Qualitätsbeurteilung der Bars in Andalusien

Dieses Thema im Forum "Spanische Küche & Restaurants" wurde erstellt von La Pita, 13. November 2016.

  1. alex3r4
    alex3r4 Active Member
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    Dann nenne doch mal konkrete Beispiele wo genau es so zugeht :)
     
    #11 18. November 2016
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  3. La Pita
    La Pita Member
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    Glaub es oder glaub es nicht, angefangen von Navarra, über Cantabria, Castillo y León und Extremadura bis hin nach Andalusien - überall in den Bars der kleinen Orte war es so. Aber noch einmal: Ich werte dieses Merkmal völlig neutral, einfach unter dem Aspekt: Die Spanier (und die Andalusier im Besonderen) ticken halt ein wenig anders als wir.
    Aber hier ein paar konkrete Orte: Salamanca, Almeria, Granada, La Alberca, Alcántara, Madrigal de las Altas Torres, El Castillo de las Guardas und Posadas.
    In letzteren Orten ging es besonders rustikal zu.
    Wer es nicht glaubt, kann diese Orte ja gern einmal besuchen. Die Bewohner (vor allem in den kleinen Dörfern, wo das Leben nicht viel Abwechslung bietet) freuen sich über jeden Gast, der freundlich ist, ein paar Brocken spanisch spricht und nicht den deutschen Besserwisser raushängen lässt.
    Saludos
     
    #12 18. November 2016
  4. alex3r4
    alex3r4 Active Member
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    Klingt gut, danke!
     
    #13 18. November 2016
  5. Desco Negut
    Desco Negut Member
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    Hallo La Pita,

    seit Ende der neunziger Jahre bin ich in überwiegend in Spaniens Nordhälfte unterwegs. Die kernigen Bars und Restaurants der Gewerbegebiete sind mir sehr vertraut, ebenso die typischen Bars in den Pueblos, oft auch donde Jesú perdió la sandalia.
    Müll wie z.B. Servietten u.ä. vor dem Tresen ist nicht unüblich, aber Essensreste wie abgenagte Hühnerknochen habe ich noch nie gesehen. Und ein wirkliches Zeichen für die Qualität des Lokals ist Müll auf dem Boden noch nie gewesen, auch nicht in Spanien. Da würde ich nicht alles glauben. Viele LKW auf dem Parkplatz sind mittlerweile auch kein Zeichen mehr für gutes, sondern für billiges Essen.
     
    #14 18. November 2016
  6. La Pita
    La Pita Member
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    ¡Hola Desco Negut!
    Nein, so krass habe ich es auch noch nicht erlebt, außer vor ein paar Tagen etwa 50 km vor Sevilla. Da hat man sich der Wurstpelle vor dem Tresen entledigt.

    Für mich heißt das in erster Linie, dass die Bar gut besucht ist.

    Im Übrigen habe ich die schmackhaftesten Tapas in San Sebastian, Santander und Galizien bekommen. Die Tortilla fand ich in der Nähe von Pamplona am lockersten (richtig fluffig) und in Madrigal de las Torres am leckersten gewürzt.
    Saludos
    La Pita :winke:
     
    #15 18. November 2016
  7. Desco Negut
    Desco Negut Member
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    Neben den über jeden Zweifel erhabenen Pintxos in San Sebastián macht es auch in Logroño und in Santiago de Compostela besonders Spaß, Tapas zu essen. Im Baskenland gefällt mir der typische "Txikiteo", d.h. in jeder Bar einen Tinto joven zu trinken.
    Allgemein ist meine Erfahrung, daß in "normalen" Bars die Tapas in der Nordhälfte einfach besser schmecken - ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
    Nach meinem persönlichen Geschmack ist der Süden kulinarisch nicht so attraktiv. Alleine ein normaler Café cortado schmeckt ab Madrid nordwärts einfach besser. Der im Süden verbreitete Manchado (um nicht "manchao" zu sagen) trägt seinen Namen für meinen Geschmack völlig zu recht.

    Aber das ist alles meine subjektive Sicht.
     
    #16 20. November 2016
  8. La Pita
    La Pita Member
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    ::daumen:So ist es; ist jedenfalls auch die Summe meiner langjährigen Reiseerfahrung quer durch Spanien.

    Uneingeschränkte Zustimmung; wünschte mir manchmal jedoch ein wenig trinkfester zu sein ;)

    Beim Kaffee habe ich sowohl im Norden als auch im Süden mal guten und mal weniger guten getrunken.
     
    #17 20. November 2016
  9. Rolf2
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    Über Geschmack lässt sich schlecht oder besonders gut streiten. :D

    Nur zu deinem Gesamteindruck über Andalusien muss ich anmerken - du hast ein schier unfassbares Pech in der Wahl deiner Essensgelegenheiten gehabt.
     
    #18 20. November 2016
  10. La Pita
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    Schier unfassbares Pech? :confused:
    Da hast du scheinbar meine Beiträge nicht richtig gelesen - oder habe ich mich über Andalusiens Bars beschwert? Da ich den Hauptanteil meiner Spanienaufenthalte in Andalusien verbringe (Granada, Almeria, Cordoba etc.), habe ich hier durchaus viele positive Erfahrungen gemacht.
    Ich finde die Tapas im Norden Spaniens halt nur um einen Tick besser.
     
    #19 21. November 2016
  11. Rolf2
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    Da haben wir zunächst den Punkt der Hygiene und des Anblicks. Als ich in den 70ern in der Alpujarra ankam gab es einiges zu sehen, was ich lieber nicht gesehen hätte. Auch die Ecke Motril bis fast (!) Malaga, das war außer der Herradura stellenweise schlimm, getopt vom Hafen in Almuñecar wo sowohl der "Bodenbelag" als auch die Angewohnheit vieler Gäste mit offenem Mund zu kauen und zu sprechen einfach nur schlimm war. Fuhr man aber nach Granada oder Almeria gab es nur das auch heute spanienweit übliche Bild - viele Servietten auf dem Boden = hohe Qualität. Essensreste auf den Boden, das gab es selten und war kein allgemein ausgeübtes Verhalten. Sowas heutzutage noch zu erleben, kann ich daher nur als Pech sehen. Auch in der Alpujarra.

    Dann gehört es für mich einfach zum tapeo, dass ich mir 2-3 Bier trinke und bezahle, um mindestens leicht gesättigt die Bar zu verlassen. Höhepunkt ist da wohl La Chana, wo ab dem 3. Bier gefragt wird, ob man überhaupt noch eine Tapa will, nach den riesigen Portionen der ersten 2. Dieses Kostenlos wird je weiter man von Granada wegkommt erst zu kleineren Portionen, oder die Tapas kosten extra. Was per definitionem eben keine Tapa ist, auch wenn der Begriff immer breiter gefasst verstanden wird. Meine Negativerlebnisse stammen aus Madrid und Caceres, wo ich für das, was mich in Granada 4,50 - 6 € gekostet hätte 25 € auf den Tisch des Hauses legen musste.

    Was jetzt die Erfüllung meiner geschmacklichen Erwartungen betrifft, ich gehe selten "kalt" in eine Bar, sondern lasse mich gerne ans Händchen nehmen. Ausser in Caceres weiß ich daher nicht ob ich dauernd 4 oder 5 Sterne verteilen sollte. Der Norden hat mich eben nur auf Durchreise und 2 Urlauben gesehen, das war wirklich alles Spitzenklasse, oft auch Dinge, von denen ich nicht wüsste ob es das irgendwo auf der Welt nochmal gibt. Natürlich gibt es in z.B. Granada Bars, die sich mangels Kundschaft keine ausgefeilten Tapas leisten können, aber die kann man ja wieder anhand der fehlenden Servietten auf dem Boden gut erkennen. Herausragend und unvergleichlich wären in Granada Croquetas, Callos und Caracoles zu nennen. Croquetas gibt es praktisch nirgendwo sonst mehr in der selbstgemachten Form, während Callos und Caracoles mir anderswo einen puren Ekel erzeugen. Die komplette andalusische Küste - Ausnahmen bestätigen die Regel - glänzt hingegen durch eine gewisse Einfallslosigkeit. 3 Oliven und eine Silberzwiebel sehe ich nicht unbedingt als Tapa. Aber immer noch besser als dafür auch noch Extra-Geld bezahlen zu sollen, nur weil man versehentlich auf "quiere Tapa?" mit einem "Si, gracias" reagiert hat ohne zu wissen was man bekommt.

    Die besten Tapas gibt es daher aus meiner Sicht im Grossraum Granada, dehnen wir den Begriff auf zahlungspflichtige Antipasti aus, mag ich keiner spanischen Stadt den Vorzug geben.

    Jetzt hänge ich derzeit in Deutschland fest, weiß daher nicht welche von den mir bekannten Bars überhaupt noch existieren, Namen sind mir eh Schall und Rauch, außer es sind Spitznamen, mit denen du nix anfangen kannst. Sobald ich es schaffe endlich "nach Hause" zu kommen, werde ich mich bemühen eine Liste zusammen zu stellen, die 14-tägige Zufriedenheit garantiert. Einziger Haken - es ist natürlich nicht verboten Antialkoholisches zu bestellen, aber oft ist das keine gute Idee. 6 Cañas (0,1) pro Tag wird man schon vertragen müssen. Aber dein Pech muss dringend beendet werden :D.


    LG
    Rolf
     
    #20 21. November 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. November 2016
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