzungsfrist bald endet, blockiert Ayusos Regierung in Madrid weiterhin das neue Pfand- und Rückgabesystem, was auch zu Verzögerungen auf nationaler Ebene führt. Es geht angeblich um Kosten und regionale Unterschiede. Unterdessen wächst der Frust bei den Befürwortern, die kritisieren, dass Spanien nicht schafft, was andere Länder längst haben...

    https://x.com/AlianzaVerde_/status/2045412364451811485

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    aus Fortuna
    186 Beiträge seit 04/2024
    Bis Mitte der 80er gab es bereits ein sehr gut funktionierendes Pfandsystem für wiederverwendbare Glas- und auch Blechverpackungen (Büchsen). Eine Wiedereinführung dürfte sich aufgrund des eigenwilligen Verbraucherverhaltens mehr als schwierig gestalten. Inzwischen ist auch ein immer grösser werdender Plastikberg zu bewältigen. Der Einfachheit halber schiebt man dem Verbraucher den Schwarzen Peter zu. Auslöser und Nutzniesser ist aber der Handel. der dem Lieferanten vorschreibt, was er wie zu verpacken hat, nämlich abhängig vom mindestmöglichen Aufwand für den Verkauf. Mülltrennung existiert wenn überhaupt nur auf dem Papier. Trotz Mülltonnen für diverse Arten von Abfällen wird alles im selben Fahrzeug weggefahren, und das nach Mitternacht mit enormem und vermeidbarem Lärm.

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