Urlaubsziele & Tourismus - was wollen die meisten von und in Spanien sehen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von insomnia, 15. Januar 2014.

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  1. Desco Negut
    Desco Negut Active Member
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    Ich glaube, die meisten Urlauber in Spanien wollen Sonne, Strand und Meer. Und bei sehr, sehr vielen Europäern und Menschen aus anderen Regionen wird Spanien darauf reduziert. Vielleicht fallen manchen noch Barça, Real Madrid, Stiere und die ETA ein - aber das war´s dann auch. Schade, daß das so ist, aber das hat sich Spanien eigentlich selbst zuzuschreiben.

    Ich bin kein Marketingexperte, aber wenn ich Spanien und Italien miteinander vergleiche, dann fällt mir auf, daß Italien Spanien in Sachen Marketing abhängt. Ein Beispiel: Sehr viele wohlhabende Europäer sind bereit, in der Toskana viel Geld für Urlaub ohne Strand auszugeben. Man hat es geschafft, z.B. die Gastronomie zu einem Zugpferd zu machen. Ähnliches findet man in Spanien vielleicht auf Mallorca und in der Gegend um Marbella, aber viel mehr fällt mir kaum ein.

    Spanien hat ohne Zweifel eine Menge zu bieten, sowohl in landschaftlicher als auch in kultureller Hinsicht. Ich weiß nicht, ob es dumm ist oder ein Segen, daß die Spanier das ganz gerne für sich behalten.

    Der Tourismus entlang der Mittelmeerküste wird mittlerweile von einkommensstarken Touristen in Mittel- und Nordeuropa mit Bettenburgen und einer betonierten Küste gleichgesetzt. Auch, wenn das nicht hundertprozentig zutrifft, kann ich es den Leuten kaum verdenken. An fast der gesamten Mittelmeerküste reiht sich eine städtebauliche Abscheulichkeit an die andere. Diese Art des Tourismus könnte eigentlich sehr preisgünstig sein, aber dem stehen Kosten gegenüber, die in Spanien nun mal europäischem Niveau entsprechen (auch, wenn davon bei den Saisonkräften nicht so viel ankommt). Warum sollen europäische Normalverdiener in einer Bettenburg ihren Urlaub verbringen, wenn Kroatien oder die Türkei mehr für weniger bieten?

    In den letzten Jahren wurde eine neue Touristengruppe umworben, die Russen. Ein Volk, das im Urlaub nicht unbedingt durch brennendes Interesse an kulturellen Höhepunkten auffällt. Andererseits bringen die Russen, die sich Urlaub in Spanien leisten können, viel mehr Geld mit als der Durchschnittstourist. Und wo wird es ausgegeben? An der Küste und in Barcelona. Überhaupt scheint mir Barcelona so ziemlich alle anderen spanischen Großstädte auszustechen in puncto touristische Attraktivität. Vielleicht, weil die Stadt europäischer ist. Und damit vielleicht auch besser im Marketing.

    Glaubt Ihr, daß außerhalb Spaniens schon mal jemand etwas von der "Marca España" gehört hat?
     
    #11 16. Januar 2014
  2. pepe
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    Baufred,
    das hört sich aber vom normalen Touristen aus gesehen ganz schrecklich an, wirklich schlimm! Du hast das Erlernen der Sprache gebraucht und eigene Expeditionen durchführen müssen. Niemand hat was für Dich getan. Kurz – du warst den Spaniern schei__egal... Für einen nicht spanischsprechenden Kurzurlauber also fast unmöglich, oder? Von dem sprechen wir. Wo sind die Infos in Englisch oder Deutsch? Wo sind die Tages- und Wochenpässe mit denen man freien Eintritt hat und die öffentlichen Verkehrsmittel mit drin sind?

    LG
     
    #12 16. Januar 2014
  3. Desco Negut
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    Hallo baufred,

    in meinen fast fünfzehn Jahren Vertriebstätigkeit in Spanien habe ich ebenfalls Gegenden von so überwältigender Schönheit gefunden, daß einem die Sprache vergehen kann. Und in sehr vielen von diesen schönen Gegenden findet sich bis heute kaum ein Tourist. Das könnte ein Segen sein, wenn nicht gleichzeitig viele Dörfer aussterben und oft schon vollständig aufgegeben wurden, weil es keine Arbeit gibt. Ich empfehle mal eine Tour durch die wunderschöne Provinz Soria.
    Zu viel Tourismus kann dem Land nicht gut tun. Aber man sollte sich entscheiden, ob man Einnahmequellen erschließt oder in Schönheit stirbt.

    Nun gut, wer die Spanier kennt, weiß, daß da nichts entschieden wird - sondern ausgesessen, ¡que se joden los guiris!
     
    #13 16. Januar 2014
  4. Desco Negut
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    Hallo Pepe,

    das hast Du zwar sehr überspitzt dargestellt, aber es stimmt, daß die Spanier sich im allgemeinen selbst genug sind.
     
    #14 16. Januar 2014
  5. Desco Negut
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    Mit den Englischkenntnissen der Deutschen ist es allerdings auch nicht so weit her. Um darin besser zu sein als die Spanier, ist nicht viel nötig.

    Wenn der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen eines Landes ist, dann sollten die Fremdsprachenkenntnisse, und sei es nur englisch, etwas besser sein.
     
    #15 16. Januar 2014
  6. pepe
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    Ausgenommen Barcelona kann man wohl sagen, daß die touristischen Anbebote in Spanien eine Katastrophe sind.
     
    #16 16. Januar 2014
  7. pepe
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    Da täuscht Du Dich aber. Geh' mal nach Bayern oder in die Alpen, also in Urlaubsgebiete vergleichbar mit den Sierras in Spanien...
     
    #17 16. Januar 2014
  8. Desco Negut
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    Im nördlichen Katalonien, in Navarra und im Baskenland gibt es durchaus touristische Angebote, die eher dem "sanften Tourismus" entsprechen und die somit sehr modern sind. Allerdings ist das das Gegenteil von Massentourismus.
     
    #18 16. Januar 2014
  9. Desco Negut
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    Nee, da täusche ich mich überhaupt nicht! Wenn man davon ausgeht, daß jedes Schulkind in Deutschland seit den achtziger Jahren ungefähr vier Jahre lang Englischunterricht hatte, dann sind die Englischkenntnisse der Deutschen nur als miserabel zu bezeichnen, vor allem im Vergleich zu Niederländern und Skandinaviern.
     
    #19 16. Januar 2014
  10. v.h.b.
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    Wenn man hier und in anderen Foren so mitliest, besteht doch von wenigen Kulturreisenden abgesehen, kaum Interesse Land und Leute kennen zu lernen. Viele der langjährigen Residenten haben sich in ihren Urbanisationen verschanzt, haben da sie nie Interesse am Erlernen der spanischen Sprache hatten, auch kaum Kontakt mit Einheimischen. Sie gehen zum deutschen Bäcker und Metzger. Zum Stammtisch gehen sie zu Onkel Otto und wie die Kneipen alle heißen wo man Deutsches Essen bekommt und andere Deutsche trifft. Sie haben deutsche Karnevalsvereine gegründet und bleiben am liebsten unter sich. Die spanische Sprache müssen sie deshalb nicht können, wenn aber ein Arztbesuch oder ein Behördengang ansteht, wird händeringend um Hilfe gebeten. Dann wird aber auch wieder geschimpft, denn in Deutschland ist ja alles besser und weniger umständlich.
    Dann ist es aber auch kein Wunder, wenn sie dann ¡Que se joden los alemanotes! zu hören bekommen.

    Das es in Spanien keine oder kaum Freizeitangebote gibt, kann ich so auch nicht stehen lassen. In meinen Beiträgen "Este es mi pueblo", sieht man doch was da auch in Orten im Landesinneren von Andalusien angeboten wird. Was jetzt Museen anbelangt, greife ich nur den Prado in Madrid heraus. Die Museen in Sevilla, Córdoba, Málaga, Granada Jaén können sich auch sehen lassen und brauchen sich nicht zu verstecken.Über die Bauwerke in den letztgenannten Städten, muss man gar nicht erst reden.

    Das ist jetzt meine bescheidene Meinung und ihr könnt auf mich einhauen.

    v.h.b.
     
    #20 16. Januar 2014
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