Für immer Spanien - oder doch zurück?

Dieses Thema im Forum "Auswandern, Leben und Arbeiten in Spanien" wurde erstellt von Lilac, 21. Oktober 2010.

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  1. Lilac
    Lilac Gesperrt
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    Für immer Spanien - oder doch zurück?
    Ich habe diesen Beitrag hierher verschoben, da er nicht in das vorherige Thema passte. Auch denke ich, dieses Thema ist eine eigene Diskussionsgrundlage

    Moin! Moin!
    Ja, so wird es wohl aussehen, Tio!
    Ich bin dann 25 Jahre hier und möchte fort. Mal wieder in ein deutschsprachiges Land. Wenn ich es mir leisten kann, komme ich gern mal im Urlaub wieder - aber ehrlich gesagt fahre ich wohl erstmal in andere warme Länder.
    Alles spricht von Integration. Gerade im Moment ja überall ein heisses Thema. Was bitte sehr bedeutet das genau?
    Ich spreche Spanisch, Englisch und natürlich meine Muttersprache. Habe hier in Spanien gearbeitet (bei und mit Spaniern), hatte 14 Jahre lang nur spanische Nachbarn und Bekannte und einen spanischen Freund - denn mit diesem Wort bin ich sehr vorsichtig.
    Bin ich also integriert? Ja, kann man wohl sagen. Ich achte die Spanier. Jedenfalls mehr als sie uns Ausländer achten. Aber ich kann nicht sagen, dass ich mit mit dieser Nation verbrüdert habe. Ich komme mit dem Krankensystem inzwischen so gar nicht mehr klar - obwohl die ärztliche Qualifikation hervorragend ist.
    Vielleicht bin ich auch einfach zu lange aus Deutschland fort und mache mir fürchterliche Illusionen, was meine Heimat angeht.
    Schauen wir einmal. Noch habe ich ein paar Jahre, um zu sehen, wie sich die Sache entwickelt.
    Wie sieht es eigentlich bei allen anderen Mitgliedern aus, die fest in Spanien leben? Wollte Ihr bis zum Lebensende hier bleiben?:confused:
     
    #1 21. Oktober 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Oktober 2010
  2. Gast2176
    Gast2176 Guest
    JA!!!!!!!!!!!!!
    wir wollen hier bleiben.
    Wir können uns Deutschland von unserer eher hohen Rente nicht mehr leisten.
    Hier kann ich jeden Tag zum Frühstücken in eine Bar gehen, weil ich für einen Tostada mit Tomate und gegrilltem Käse und Café con leche nur 3,- € zahlen.
    Das Wasser (so viel ich will) gibt es gratis.
    Ganz davon abgesehen, dass ich in Deutschland keinen Tostada bekomme, ist ein ähnliches Frühstück um mindestens das doppelte teurer.
    Na, ja und was ich hier für ein frisch gekochtes leckeres 3-Gänge-Mittagsmenü plus Salat, Wein und Kaffee zahle, nämlich 8,- €, bekomme ich in Deutschland, wo eine kleine Flasche Wasser schon 2,- € oder mehr kostet, und ein Espresso 2,- € bekomme ich beim Italiener höchstens ein paar Nudeln, oder am Imbiss eine fettige Currywurst.
    Wir haben hier fantastische Ärzte und werden bei Bedarf auch in das Krankenhaus nach Alzira überwiesen.

    Unsere Freunde und Bekannten seit 6 Jahren sind ausschließlich Spanier aus dem Dorf.
    Als mein Mann letztes Jahr wegen einer Krebs-OP nach Deutschland musste, weil er noch nicht komplett umgemeldet war, und die deutsche gesetztliche Krankenkasse sich weigerte die hier billigere OP zu zahlen, standen sofort unsere Freunde auf der Matte.
    Wollten uns begleiten, und boten uns Geld an, damit er den besten Arzt nehmen kann............!

    Maruja, du wirst dich in Deutschland noch mehr über das Krankenkassen-und-Hausärztesystem ärgern als hier.
    Ganz abgesehen von den zusätzlichen Kosten, die immer unverschämter erhöht werden.
    Man zahlt jetzt nicht nur pro Quartal für den Arzt-und-Zahnarztbesuch 10,- €, nein die Krankenkassen nehmen zu ihren schon hohen Beiträgen auch noch einen monatlichen Betrag von 8,- bis 16,- €
    Für Medikamente musst du auch immer mehr zu zahlen. Und es werden längst nicht mehr alle erforderlichen Behandlungen übernommen.
    Wenn du nicht gerade kurz vor dem Zusammenbruch stehst, dauert es lange, bis du einen Termin für OP´s oder z. B. bei Orthopäden bekommst.
    Hier wie dort, oder überall auf der Welt gibt es gute und schlechte Menschen.
    Dann spricht für hier noch das Klima.
    Mein Vater, der Lungenkrank ist, blüht hier richtig auf und es geht ihm besser, weil er einfach leichter atmen kann.

    Aber die Spanier haben eine andere Mentalität. Sie sind nun mal sehr laut und halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg.
    Du musst damit rechnen, dass du auf irgendwelche Dinge, die ihnen nicht gefallen auch vor allen Leuten laut angesprochen wirst.
    Aber wenn es geklärt ist, können sie sich bei Irrtum auch endschuldigen.
    Danach ist alles wieder gut.
    Mir gefällt es.
    Meine Freundin aus Deutschland, die mich ab und zu mal besucht, könnte gerade diese Ehrlichkeit und Lautstärke nicht aushalten.

    Früher, als wir wegen der Berufstätigkeit nicht so oft kommen konnten, hatte ich immer Heimweh nach Spanien.
    Nun, da ich ständig hier lebe, zieht mich nichts nach Deutschland. Und wenn ich doch mal hin muss, dann so kurz wie möglich.
    Es ist mir einfach zu teuer und ich kann mir dort vieles nicht leisten.
    Hinzu kommt noch, dass ich mit meiner Krankheit hier auch besser dran bin.

    Ich kenne allerdings viele Deutsche, die in einer Urbanisation leben, die spätestens nach 10/12 Jahren wieder weg wollen.
    Die haben sich nicht integriert.
    Der Staat und die Gemeinden, egal in welchem Land können noch so viel tun, wenn sich jemand nicht anpasst und seinen Törn so weiter lebt, funktioniert es auch nicht mit der Integration.

    In einem fremden Land zu leben, erfordert ganz viel, von seinen Gewohnheiten auzugeben.
    Wer aber nach Jahren hier immer noch deutsche Kartoffeln haben muss, weil die spanischen nicht schmecken, spricht meistens auch nicht genug spanisch, um auf dem Markt mal nach den leckeren roten Kartoffeln, oder einer anderen Sorte zu fragen.
    Und wer im deutschen Supermarkt Rotkohl für den dreifachen Preis einkauft, weil er sich in spanischen Supermärkten wegen der fehlenden Sprachkenntnisse nicht erkundigen kann, soll es auch zahlen.

    Neulich beschwerte sich eine Deutsche, die wir in einer Bar kennen gelernt hatten, darüber, dass die Spanier so eine Scheiss Wurst machen, die sie nicht essen kann.
    Sie ist nicht bereit nach 60 Jahren guter deutscher Wurst sich umzustellen.
    Darum lässt sie sich von ihrem Sohn regelmäßig ein riesiges Paket mit deutscher Wurst schicken.
    Ausserdem geht sie nicht zu Mercadona, weil die Kassiererinnen so unfreundlich sind, was wirklich nicht stimmt.
    Als ich ihr riet, doch mal, wenn sie an die Kasse kommt freundlich hola, que tal zu sagen, meinte sie, dass sie es gar nicht nötig hat danach zu fragen.
    Es interessiert sie nicht, wie es einer Supermarkt-Angestellten geht.
    Die sollen freundlich sein, weil sie ihr gutes Geld hier läßt.

    Dem gibt es wohl nichts mehr hinzu zu fügen.

    Ich liebe dieses Land und ihre Einwohner und wenn es klappt, werde ich hier auch sterben.

    LG Charo
     
    #2 21. Oktober 2010
  3. pepe
    pepe New Member
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    Wir denken, das es kein besser oder schlechter gibt. Es sind jetzt 7 Jahre in ES und wir
    werden auch noch 2-3 bleiben wegen dem Schulabschuss der Kinder.
    Danach geht es erst mal wieder zurück nach Deutschland. Da ist die Ausbildung doch
    wesentlich besser. Ein spanischer Abschluss wird ja noch nicht mal innerhalb Spaniens anerkannt,
    geschweige denn europaweit. Das ist schichtweg katastrophal was hier läuft.

    Zu den Kosten: Spanien ist teuer geworden! Klar gibts die Tostada noch günstig, aber das
    Essen a la Carte liegt an der Costa del Sol oder in Barcelona zB doch oberhalb der
    deutschen Preise. Hier werden etwa 12-18.- Euro aufgerufen - ohne Tischdecke, Service
    und Salat. Für einen einfachen Salat mixta sind dann nochmal 5-9.- Euro fällig.
    Für ein Tubo zahlt man mindestens 1,50, eher 2.- Euro. Dafür bekomme ich auch in D ein Bier.
    Die in D sogenannten Stammessen gibts auch für 5-7.- Euro, halt ohne Getränk.

    Die ärztliche Versorgung in ES ist im Notfall sehr gut mit guten Ärzten. Grosse Probleme
    sehe ich in der Langzeitbehandlung. Stundenlanges warten in Centro Salud und zwischen
    den Terminen liegen oft Monate! So erfolgt eine Folgeröntgenuntersuchung bei einem
    komplizierten Splitterbruch idR erst 4-6 Monate später... Mir sind da einige Fälle bekannt
    welche einen nicht so schönen Verlauf haben.
    Da heisst es privat zahlen. Bei einem Kreuzbandriss meiner Frau sollten wir 3 Monate aufs
    Röntgen warten. Schneller geht es bei einem privaten Institut für 286.- Euro.
    Das muss aber jeder selbst entscheiden. Ganz schlimm finde ich, das es keinerlei
    Reha-Massnahmen gibt. Auch müssen Zahnersatz oder Brillen selbst gezahlt werden.

    Aber wie bereits gesagt, es gibt kein besser oder schlechter. Beides hat Vor- und Nachteile.
    Keinesfalls werden wir Spanien komplett den Rücken zuwenden. Vielleicht kommen wir
    dann in ein paar Jahren wieder. Die Finca behalten wir in jedem Fall.

    Hasta luego
     
    #3 21. Oktober 2010
  4. Lilac
    Lilac Gesperrt
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    Ha! Das freut mich aber, dass die Meinungen schon bei den ersten Beiträgen auseinandergehen.
    Charo Du gehst von Voraussetzungen aus, die nicht jeder hat. Ich bin auch wohlhabend nach Spanien gekommen, große Villa, ausgesorgt. Doch der Mann in der großen Villa passte mir nicht mehr, also habe ich mit 41 Jahren noch mal bei Null angefangen. Seitdem lebe ich hier zur Miete. Und das ist etwas ganz anderes als wir es aus Deutschland kennen. Da zieht man in eine Wohnung, kennt meist den Vermieter nicht und kann wohnen bleiben bis zum jüngsten Tag.
    Hier hatte ich die ersten 7 Jahre eine Spanierin als Vermieterin. Sie lebte in dieser Zeit in Deutschland. Eines Tages stand sie vor der Tür und meinte: "Raus!" Ich hatte noch ein ganzes Jahr Zeit lt. Vertrag. Es wurde gestritten vor dem Friedensrichter bis hin zu Drohungen ihrerseits, meine Hunde umzubringen.
    Mein zweites Daheim fand ich wieder bei spanischen Vermietern. Bei jedem Ehestreit stand der Mann vor meiner Tür und meinte: "Raus, ich ziehe jetzt hier ein, habe mich von meiner Frau getrennt!". Es war ein ewiges Hin und Her. Nie eine Sicherheit, denn was nützen Dir Gesetze, wenn Deine Tiere bedroht werden oder man mit einem Baseballschläger auf Dich zukommt.
    Dann sprichst Du davon, wie günstig Du hier Frühstücken gehen kannst. Wunderbar, aber ich habe keine 2 Euro übrig. Für 2 Euro mache ich mir Daheim ein Frühstück, ein Mittagessen und ein Abendessen. Nach vielen Jahren Arbeit setzte man mich als einzige Ausländerin zu Beginn der Crisis auf die Strasse. Da war ich 60. Glaub nicht, dass ich hier noch einen Job finde - trotz der Sprachkenntnisse.
    Du schreibst von den Zuzahlungen in Deutschland bei der Krankenversicherung. Das habe ich hier nicht, Du hast Recht. Aber ich bin chronisch Lungenkrank (hier geworden, nicht in Deutschland) und man läßt mich monatelang auf Termine warten. Nur die Notaufnahme ist für mich eine Überlebenschance. Nach einer Leber-OP in Valencia (La Fe) soll ich alle 6 Monate zum Ultraschall. Das wird vom Centro Salud Moraira einfach ignoriert. Und wie Pepe schon erwähnte: Zähne werden hier nur gezogen, vom Retten oder Wiederaufbau hat die Seguridad Social wohl noch nie etwas gehört.
    Du siehst, es gibt immer eine andere Seite - und auf der stehe ich leider.
     
    #4 21. Oktober 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Oktober 2010
  5. Gast2176
    Gast2176 Guest
    Ja Maruja, es gibt immer und für alles zwei Seiten.
    Außerdem liegt auch vieles im Auge des Betrachters.

    Übrigens, wir sind auch nicht wohlhabend.
    Auch wir leben zur Miete.
    Während du hier mit Vermietern Pech hattest, hatte ich es in Deutschland, bzw. ich kenne in Deutschland nur unmögliche Vermieter.
    Hier dagegen sind wir mit unserem Vermieter, mit dem wir 3 Jahre im gleichen Haus lebten nach wie vor eng befreundet.
    Wenn seine Wohnung einen Balkon, oder Terrasse und eine Heizung gehabt hätte, wären wir nie ausgezogen.

    Auch in Deutschland gibt es Situationen, wo du nur über die Notaufnahme eine schnelle Behandlung erhälst.

    Aber, um im Ausland heimisch zu werden muss man auch an sich arbeiten, was viele Residenten (ich meine die, die ohne Sprachkenntnisse und nur der Sonne wegen hier leben), einfach nicht tun, und nicht wollen.

    Und das hier die Ausbildung der jungen Leute immer noch auf so einem niederen Stand ist, finde ich auch furchtbar.
    Dann würde ich meine Kinder wohl auch nach Deutschland schicken.
    Die Deutschen versuchen dann ihre Kinder nach Amerika zu schicken.

    Jeder empfindet die Dinge nicht nur anders sondern jeder Mensch hat auch andere Gründe, warum er dies oder das tut.

    Ich persönlich bin hier glücklicher und fühle mich in Deutschland nicht so wohl. Aber ich würde Deutschland deswegen nicht schlecht machen.
    Jedes Land hat seine Vor-und-Nachteile.
    Was für mich gut ist, ist für den anderen schlecht.

    LG Charo
     
    #5 21. Oktober 2010
  6. Tio Pepe
    Tio Pepe New Member
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    Hallo,
    interessant die verschiedenen Meinungen und Erfahrungen zu lesen.
    Maruja ist denn ein Wechsel in die GKV noch möglich?
    Da gibt es ja auch noch so einige Hürden. Vielleicht weißt du ja mehr?
    Ansonsten bin ich mit der GKV sehr zufrieden. Natürlich war es schon wesentlich besser, aber im Vergleich zu anderen Ländern kann ich nicht meckern. Für Sozial- Schwache gibt es ja auch die Möglichkeit sich von Zuzahlungen befreien zu lassen.
    Wer es sich in D leisten kann jeden Tag im Bistro zu Frühstücken, hat meiner Meinung keine großen Geldsorgen. Die Lebensmittelpreise sind hier mit die günstigsten in Europa. Also lecker essen kann ich auch zu Hause und wesentlich günstiger. Naja, jetzt kommt gleich der große Aufschrei, aber in D ist das und das...... teurer. Sicher, aber dieses lass ich jetzt mal unberücksichtigt. Das wichtigste ist bei einem Umzug nach D, sind denn da noch Freunde, Familie? Alleine (Kann auch zur zweit sein) kann man sehr schnell vereinsamen wenn soziale Kontakte fehlen.
    Wer das Glück hat mit einem zweitem Wohnsitz in Spanien, egal ob eigen oder gemietet und jederzeit pendeln kann, ja das ist die optimale Lösung. Aber dazu fehlen doch wohl den meisten die Euronen:(.
    Aber man darf ja noch träumen und wir haben noch paar Jährchen bis zur Rente und kurz vorher sehen wir weiter. Bis dahin freuen wir uns auf jeden Spanienurlaub.
    Gruß Tio Pepe:winke:
     
    #6 21. Oktober 2010
  7. Lilac
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    Tio...was ist GKV? Also KV Ist sicher Krankenversicherung, oder? Aber das G davor? Gesetzliche Krankenversicherung? :hmmm:
    Ich bin seit meiner Arbeitslosigkeit nur noch in der Seguridad Social (früher war ich nebenbei auch noch privat ersichert, das waren noch Zeiten!). Das bedeutet, dass ich automatisch in Deutschland pflichtversichert bin. Logisch. Aber ob ich überhaupt nach D oder nach Ö gehe, weiss ich noch nicht. In D habe ich niemanden mehr. Meine Familie ist ausgerottet, Freunde sind am Anfang immer noch nach Spanien zu Besuch gekommen, doch als es dann bei mir knapp wurde, sind die lieber woanders hin gereist. Mein Mann, mein Hund und ich. Das ist alles. Aber mein Mann hat wenigstens in Österreich Familie. Nicht dass wir uns da aufdrängen würden, denn unser Ziel wäre es sowieso, etwas weiter auf dem Land zu leben, um die Miete zahlen zu können. Wir haben aber noch Zeit bis 2015 - vielleicht gewinnen wir ja bis dahin noch in der Once. Bei einem Hauptgewinn bleiben wir hier. Dann gibt es ein eigenes Haus, in dem ich Bilder an die Wand dübeln kann. Das Krankenversicherungssystem wird dadurch zwar immer noch nicht besser, aber dann kann man sich ja wieder privat einen Arzt nehmen. Und die Zähne müssen auch nicht gleich raus, sondern es gibt ein paar nette Krönchen.
    Missversteht mich nicht: ich habe nichts gegen Spanien. Es ist ein schönes Land. Ich liebe auch Deutschland, denn das ist ein ganz wunderschönes Land - nur etwas feucht halt und kühl. Aber aufgemerkt: ich spreche immer nur vom LAND. Nicht von seinen Bewohnern.
    Schaun mir ma dann sehn mir scho:D
     
    #7 21. Oktober 2010
  8. Gast2176
    Gast2176 Guest
    So sieht es aus Maruja.
    Anfangs und mit Geld bekommt man viel Besuch aus der alten Heimat.
    Vielen denken ja auch, dass die deutschen Freunde, die hier leben, automatisch auch genug Geld haben, um den Besuch einzuladen.
    Zumindest haben viel Bekannte von uns es so erlebt.

    Wenn dann der Besuch merkt, dass es hier nicht ständig Urlaub der Luxusklasse umsonst gibt, bleiben sie weg.

    Ja, GKV heißt Gesetzliche KrankenVersicherung.

    Ohne finanzielle Mittel ist das Leben überall nicht so toll.
    Mit Geld kann man auch vieles besser ertragen, oder sieht die Dinge anders.

    Hast du hier eigentlich in den vielen Jahren auch viele Freunde/Bekannte gewonnen?

    LG Charo
     
    #8 21. Oktober 2010
  9. Lilac
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    Ich habe einen sehr wertvollen Freund gefunden. Er ist Spanier, hat Frau und Kinder und wir waren Nachbarn. Da seine Finca nur im Sommer von der Familie bewohnt wurde, kam er die übrigen Monate immer täglich vorbei, um die Tiere zu versorgen und nach dem Rechten zu sehen. Da ich seinen Hund ab und zu einfing, begannen wir uns anzufreunden. Er war der einzige Mensch, der damals mit meiner sehr bissigen Hündin Freundschaft schloss. Das war meine Rettung, als ich ins Krankenhaus musste. So konnte er sie versorgen. Ich hatte auch Kontakt zur Familie, doch leider lehnte die Ehefrau mich ab. Eifersucht. Dabei lag mir nichts ferner, als über eine platonische Freundschaft hinauszugehen.
    Ansonsten habe ich hier eine Freundin gefunden - eine Deutsche und vorübergehende Arbeitskollegin. Das war alles. Ich bin nie viel rausgegangen. Ich hatte mein Büro, meine Kunden und dann ging es ab nach Hause zu den Tieren. Da blieb keine Zeit für etwas Anderes. Mein Mann ist genau so ein Einsiedlerkrebs. Aber wir drei er, die Hündin und ich sind sehr glücklich und uns selbst genug.
    Danke für Deine nette Nachfrage:grin:
     
    #9 21. Oktober 2010
  10. Tio Pepe
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    nicht mehr in D
    Über Östereich weiß ich nicht so viel, außer das es da viel Berge gibt und der Winter lang und kalt ist. Aber zwei Einsiedler mit Hund, das hört sich erst mal nicht so tragisch an.
    Wohnen auf dem Land der günstigen Miete wegen ist ok.
    Aber:
    Ist man noch so fit um die nötigen Besorgungen zu erledigen?
    Wie lange ist man noch fit? Führerschein beide?
    Wie sind die Verkehrsanbindungen und was kosten diese?
    Wo ist der nächste Arzt?
    Wer schaufelt Schnee oder wie komme ich bei ungünstigen Wetterverhältnissen ins Dorf (Stadt)?
    Wir müssen uns damit anfreunden das Einer zu erst geht und was dann?
    Wie kommt der Hinterbliebende alleine klar?
    Rente? Witwen(er) Rente reicht das?
    Ja und ich könnte da noch so vieles Aufzählen aber das sprengt hier den Rahmen.
    Was rät man Auswanderwilligen z.B. nach Spanien. Da hast Du sicher auch schon viele Tipps gegeben und genau diese treffen jetzt auch für Dich zu.
    Wir sind auch mit dem Auswander-Virus infiziert, gehen es aber locker an.
    1.Auswanderland Spanien. Wohin da? Also in verschiedenen Regionen Urlaub machen. Region gefunden, dann hier des öfteren zu verschiedenen Jahreszeiten Urlaub genießen.
    Ganz wichtig!!! Kontakte aufbauen. Sei es in der Lieblingsbodega mit dem Wirt oder Kellner, dem Vermieter, über Hotelpersonal, auch Deutsche und Residenten und.....
    Das alles weißt Du auch, bloß selbst denkt man daran vielleicht nicht.
    Und dann gibt es in D noch das Sprichwort "Einen alten Baum verpflanzt man nicht"
    Entschuldige das Wort alt, es ist nicht anmaßend gemeint.
    Aber ihr werdet euern Weg schon finden und habt ja auch noch paar Jahre Zeit Euch darauf intensiv vorzubereiten.
    Gruß Tio Pepe:winke:
     
    #10 22. Oktober 2010
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