Haupt- oder Zweitwohnsitz

Dieses Thema im Forum "Residenten in Spanien" wurde erstellt von brashei, 9. September 2016.

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  1. brashei
    brashei New Member
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    Haupt- oder Zweitwohnsitz
    Hallo zusammen,
    ich habe 6 Jahre in Brasiien gelebt und bin ende des letzten Jahres zurück nach Deutschland gezogen. Habe die Sonne und den Strand hinter mir gelassen.
    Nun vermisse ich Sonne und Strand und erwege nach Spanien zu ziehen.
    Für mich stellt sich die Frage, was ist besser. Haupt- oder Zweitwohnsitz.
    Ich bin verheiratet und habe 3 Kinder. Mein Arbeitgeber ist ein deutsches Unternehmen und dem ist es egal, wo ich lebe, da ich auf Montage weltweit tätig bin.
    Es gibt natürlich einige Fragen für mich, Steuerrechtlich, Kindergeld usw.
    Wer kann mir dazu einige Auskünfte geben.
    Wie sieht es Steuerrechtlich aus? Ich zahle ja hier meine Steuern weiter und bin auch über Deutschland Kranken und Rentenversichert.
    Was ist mit dem Kindergeld? Bekomme ich es in Spanien weiter ausgezahlt oder wird es gestrichen?
    Was ist mit der Schule meines Sohnes?
    usw.
    Ich freue mich wirklich Informationen und Hilfe zu bekommen, um bald wieder ein wenig mehr vom Leben, als deutsche Kälte zu haben.
     
    #1 9. September 2016
  2. Rolf2
    Rolf2 Nada
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    Nach deutschem Melderecht hast du diese Wahl nicht. Der erste gemeldete Wohnsitz in Deutschland ist automatisch dein Hauptwohnsitz. Gegenüber dem Finanzamt kannst du allerdings einen recht beliebigen "Lebensmittelpunkt" erklären. Problematisch ist, dass die spanische "Hazienda" (Finanzamt) jeglichen Wohnsitz in Spanien auch gerne als Hauptwohnsitz betrachtet. Also am Besten zwar einen "Padron" beim Bürgermeister abholen, aber Hazienda einfach nicht informieren. Kommen Rückfragen, einfach darauf verweisen jeweils maximal 3 Monate im Jahr in Spanien zu sein. Es dürfen zwar max. fast 6 Monate sein, aber 3 Monate behaupten ist besser.

    Der Rest ergibt sich aus dem zwangsweisen Hauptwohnsitz in Deutschland = keine Änderung.

    Ach ja - dem dt. Finanzamt ist es egal ob du überhaupt einen Zweitwohnsitz gemeldet hast, den Lebensmittelpunkt beweist man z.B. durch einen ganzjährigen Mietvertrag, ein Datenabgleich mit Spanien findet (noch) nicht statt.
     
    #2 9. September 2016
  3. brashei
    brashei New Member
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    Hi,
    besten Dank für die Info.
    Das Problem ergibt sich mit der Schulpflicht meines Sohnes, der ja dann in Spanien zur Schule geht. Daraus ergibt sich ja, das wir dann ganzjährlich dort sind.
    Es ist die Frage, sollte man sich in Deutschland abmelden und nur den Arbeitgeber usw. beibehalten und den Wohnsitz Spanien melden?
    Es ist ja nur die Frage, wo Steuern gezahlt werden.
    Allerdings gehe ich davon aus, wenn ich mich in Deutschland abmelde und Steuern in Spanien zahle, das ich das Anrecht auf Kindergeld aus Deutschland verliere.
     
    #3 9. September 2016
  4. Rolf2
    Rolf2 Nada
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    Wenn du auf Montage bist, ergibt sich, dass du nicht ganzjährlich in Spanien bist. Wo dein Sohn der Schulpflicht nachkommt, bestimmt sein Wohnort, nicht deiner.

    Egal was du machst, sorg dafür in Deutschland Steuern zahlen zu müssen. Auch das Konto für den Lohn sollte unbedingt in Deutschland bleiben. Der Teufel steckt im Detail, da das Thema hier sehr oft durchgekaut wird, schau doch mal nach den Details in älteren Threads und unbedingt in europa.eu .
     
    #4 9. September 2016
  5. Dirk1970
    Dirk1970 New Member
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    Hallo brashei,

    ich habe die gleichen Umstände wie du und einige Kollegen wohnen bereits in Spanien bzw in Portugal. War bisher offiziell in Deutschland gemeldet, hatte aber seit jahren ne Wohnung in Brasilien, wohin ich eigentlich dann immer meine Heimreisen machte.

    Also, ich werde mich fest in Spanien anmelden, da es durchaus steuerliche Vorteile gerade für uns Monteure gibt. Ein Kollege zahlt überhaupt keine Steuern mit dem Verweiß des Amtes, er sei ja keine 183 Tgae im Jahr im Land und er bezieht nach wie vor sein Einkommen aus Deutschland. Mein Steuerberater hat mir erklärt, dass das eigentlich nicht so geht aber ok, bei dem Kollegen ist es eben so.

    Trotzdem kann man für 5 Jahre eine besondere Steuererleicherung haben und ich nehme an, du wirst auch so viel verdienen wie ich und daher in Spanien in die höchste Steuerklasse eingestuft. Allerdings kann man dort offenbar eher einige Dinge absetzen, die man in Deutschland nicht absetzen kann. Habe mir mal die Steuer von 2014 von dem Steuerberater durchrechnen lassen und ich hätte in Spanien mehr als 50% gespart, Soli sowie Sozialbeiträge noch nicht einberechnet! Allerdings eben nur für 5 Jahre, danach zahlst den vollen Satz. Allerdings ohne Soli und Sozialversicherung immer noch besser als in Deutschland. Vermutlich werden wir aber nach Ablauf dieser 5 Jahre wieder nach Südamerika ziehen, mal sehen.

    Gruß Dirk
     
    #5 4. Oktober 2016
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