Auswanderer in der Krise

Dieses Thema im Forum "Auswandern, Leben und Arbeiten in Spanien" wurde erstellt von Gata, 16. Juni 2014.

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  1. Gata
    Gata Well-Known Member
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    Auswanderer in der Krise
    #1 16. Juni 2014
  2. elmolinero
    elmolinero New Member
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    Es gibt Mio. von Gründen wieder in sein Heimatland zu gehen.
    Egal ob von D oder nach D !

    Lustigerweise denken manche gleich an gescheitert ohne kapieren zu können daß man einfach keinen Bock mehr auf das Auswandererland hat.

    15 Jahre waren für uns auch genug.
    Ich habe in den letzten Jahren einige Kroaten in deren Heimat kennengelernt die auch nach 20 oder mehr Jahren zurückgegangen sind. Warum auch nicht ?
     
    #2 16. Juni 2014
  3. Gata
    Gata Well-Known Member
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    Hallo,
    ich habe früher bei Rückwanderern auch an gescheiterte Existenzen gedacht, inzwischen sehe ich es differenzierter.
    Sicher gibt auch die "Scheiterer". Aber eben nicht nur. Neu scheint mir, dass, da auch in D die Zeit nicht stehen geblieben ist und eine Rückwanderung in die alte Heimat heute einen harten Neuanfang bedeutet.
    Es ist alles schwieriger geworden und auch in D wartet niemand mit geöffneten Armen.
     
    #3 16. Juni 2014
  4. Meckerer
    Meckerer Well-Known Member
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    Für mich persönlich kommt (nach 50+ Jahren im Land) eine Rückwanderung ganz und gar nicht infrage, es heisst ja auch ganz richtig "Einen alten Baum verpflanzt man nicht". Ab und zu geht es mit Ryanair für ein paar Tage in den Hunsrück, die Pfalz oder auch mal auf die Wasserkuppe.

    Bei vielen (den meisten) "Auswanderern" ist der Bauchklatscher bereits vorprogrammiert, angefangen bei der Ortswahl. Das ganze Jahr Siesta, Fiesta, Alegria und zwiswchendurch sich mit allen möglichen Gelegenheitsarbeiten über Wasser halten. Oder irgendein Gerschäft aufmachen, ohne sich im Geringsten über die Eigenheiten der neuen Nachbarn (besonders was die Sprache betrifft) zu kümmern. Das bittere Erwachen ist somit ebenfalls vorprogrammiert.

    Aber es geht auch anders, jedoch haben die Götter aber bekanntlich vor den Erfolg den Schweiss gesetzt. Alles braucht seine Zeit und auch viel Geduld und noch mehr Ausdauer. Meine ersten 4 Jahre waren sehr schwer - nochmal würde ich es wohl nicht wieder schaffen. Man kann es auch so sehen: Um ins Schlaraffenland zu kommen, muss man sich erstmal durch einen riesigen Reisbrei durchessen, der eben vielen im Hals steckenbleibt.
     
    #4 16. Juni 2014
  5. insomnia
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    Naja die Fehlinterpretation bzw. Fehleinschätzung, dass Rückkehrer nach Deutschland die Gescheiterten sind, an diesem Umstand sind die Medien nicht ganz unschuldig!

    Spanien ist für mich mittlerweile mein Heimatland und ich kann mir nicht im Entferntesten vorstellen, nach Deutschland zu ziehen. Es verbindet mich viel Emotionales mit diesem Land und oftmals kommt es mir so vor, als ob ich hier schon ewig lebe...

    ABER:

    Ich habe mich im Vorfeld fast 4 Jahre mit dem Land und den Menschen auseinander gesetzt und JA ... auch ich wäre beinahe im ersten Jahr dem "Woandersistderrasengrüner-Syndrom" unterlegen.

    Die meisten Spanier sind tatsächlich lockerer und auf andere Ding im Leben einen Schwerpunkt als andere Nationen.
    Doch die Entspanntheit hat auch gewisse Grenzen - spätestens bei der Pünktlichkeit zur Abgabe von Steuererklärungen oder Zahlungen der Seg.Social - über diese Grenzen war ich mir jedoch im Vorfeld bewusst und ebenso, dass in diesem Land nicht nur fiesta & Co ist und es eine Menge Probleme gibt.

    Was die lieben Medien oftmals vergessen - es sind in den Augen vieler ganz banale und menschliche Gründe, warum Menschen nach dem Aufenthalt im Ausland nach Deutschland zurückkehren. DAS lässt sich aber nicht so reißerisch "vermarkten".
     
    #5 16. Juni 2014
  6. Meckerer
    Meckerer Well-Known Member
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    Vermarkten lassen sich nur Sensationen, aber die Betroffenen leisten oft Vorschub bzw. glauben sich in der Rolle des (letztendlich erfolglosen) Hauptdarstellers. und wollen zudem auch noch zeigen "wie man es richtig macht". Wer mit ehrlicher Arbeit ein normales Leben führen kann eignet sich ganz und gar nicht für die Auswanderer-Soaps, obwohl er das beste Auswander-Beispiel abgeben könnte. Welche Ironie!
     
    #6 17. Juni 2014
  7. insomnia
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    Stimmt! Menschen, welche ein normales Leben führen, lassen sich definitiv nicht vermarkten.

    Nur frage ich mich bei der Entwicklung der Medien, ob diese selbst diesen Effekt oder eher die Zuschauer bewirkt/verursacht haben.

    Egal - jeder wird seine eigenen Gründe haben, ins Ausland zu ziehen und ebenso von Ausland nach Deutschland. Diese sollte man respektieren und sich nicht durch Vorurteile oder medial Vorgekautes dazu verleiten lassen, über diese Menschen zu urteilen. Ist meiner Ansicht nach, immer noch der beste Weg. ;)
     
    #7 17. Juni 2014
  8. Meckerer
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    Richtig, es ist alles andere als einfach, sich eine unvorbelastate Meinung zu BILDen. Die Medien manipulieren und wer meckert macht sich sofort unbeliebt.
     
    #8 17. Juni 2014
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