Modelo 210 für Nichtresidente - nur eigengenutzte Immobilie

Dieses Thema im Forum "Auswandern, Leben und Arbeiten in Spanien" wurde erstellt von Adsubia, 10. September 2013.

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  1. Adsubia
    Adsubia New Member
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    Modelo 210 für Nichtresidente - nur eigengenutzte Immobilie
    Hallo zusammen,

    das ist mein 1. Post hier im Forum - ich hoffe, ihr alteingesessenen "Spanier" könnt mir meine Unwissenheit nehmen. Es geht um das Modelo 210:

    Wir (mein Mann & ich) haben zu gleichen Teilen im Mai 2012 ein Häusle in Spanien gekauft, das wir nur selbst als Urlaubsresidenz nutzen ohne es zu vermieten. Da müssen wir ja dieses Modelo 210 ausfüllen.

    Was wir schon wissen: Das muss man online ausfüllen und kann es entweder bei der Bank abgeben oder auch über ein elektronisches Zertifikat mit Einzugsermächtigung übers Web einreichen. Soweit kein Problem.

    Nun zu unseren Fragen:
    1. Der Kauf fand wie gesagt Mai 2012 statt. Sind wir da für 2012 überhaupt zahlungspflichtig? Wir haben das Haus ja nur einen Teil des Jahres besessen. Falls wir zahlungspflichtig sind, dann für das gesamte Jahr 2012? Oder müssen wir dann nur anteilig für die Anzahl an Tagen für dieses Jahr zahlen, die wir bereits Eigentümer waren?

    2. In der Urkunde sind wir beide eingetragen. Müssen wir dann beide jeweils 1x ausfüllen mit jeweils der Hälfte des errechneten Betrages oder genügt es, wenn nur ich ein Formular ausfülle und den vollen Betrag ansetze?

    3. Falls jeder Ehepartner separat ausfüllen muss - benötigt man dann auch jeder sein eigenes elektronisches Zertifikat oder darf ein Ehepartner für den anderen mit "unterschreiben"?

    Ich weiß, das ist ganz schon viel spezifisches Zeug für den Anfang, was wahrscheinlich gar nicht so leicht zu beantworten ist. Aber vielleicht hat das ja schon jemand so in dieser Form durch und kann uns das erklären...

    Vielen Dank schonmal!
     
    #1 10. September 2013
  2. Acacias37
    Acacias37 Active Member
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    modelo 210

    Hallo Adsubia,

    herzlich willkommen hier im Forum. Mit dem modelo 210 hast Du Dir gleich ein dickes Brett ausgesucht, was es zu bohren gilt:

    Leider kann ich Dir keine spezifischen Antworten auf deine Fragen geben.
    Meine Empfehlung an Dich wäre, für das erste Jahr eine gestoria mit der Ausfüllung zu beauftragen.

    Dein Satz "soweit alles kein Problem" ist lustig, weil die Probleme beim Ausfüllen im online-Verfahren und mit dem elektronsichen Zertifikat erst richtig anfangen werden.

    Ich hole mir nach wie vor das Formular auf den Bildschirm, fülle es am Rechner aus und drucke es aus, marschiere damit zu meiner spanischen Bank und reiche es ein zwecks Abbuchung vom Konto und Weiterleitung ans Finanzamt.

    Auch wenn diese Vorgehensweise angeblich nicht mehr zulässig ist, bis her hats noch hingehauen. Es war mir absolut nicht möglich, irgendwas online zu erstellen.

    Vielleicht sind andere ja schlauer und pfiffiger als ich, aber ich werde auch weiterhin so verfahren. Soll der spanische Staat doch froh sein, dass wir überhaupt Steuern zahlen.

    Wo habt Ihr denn Euer Häuschen ?
     
    #2 11. September 2013
  3. Adsubia
    Adsubia New Member
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    Hallo Acacias37,

    danke für deine lieben Zeilen. Ein bisschen schlauer bin ich schon geworden:

    1. Man ist für das Jahr des Immobilienkaufes anteilig steuerpflichtig. Wir werden einfach taggenau "abrechnen", d. h. für so viele Tage im Jahr des Kaufes wir Eigentümer waren, werden wir zahlen.

    2. Alle Eigentümer, die in der Urkunde stehen, müssen ein Formular mit ihrer NIE ausfüllen und vom Gesamtsteuerbetrag den Abschlag ansetzen, der der prozentualen Eigentümerschaftsquote entspricht. Will heißen, ein Ehepaar, von dem jedem 50% des Hauses gehört, muss jeweils den halben Gesamtsteuerbetrag ansetzen.

    3. Ich denke (es wäre zumindest logisch so), dass jeder "Ausfüller" sein eigenes Zertifikat braucht, weil das an die NIE geknüpft ist. Ich bin jetzt in Kontakt mit meiner Bank (das ist eine reine Onlinebank) getreten und habe angefragt, ob ich die ausgefüllten Formulare dort per Mail oder Post einreichen kann und sie dann den Rest erledigen.

    Gestoria ist mir zu teuer - ich setze für diese erste Steuerpflichtperiode einfach alles so an, wie es mir logisch erscheint: Den Gesamtsteuerbetrag taggenau anteilig für die Anzahl der Tage, die wir 2012 Eigentümer waren, und davon jeder von uns jeweils 50%. Ich denke, gerade die Erklärung für das Jahr des Kaufes ist so kompliziert, dass da keiner so genau nachrechnet. Falls doch, haben wir entweder ein wenig zu viel bezahlt (was ja immer noch deutlich günstiger als Gestoria ist) oder sie beschweren sich, dass noch eine geringe Differenz offen ist, die wir dann eben nachzahlen werden. Sie sind doch froh, wenn man überhaupt zahlt, wie du sagst ;).

    Kannst du mir vielleicht sagen, wie das ist, wenn der Vorbesitzer diese Steuer nie gezahlt hat? Wecken wir da jetzt schlafende Hunde und müssen für den dann auch noch nachzahlen? Spanien ist ja mit solchen Gesetzen etwas speziell...

    Was ich noch rausfinden muss, ist wann der Katasterwert zuletzt aktualisiert worden ist - davon hängt ja die Bemessungsgrundlage ab: 1,1%, wenn die letzte Aktualisierung nach 1994 war und ansonsten 2%. Hast du vielleicht eine Ahnung, ob diese Info in irgendwelchen Unterlagen enthalten ist, die man haben sollte (z. B. in der IBI-Abrechnung) oder muss man da wieder auf irgendein Amt rennen?

    Unser Häuschen haben wir im Übrigen an der Costa Blanca.
     
    #3 11. September 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. September 2013
  4. Gata
    Gata Well-Known Member
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    So, so , gestoria ist dir zu teuer. Wenn du zu wenig zahlst und eine multa bekommst, wird es aber noch teurer.
    Dass man das modelo mehrfach ausfüllt für jeden Eigentümer extra, höre ich das erste Mal. Wir machen es nicht. Man zahlt die Steuer doch aufs Haus.
    Die Sache mit dem Vorbesitzer ist heikel. Eigentlich müsst ihr das nachzahlen, wenn es beim Kauf nicht abgerechnet wurde. In Deutschland guckt der Anwalt, ob eine Immobilie frei von Lasten ist, in Spanien müssen die nichts prüfen.
    Da muss der Käufer selbst nachfragen oder den Anwalt beauftragen.
    Aber vielleicht merkt es auch keiner. Gehört ihr zu Pego? Die sind ziemlich genau.
    Auch was den aktualisierten Katasterwert angeht, kann dir nur die Gemeinde Auskunft geben. Das ist ein ziemliches Durcheinander, weil die Werte zum Teil falsch berechnet wurden ( zu hoch, natürlich).
    Also ich rate dir zu Anfang zu einer gestoria, um erstmal "Grund" in den Dschungel zu bekommen, danach kannst du ja jederzeit deine Steuersachen selbst regeln.
    Ansonsten viel Glück und gute Nerven.
     
    #4 11. September 2013
    NRS CENTRO INTERNACIONAL gefällt das.
  5. Adsubia
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    Hi Gata,

    ja, wir gehören zu Pego - du etwa auch (oder Gata de Gorgos ;) )?

    Ich bin jetzt etwas verwirrt, weil du sagst, für Ehepartner, denen das Haus zu gleichen Teilen gehört, sei nur eine Erklärung mit dem gesamten Betrag erforderlich. Ich habe das so noch nie gehört - wäre aber natürlich froh, wenn das so akzeptiert würde, weil wir derzeit nur 1 Zertifikat haben. Sonst müssten wir das ganze Brimborium mit dem Beantragen noch mal durchlaufen.
    Guck dazu mal hier: http://mallorcamagazin.com/service/...aben/einkommensteuer-fur-nichtresidenten.html (Punkt 6)

    Den Schein nochmal auszufüllen ist nicht das Problem - den kann man ja sogar von extern wieder hochladen und modifizieren, soweit ich weiß.

    Ich habe schonmal mit einer Gestoria deswegen gesprochen und habe noch ein paar Notizen über das Gespräch gefunden: Man zahlt bei der Ersterklärung anteilig ab dem 1. des Kaufmonats. Ist ja dann recht einfach zu berechnen. Das Jahr der letzten Katasterwertanpassung habe ich auch schon in meinen Unterlagen gefunden. Somit hätte ich alles zusammen. Bleibt nur noch die Frage offen - reicht eine Erklärung für beide?

    Noch eine gute Info-Quelle aus meinen Recherchen für alle anderen Betroffenen, die noch offene Fragen haben (und Englisch sprechen): http://www.thehendy.co.uk/modelo210/page2.html
     
    #5 11. September 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. September 2013
  6. Gata
    Gata Well-Known Member
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    Aus deinen links geht hervor, dass ihr wirklich 2 Erklärungen abgeben solltet, dann machs lieber, obwohl ich noch nie davon gehört habe.
    Hier schreiben nochmehr Nichtresidente, vielleicht meldet sich noch jemand und berichtet.

    LG
     
    #6 11. September 2013
  7. Nixe
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    Hi, Adsubia,
    du bist ganz schön clever und wirst es schon schaffen.::daumen:
    Lt. Hacienda muss für jeden anteiligen Hausbesitzer eine Steuererklärung gemacht werden. Praktisch wird das jedoch kaum gemacht. Es wird meist eine Steuererklärung für das Haus auf einen Namen der Besitzer abgegeben.
    Du kannst Dir nun aussuchen ob Du es Dir einfach oder kompliziert machen willst.

    Um Dir ein langes Palaver mit der Hacienda zu ersparen, würde ich die Formulare ausdrucken und zum Ende des Jahres bei der Bank einzahlen. Dann hast Du auch etwas in der Hand und die Abbuchung von Deinem Konto zur Kontrolle.

    Viel Glück mit dem neuen Häuschen:D
     
    #7 11. September 2013
  8. Adsubia
    Adsubia New Member
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    Danke nochmal für eure Infos!

    Ich habe nun alles ausgerechnet und werde wahrscheinlich für jeden von uns so ein Formular ausfüllen und übers Web einreichen. Da bekommt man ja auch so eine Bestätigung nach der Signierung mit dem Zertifikat und hat ebenfalls was in der Hand (zumindest ist das im Virtual Office der Suma so). Mit meinem Wisch fange ich an und sehe ja dann, ob der durchgeht. Wenn ja, dann werde ich versuchen den Wisch für meinen Mann mit meinem Zertifikat einzureichen und falls das nicht geht, müssen wir für ihn eben noch eins machen lassen. Ich möchte das schon am liebsten komplett online mit Einzugsermächtigung erledigen ohne ausdrucken, zur Bank gehen bzw. an die Bank schicken etc. pp. Das finde ich persönlich so am bequemsten.

    Spanien ist ja bei sowas schon recht speziell. Bisher gab es ja offensichtlich kaum Kontrollen, ob überhaupt gezahlt worden ist. Das wird sich ja zukünftig angeblich ändern. Bisher war man wohl froh, wenn überhaupt gezahlt wurde, und wenn, dann war es wohl auch wurscht, ob jeder Eigentümer seine eigene Erklärung einreicht oder nicht - Hauptsache, das Ergebnis stimmt. Wer weiß, ob zukünftig, wenn es Kontrollen geben wird, der Eigentümer, für den der, der den Wisch ausfüllt, quasi mit zahlt, eins auf den Deckel bekommt und das keinen interessiert, ob der Gesamtbetrag stimmte, sondern es nur um das Vorhandensein aller Erklärungen geht. Ich denke, wenn man einmal kapiert hat, wie das geht, dann ist das auch gar kein Akt, vor allem wenn man alles online machen kann, nix ausdrucken und eintüten muss oder eben Rennerei deswegen hat.

    Ich kann euch hier bei Bedarf gerne auf dem Laufenden halten, ob das alles so funktioniert hat, wie ich mir das in der Theorie ausgemalt habe ;) ...
     
    #8 11. September 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. September 2013
  9. Acacias37
    Acacias37 Active Member
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    Du bist wirklich schlau, und Du hast Dir was vorgenommen. Wünsche viel Glück und halt uns auf dem Laufenden.

    Ansonsten stimme ich Deiner Einschätzung zu, dass die Steuerkontrolle in Spanien äußerst lax gehandhabt wird.

    Wenn Du Deine geplante Vorgehensweise ( 2 Erklärungen, 2 Zertifikate etc) einem Spanier erläutern würdest, ich glaube mal, der käme aus dem Lachen nicht mehr raus. Soviel Gedanken machen sich bestimmt nur die cabezas cuadradas...

    Der Katasterwert findet sich bei mir ( Nichtresident, Eigentum an der Costa Dorada, Deutsche Bank España) jedes Jahr auf der Anlage zum Kontoauszug. Kommt immer Anfang Juli. Erhöht sich jedes Jahr minimal.

    Zu der Frage, ob 1,1% oder 2 % : In den Erläuterungen zum modelo 210 steht folgendes:

    Inmuebles cuyo valor cadastral haya sido revisado o modificado con efestos desde el 1 eneero de 1994 = 1,1%

    Restanters inmuebles = 2%

    Durch An- oder Umbauten hat sich auch bei Eurem Haus der Katasterwert sicherlich verändet, also ganz klar : 1,1%

    Ansonsten: Steuern zahlen ist wünschenswert und okay, aber manchmal muss man sich auch etwas mediterrane Lockerheit aneignen. Sonst kommt in der spanischen Bürokratie unter die Räder !
     
    #9 12. September 2013
  10. Gata
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    Ja, ja , Steuern zahlen ist wünschenswert, scheinbar nur für die Ausländer.
    Frag mal nach einer Rechnung hier, dann grinsen sie dich an und du bekommst einen Wisch, der gar nicht als Rechnung gilt. :eek:

    Adsubia,
    ich bin auch gespannt, wie du weiter kommst. Erst drücke ich dir jetzt die Daumen und dann berichtest du wie es geklappt hat. ::daumen:
     
    #10 12. September 2013
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