(T)Euro

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Gast2365, 30. Juni 2002.

Booking.com
  1. Gast2365
    Gast2365 Guest
    (T)Euro
    Geschrieben von klaus am 23.05.2002, 11:35:

    Hi,
    bin wieder zurück in D. Was mich dort unten geschockt hat ist die Preisentwicklung. Normale Restaurants haben ihre Preise von 800 Pts auf 10-12 Euro angehoben. Bei Immobilien wurde die Mark mit dem Euro getauscht. Die spinnen alle. An Ostern war noch alles in ordnung. In 'guten'Lokalen wollen sie jetzt 20 Euro für einen Spiess. Da fragt man sich was die dann Juli/August wollen. Andalusien nur noch für Reiche? Wie sind denn Eure aktuellen Erfahrungen?
    Klaus
     
    #1 30. Juni 2002
  2. Tina
    Tina New Member
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    Geschrieben von tina am 24.05.2002, 11:04:

    Naja, diese Erfahrungen mache ich hier zu Hause ja leider auch in vielen Geschäften. Habe derweil auch einiges dazu gelesen. Wird also nicht nur in Spanien versucht. Ich bin nach wie vor für den Euro, kann aber die Leute verstehen die dagegen waren. Viele hatten ja genau diese Befürchtungen die sich leider bestätigen.

    Gruß
    Tina
     
    #2 2. Juli 2002
  3. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Klingt vielleicht blöd, ist aber wahr:

    Geld verschwindet nicht. Das gilt auch für den Euro. Alles bleibt im Umlauf.

    Wenn mir die Preise zu hoch sind, kaufe ich nichts und bald sind die Preise wieder da, wo sie sein müssen. Es wird nämlich ein sog. Preisbrecher kommen und die mit den hohen Preisen auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

    Beispiel:

    Aldi hat demonstrativ zum 1. Januar 2002 die Preise gesenkt. Klar, dass dort jetzt mehr Umsatz und auch mehr Gewinn gemacht wird. Andere Einzelhändler sind bereits insolvent. So muss es sein. Das geht ganz automatisch, auch in Spanien und Portugal.
     
    #3 29. September 2002
  4. dali
    dali New Member
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    Klaus, auch wir können Deine Erfahrungen zumindest teilweise bestätigen. Auch wenn es in den Bergen nicht ganz so drastisch zugeht, so kann man die Preise für Immobilien schlicht als Wucher bezeichnen.

    Meine Schwester meinte letzte Woche, daß immer mehr Deutsche an Engländer verkaufen. Also steigt derzeit der Anteil der Engländer gewaltig, die können es sich halt noch leisten.

    Apollo, Du magst recht haben - auf lange Sicht. Aber leider wird diese Entwicklung noch eine ganze Weile andauern. Schade ...

    :evil: :twisted: :evil:
     
    #4 29. September 2002
  5. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Hallo Guggi,
    die Sache mit den Engländern kann ich auch von der Küste bestätigen - sie kaufen alles auf.
    In den Küstenblättchen suchen grosse engl Firmen Immos zu hunderten.
    Man darf hier nicht vergessen, das der Euro gegenüber dem Pfund gewaltig gefallen ist.
    In Einzelfällen ist es für Engländer sogar billiger als früher.
    Apollos Aldi-Vergleich hinkt hier ein wenig. Die Restaurants haben ihre Preise
    zwar etwas mangels Nachfrage zurückgefahren, die Immobilienpreise bleiben aber sehr hoch.
    Salop gesprochen waren sie anfang des Jahres DM=Euro und sind jetzt auf DM x 1,5 zurück.
    Bei Luxusobjekten gilt nach wie vor DM=Euro.
    Ich kenne Villen die letztes Jahr bei 1,2 mio DM lagen und jetzt für 1,35 mio Euros verkauft wurden!
    Bei Euch in Competa soll sogar eine 'unverkäufliche Finca' für 1,6 mio Euro verkauft worden sein wurde mir erzählt.
    Solange diese Preise bezahlt werden - warum sollte jemand billiger anbieten?
    Gruss
    Klaus
     
    #5 30. September 2002
  6. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Hi Guggi, hi Klaus,

    bei Immobilien gelten meine Ausführungen zu Aldi natürlich nicht. Allerdings sind Immobilien-Preise nicht unbedingt wegen des Euro gestiegen, sondern weil die Leute ihr Geld in Sicherheit bringen. Außerdem wollen immer mehr einfach nur weg.

    Klaus hat dann noch den Sonderfall der Engländer beschrieben, was zwar mit dem Euro zu tun hat, aber aus anderen Gründen.

    Vieles hat direkt mit dem Zusammenbruch der Aktienbörsen zu tun. Da man dort im Moment keinen Blumentopf gewinnen kann, macht man es halt mit Immobilien und zwar dort, wo auch Nachfrage ist, also an der Costa del Sol, der Algarve und der Costa Blanca. Im Hinterland sind die Preise eher noch normal.

    Ich denke, dass dies mit dem freien Kapital der Spekulanten zu tun hat. Da die Weltwirtschaft so schnell nicht wieder auf die Beine kommen wird, steigen die Immobilien-Preise eher weiter. Eigentlich keine schlechte Sache, wenn das eigene Haus seinen Wert in 5 Jahren verdoppelt. Man muss es nur dann verkaufen.
     
    #6 30. September 2002
  7. Mrairbrush
    Mrairbrush New Member
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    Ist doch normal

    Ist doch normal. Warum sollten die es in Spanien anders machen, lernen die den Unsinn doch von uns Nordeuropäern, bevorzugt den Deutschen.
    Wir machen uns da unten immer mehr breit. Wenn ich sehe das sogar Banken in unserem kleinen Kaff bereits Häuser da unten anbieten stimmt mich das bedenklich. Dabei wäre die Finanzierung über eine spanische Bank sicher günstiger. Aber die kaufen es hier einfach auf und bieten es wieder an.
    Das die Immobilienpreise explodieren hat einen anderen Grund wie ich unlängst in Spanien erfahren konnte.
    Da kommen nämlich vorzugsweise Osteuropäer und bieten jeden Preis, sogar in bar. Bekannte hatten so ein Grundstück mal vollkommen überteuert angeboten, einfach zum testen, prompt kam ein Russe und hat das Geld bar auf den Tisch gelegt. Solange die Spanier da keinen Riegel vorschieben wird sich nichts ändern.
    Den deutschen Finanzämtern werden mittlerweile Grundstückskäufe gemeldet so das die Deutschen mit Schwarzgeldern raus sind.
    Einzig die Stadt Calpe (Costa Blanca) hat ein Verkaufsstop an Osteuropäer angeordnet in Hinblick auf die Einheimischen. Aber dann wird über Strohmänner gekauft. Ist schon übel was da abgeht.
     
    #7 10. Oktober 2002
  8. Jens
    Jens New Member
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    das sind eben die gesetze der marktwirtschaft. die nachfrage ist gross, viele nord- und mitteleuropäer wollen nach wie vor in den süden und das angebot ist nicht mehr so gewaltig.
    vor drei jahren kauften wir ein altes landhaus im campo hinter malaga. letztes geld zusammengekratzt mit kredit finanziert. gestern trafen wir bekannte, die im immo-sektor hier arbeiten. die hätten unsere hütte heute glatt für das doppelte verkauft. besonders an engländer. (mach ich nicht, hänge zu sehr an dem alten kasten). die andere seite ist, dass es eben auch genügend spanier gibt, die ihren familienbesitz so verkaufen. also es liegt ja nicht nur an den ausländern, die zu hohe preise zahlen.
    das ist ein verrücktes thema. dazu ein interessanter artikel in der CSN - siehe http://www.csn-malaga.com/titel.htm
    bzgl. banken: spanische banken bei der finanzierung würde ich vorziehen, auch wenn sie die höchsten gebühren in Europa haben. die wissen, was sie finanzieren und prüfen das vorher vor ort. wer die situation mit kaufverträgen und grundbucheintragungen hier kennt, würde das auch tun.
    gruss jens
     
    #8 11. Oktober 2002
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