Gesellschaftsform

Dieses Thema im Forum "Auswandern, Leben und Arbeiten in Spanien" wurde erstellt von Caleb, 14. Juli 2017.

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  1. Caleb
    Caleb New Member
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    Gesellschaftsform
    Hallo,

    wird wahrscheinlich etwas kompliziert aber ich gebe mir Mühe.

    Es geht nach Alicante, Wohnung gemietet, NIE existiert schon, Grundkapital für den Nachweis (Residencia) auch da.

    Ich bin selbstständig im Bereich SEO/Webdesign.

    Ich habe hier wohl etwa 32.000 an Einmahmen (Durschn. der letzten 2 Jahre) & Ausgaben von 1.000€ pro Jahr.

    Wahrscheinlich wäre der Autonomo für mich am sinnvollsten. Meine Kunden sind alle in Deutschland & werden es wohl auch bleiben, ich erhebe keine MwSt. (Aktuell schon im Ausland).

    Wie sieht das steuerlich aus? Freibeträge? (In Frankreich nutze ich die gut aus in dem ich die Hälfte über mich laufen lasse & die Hälfte über meine Lebensgefährtin).

    Über die ~260€ Monat für Krankenkasse & Co. bin ich mir im Klaren.

    Könnt Ihr mir ggfs sagen was für Steuern genau anfallen und wo ich wohl Netto wäre?
     
    #1 14. Juli 2017
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  3. guss4
    guss4 Member
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    na das ist doch herrlich, da hat sich doch gerade frisch eine Steuerfachgehilfin angemeldet, schau mal

    Steuerfachgehilfin

    Das waere doch schon eine erste Bewaehrungsprobe. Du solltest sie mal unter dem genannten Link freundlich begruessen...:wave:
     
    #2 14. Juli 2017
  4. Caleb
    Caleb New Member
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    Wird erledigt :-) Die Dame ist aber laut Thread noch nicht wirklich Kundig im spanischen Recht aber vielleicht hab ich ja Glück :-)
     
    #3 14. Juli 2017
  5. Gata
    Gata Well-Known Member
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    Na, auf "Rechtsauskünfte" in Foren würde ich mich aber nicht verlassen. Du braust einen Steuerberater, eine gute gestoria, die dir deinen Steuerkram auch in Zukunft fristgerecht erledigt.
     
    #4 15. Juli 2017
    CastellRoyal gefällt das.
  6. Meckerer
    Meckerer Active Member
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    Die Wirtschaftszeitung "Libre Mercado" gibt im April d.J. die durchschnittliche Steuerbelastung für Arbeitserträge mit 39,5% an, die im OCDE Raum nur noch von Griechenland mit 40,2% übertroffen wird. Die reine EK-Steuer liegt für 32.000,- bei 30%. Freibeträge gibt es nur für sozial besonders Schwache (Behinderte, kinderreiche Familien u.ä.). Kleinunternehmer (Autonomo) ist m.E. in jedem Fall das Sinnvollste (ich war das 33 Jahre lang). und man kann u.U.mehr absetzen als z.B. in D. In Deinem Mietvertrag sollte die Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit ausdrücklich gestattet sein, andernfalls wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung. Mglw. muss auch das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft vorliegen. Der mtl. Mindestbeitrag zur SV beträgt ggw. 267,03 und beinhaltet den Rentenbeitrag sowie Leistungen aus dem öffentlichen Gesundheitssystem. Anders als in D. werden die Rentenbeiträge bei Nichtinanspruchnahme der Rente nicht erstattet, d.h. sind für immer verloren. Ggw. hat Rentenanspruch wer 38,5 Jahre lang Beiträge gezahlt hat. Solltest du diesen Zeitraum nicht erreichen können lohnt sich nach eigener Erfahrung trotzdem die öffentliche SV. aufgrund des besseren Preis/Leistungsverhältnisses. Sinnvoll ist ein sogen. "Asesor de empresa", der ausser der vorgeschriebenen Form der Buchhaltung die mtl. oder quartalsmässig erfoderlichen Steueranmeldungen erledigt und auch Wege zum Finanzamt erspart. Dessen mtl. Honorar sollte aber 80,- nicht übersteigen. Gestoren sind die letzte Rettung für Unkundige, die sich mit den örtlichen Verhältnissen nicht auskennen und das auch gar nicht wollen oder können. Die wissen auch nicht, dass sich viele Behördensachen online erledigen lassen.
     
    #5 15. Juli 2017
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juli 2017
  7. Caleb
    Caleb New Member
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    Hallo Meckerer,

    wow, Danke für die extrem ausführliche Antwort! :)

    Eine Frage noch, wahrscheinlich sehr dumm aber in Frankreich gibt es eine Sonderform für Kleinunternehmer (sämtlicher Gewinn pauschal 23% Steuern) der Rest ist netto.

    Ist es in Spanien so:
    Fiktives Einkommen 2500€/Monat
    -260€
    -------
    2240€ darauf 30% Steuern = Netto?
     
    #6 15. Juli 2017
  8. Rolf2
    Rolf2 Well-Known Member
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    Du bist nicht der Erste, der diese Fragestellung aufwirft und eine komplette Antwort ist noch um einiges umfangreicher, die nötigen Ansätze kannst du aber in alten Threads nachlesen.

    So ist Deutschland für Selbstständige ein absolutes Steuerparadies, was für jeden der keine Erträge in Spanien hat die Frage aufwirft, ob er sich überhaupt der spanischen Steuer stellen soll. Dafür ist es wichtig besonders am Anfang keine falschen Schritte zu machen, z.B "padron" ja, "residencia" nein, spanisches Konto keinesfalls. Man kann das zwar auch nachträglich machen, aber das kostet so richtig Nerven und Zeit.

    Egal welchen Weg du einschlägst, betrachte Forenbeiträge nur als Ansatz und nimm dir lieber einen kostenpflichtigen Fachmann, dir hat bereits jemand Unsinn empfohlen, der als Troll bekannt ist.
     
    #7 15. Juli 2017
  9. CrazySimi
    CrazySimi New Member
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    Hallo zusammen...
    Da muss ich Caleb leider Recht geben... Da bin ich noch nicht auf dem Stand meiner Ziele. :oops:
    Aber wenn Meckerer und Rolf so engagiert weiter schreiben, lerne ich schon viel dazu. Das ist wirklich nett gemeint. ":)"
    Schade, dass ich dir noch nicht helfen kann. :ka:
     
    #8 16. Juli 2017
  10. CrazySimi
    CrazySimi New Member
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    Und ich muss allen Recht geben, da es in Deutschland auch so ist, gerade am Anfang, wenn du sozusagen deine steuerlichen Grundstein legst, gehe immer zu einem Fachmann, die wissen einfach viel mehr Feinheiten, auf die du achten musst. Manchmal hört sich eine Sachlage total einfach an... Und trotzdem kann sie total kompliziert werden.
    Oder man erhält einfach die richtigen Tips, durch die man Steuern und sich viel Ärger ersparen kann.
     
    #9 16. Juli 2017
  11. Rolf2
    Rolf2 Well-Known Member
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    Problem nur - für die IMHO ideale Lösung muss man spanisches Recht austricksen, um deutsche und europäische Rechte nutzen zu können. Ein Fachmann hierfür wird diese Infos kaum gewerblich anbieten, das wird man sich schon bezogen auf den eigenen Fall erarbeiten müssen. Besonders die Achtung des gemeinsam beschlossenen europäischen Rechts ist ja bei den Regierungen völlig aus der Mode gekommen.

    Zudem würde ich in Deutschland einfach mit einem Finanzbeamten sprechen und mir dann eine "verbindliche Anfrage" bestätigen lassen - in Spanien wäre das ein nicht mehr zu korrigierender Fehler.
     
    #10 16. Juli 2017
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2017
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