Besteuerung von BfA Renten in Deutschland bei Residenten

Dieses Thema im Forum "Residenten in Spanien" wurde erstellt von Antje, 7. Oktober 2017.

Schlagworte:
  1. Antje
    Antje New Member
    Registriert seit:
    7. Oktober 2017
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    3
    Geschlecht:
    weiblich
    Besteuerung von BfA Renten in Deutschland bei Residenten
    Hallo,

    bei der Suche nach Informationen zur Besteuerung von BfA-Renten in Deutschland bei Residenten bin ich auf Euer Forum gestoßen.

    Ich/wir haben ein Problem :-k

    Eigentlich haben wir, mein Mann und ich, beide (endlich) Rentner, uns gut auf unseren Wechsel nach Spanien vorbereitet, aber anscheinend nicht gut genug.

    Die 'lieben' Steuern…

    Wir haben uns bei einem spanischen Steuerberater über die zu erwartenden Steuern auf unsere Renten informiert und dass wir da etwas zahlen müssen war uns klar. Er hat uns auch darauf hingewiesen, dass Spanien lt. dem DBA das alleinige Besteuerungsrecht auf unsere Renten bzw. auf unser Welteinkommen hätte.

    Zwischenzeitlich habe ich zum Thema Rente/Steuern etwas anderes gelesen, mich ans Recherchieren gemacht und bin nun nicht schlauer, dafür aber umso verwirrter.

    Die möglichen Varianten gehen von einer

    - Besteuerung auch in Deutschland (das wäre ja dann wohl die beschränkte Steuerpflicht) ohne Freibeträge (wäre ganz schlecht) bis zu
    - keine Steuern in Deutschland, nur in Spanien sind Steuern zu zahlen (wäre ok).

    U.a. habe ich in mehreren Artikeln gelesen, dass bei einem Rentenbeginn vor 2015 die Renten nur im Wohnsitzstaat besteuert werden. Bei einem Rentenbeginn danach müssten 5% der Rente in Deutschland versteuert werden.
    Dazu habe ich auch im DBA von 2012 unter Artikel 17 etwas gefunden. Ich habe den Text zwar gelesen, aber verstanden … sorry da muss ich passen ](*,)

    In einigen Artikeln wird über die beschränkte oder unbeschränkte Steuerpflicht gesprochen und auf die Website des FA Neubrandenburg verwiesen. Die habe ich mir natürlich angesehen, aber… weitergeholfen hat sie mir nicht.

    Ich hoffe nun auf ein/zwei/… nette Mitglieder die mir helfen können 'Licht in das Dunkel' zu bringen.

    Viele Grüße

    Antje
     
    #1 7. Oktober 2017
  2. Anzeige
     
  3. Baldo44
    Baldo44 Member
    Registriert seit:
    27. Juli 2017
    Beiträge:
    74
    Zustimmungen:
    24
    Punkte für Erfolge:
    8
    Geschlecht:
    männlich
    Hallo Antje, sei mir nicht boese, wenn ich dir entgegenhalte: immer dieser elende Geiz.

    Das beziehe ich allerdings nicht auf das versuchte Einsparen bei den zu zahlenden Steuern, sondern das beziehe ich darauf, dass man mit aller Gewalt die einmalige Ausgabe von Gebuehren eines fachkundigen Steuerberaters vermeiden moechte.

    Nur ein wirklich versierter Steuerberater mit absolut aktuellem Wissensstand kann doch euer Problem verstehen und bewerten.

    Wenn du stattdessen selber in Fachartikeln, die du nicht begreifst, herumstocherst und nun sogar versucht, hier im Forum das Halb- (oder Viertel- ) Wissen von Rentnern anzuzapfen, dann kann das doch nur fuerchterlich in die Hose gehen.

    Ein Tipp: man hat in Deutschland das Recht, einen Steuerberater VOR der Beratung um Mitteilung der Kosten zu bitten. Und wenn er dann sagt, das kostet 500 Euro, und euch das ("elender Geiz") zu teuer ist, dann geht ihr eben wieder.
     
    #2 7. Oktober 2017
    La Pita gefällt das.
  4. baufred
    baufred Active Member
    Registriert seit:
    8. Juni 2008
    Beiträge:
    1.309
    Zustimmungen:
    11
    Punkte für Erfolge:
    38
    Ort:
    Wolfsburg/ San Fulgencio-Urb.La Marina
    ... noch einmal durchlesen:
    Besteuerung von Renten im Ausland - Einkommensteuer - Finanztip
    ... bitte auch den Querverweis (Link) zu den FAQ beachten - im Satz >> "So beantwortet das Finanzamt die folgenden häufig gestellten Fragen"

    ... und für Lebensmittelpunkt > 183 Tage Aufenthalt in Spanien, dennoch volle Steuerpflicht in Spanien mit "Welteinkommen" ... ist nun mal so geregelt ...

    Aber wie bereits gesagt: Rechtsicherheit für die D-bezogene Aussage im Detail nur durch 'nen Steuerberater, der auch mit diesen "Zwitter"fällen vertraut ist und dessen Wissen tagesaktuell ist ...

    Das Gleiche gilt dann aber auch für Spanien, um die Steuer"schnittstelle" sauber zu halten ...
     
    #3 7. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2017
  5. Rolf2
    Rolf2 Well-Known Member
    Registriert seit:
    29. Dezember 2014
    Beiträge:
    1.050
    Zustimmungen:
    38
    Punkte für Erfolge:
    48
    Es ist nicht banal die Steuerpficht zu umgehen, aber tausende machen es, Nur darf man sich auf keinen Fall im Ausländerregister als resident eintragen lassen.
    Am besten deutsche Adresse behalten, in Spanien "Padron" (Certificado de Empadronamiento) beim Alcalden abholen, NIE beantragen. Danach binnen 1 Jahr die Lage checken, und irgendwann entscheiden ob ihr euch durchmogeln wollt (kompliziert aber günstig) oder lieber den offiziellen Weg geht.

    Ein gutes Spanisch, und baldigst gute Kontakte mit den Nachbarn sind natürlich Grundvorraussetzung. Nicht auf Trolle hören, die seit Monaten jedes Gespräch behindern, und Neulinge beleidigen ist natürlich auch wichtig.

    Viel Glück

    Rolf
     
    #4 7. Oktober 2017
  6. Antje
    Antje New Member
    Registriert seit:
    7. Oktober 2017
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    3
    Geschlecht:
    weiblich
    @baufred und @Rolf2; vielen Dank für Eure Beiträge und den Link zum Finanztip von Herrn Tenhagen.

    Es geht uns nicht darum mit 'Mogeleien' die Steuerpflicht zu umgehen.

    Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden in Spanien zu leben und uns im Frühjahr in Deutschland ab und in Spanien angemeldet.

    Das wir damit finanzielle Nachteile haben (Steuerpflicht in Spanien, geringere Freibeträge) war uns klar.

    Womit wir nicht gerechnet haben ist halt die Besteuerung in Deutschland :sad:.

    Und das ich mich erstmal selber informieren möchte ist halt meiner Neugier (und nicht meinem nicht vorhandenem Geiz) geschuldet.

    @Rolf2; Die Nachbarn sind nett, die Sprache kein Problem (mein Mann hat viele Jahre in Madrid gearbeitet) und … es wird sich alles finden.
    Lieben Dank auch für Deinen letzten Satz! Ein Forum ist, nach meinem Verständnis, ein (virtueller) Platz zum Austausch von Informationen jeglicher Art. 'Trolle' findet mal leider überall.

    Viele Grüße

    Antje
     
    #5 7. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2017
  7. Baldo44
    Baldo44 Member
    Registriert seit:
    27. Juli 2017
    Beiträge:
    74
    Zustimmungen:
    24
    Punkte für Erfolge:
    8
    Geschlecht:
    männlich
    ...also fuer diesen Satz von Rolf: "Nicht auf Trolle hören..Neulinge beleidigen ist natürlich auch wichtig."

    @Antje, du hattest konkrete Varianten vorgestellt und gehofft, dass dir jemand helfen kann.

    Hat dir Rolf nun erklaert, welche Variante die richtige ist? Ich gebe selbst die Antwort: nein, nein und nochmal nein. Stattdessen hat er meinen Tipp, zum Steuerberater zu gehen, als "Beleidigung eines Neulings" bezeichnet. Soviel zu den Trollen hier im Forum.

    @Antje: von Rolf kannst du nun halten, was du willst. Ich bleibe dabei, dass man mit solchen Fragen zum studierten Fachmann geht - und nicht auf Leute wie Rolf hofft, die es einfach nicht koennen.


    P.S. der Tipp von Baufred war allerdings gut, ersetzt aber natuerlich auch nicht den Steuerberater, was Baufred ja auch selbst eingeraeumt hat.
     
    #6 7. Oktober 2017
  8. Rolf2
    Rolf2 Well-Known Member
    Registriert seit:
    29. Dezember 2014
    Beiträge:
    1.050
    Zustimmungen:
    38
    Punkte für Erfolge:
    48
    Wenn das "residencia" meint, ist es für "Gestaltung" sowieso zu spät.


    Da betreten wir tatsächlich den Bereich "Einzelfall", spätestens durch die massiven Änderungen der letzten Jahre, die absehbaren Rücknahmen einzelner Änderungen, die erwartbaren weiteren Änderungen, und du wirst kaum die wissenswerten Details hier ausbreiten wollen. Es bleibt dir tatsächlich nur der Gang zum Fachmann. Wobei ihr 2 schon eine Wahnsinnsrente bekommen müsstet, wenn wirklich eine Steuerzahlung über bleibt, oder es ist der falsche Fachmann,

    Welche Seite ihr unbedingt noch kennen solltet

    europa.eu/youreurope/citizens/index_de.htm

    Da könnte auch in Steuerfragen noch Wissenswertes zu finden sein, bzw. Hilfe.... ohne Trolle, ohne Rechthaber, oder Besserwisser.[/user][/user]
     
    #7 7. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 7. Oktober 2017
  9. Baldo44
    Baldo44 Member
    Registriert seit:
    27. Juli 2017
    Beiträge:
    74
    Zustimmungen:
    24
    Punkte für Erfolge:
    8
    Geschlecht:
    männlich
    Bisher war ja eine solche Aussage eine Beleidigung (Zitat Rolf: "Neulinge beleidigen ist natürlich auch wichtig")

    Aber ich nehme - staunend - zur Kenntnis: auch bei Rolf gibt es noch einen Funken Verstand und damit einen Funken Hoffnung. Rolf: weiter so, dann kommst du womoeglich wieder auf einen guten Weg:applaus:
     
    #8 7. Oktober 2017
    Leponto und mvromagno gefällt das.
  10. Leponto
    Leponto Member
    Registriert seit:
    29. Juli 2017
    Beiträge:
    28
    Zustimmungen:
    3
    Punkte für Erfolge:
    8
    Geschlecht:
    männlich
    Man muss schon zugeben, dass die Antwort von Baldo44 letztlich die beste und ehrlichste war. Statt viel herumzulabern über "Wenn" und "Aber" und "Vielleicht", hat er auf seine sicherlich etwas gewöhnungsbedürftige Art sofort das Thema an einen Steuerberater verwiesen.

    Wer hier übrigens der Troll und Besserwisser ist, das wissen wir schon.

    DFTT, por favor.
     
    #9 8. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 8. Oktober 2017
    mvromagno gefällt das.
  11. Hans.Schubert
    Hans.Schubert New Member
    Registriert seit:
    16. Oktober 2016
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    3
    @Antje: Also, wir (64 und 57 Jahre), beide mit Rentenzahlungen von der DRV Bund, waren letzte Woche bei einem Steuerberater.
    Auf jeden Fall einen Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht stellen; dann erhält man als Ehepaar den doppelten Freibetrag (ca. 17.000,-- €). Wenn das sog. "Welteinkommen" zu mindestens 90% in Deutschland versteuert wird, wird es auch nur in Deutschland besteuert (Betonung auf "nur"). In Spanien wird nichts besteuert. Man muß zwar in Spanien immer eine Steuererklärung abgeben, dann halt auf die unbeschränkte Steuerpflicht hinweisen und gut ist. das Ganze bezieht sich natürlich auf eine "normale, durchschnittliche" deutsche Rente. Falls nun eine hohe Altersrente gezahlt wird, wird es ganz anders aussehen. Unsere gemeinsamen Renteneinkünfte betragen ca. 28.000,-- €/Jahr abzgl. des Freibetrages von 17.000,-- € und dann ergibt sich keine hohe Versteuerung.
    Vielleicht hilft das ja etwas. Wir gehen übrigens im April 2018 nach Andalusien.
     
    #10 12. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2017
  12. Anzeige