Spanien, schlechtes Land

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Gast1805, 25. Juni 2006.

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  1. Morayma
    Morayma New Member
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    In den absoluten Zahlen INE (Instituto Nacional de Estatística) sah es im Jahr 2005, als die Zahl der Immigranten in Spanien um 23% stieg, so aus:

    Die grösste Ausländergruppe sind die

    Marokkaner mit 511.294 Menschen, gefolgt von
    Ecuadorianern 497.799
    Rumänen 317.366
    Columbianern con 271.239
    Engländern con 227.187
    Argentiniern 152.975
    Deutschen 133.588

    Madrid und die Mittelmeerküste ziehen die Ausländer am meisten an. Alicante ist die spanische Provinz, wo die meisten "alten" Immigranten leben (über 65 Jahre). In der Provinz Alicante gibt es auch 10 Orte, deren Ausländeranteil deutlich über 25% liegt.

    Zu den rund 4 Millionen "offizieller" Immigranten inSpanien kommen noch mindestens eine Million illegaler Auslander hinzu.

    Saludos
    Morayma
     
    #81 27. Juli 2006
  2. Gast1805
    Gast1805 Guest
    In der SUR ist zu lesen: ... las estadísticas del Ministro de Trabajo sobre extranjeros residentes legales difieren en 1.145.668 inmigrantes. El recuento del INE registró 3.884.600 extranjeros frente a los 2.738.932 extranjeros legales.
     
    #82 27. Juli 2006
  3. Gast1805
    Gast1805 Guest
    Zur Feria von Málaga, die am nächsten Freitag beginnt, haben sich alle Gastronomiebetriebe des Zentrums dafür ausgesprochen, Personen ohne Oberbekleidung nicht mehr zu bedienen, bzw. den Zutritt zu den Lokalen zu verwehren. Dies gilt für den ganzen Bereich der Feria del Centro. Also auch für die Außenbars auf den Plätzen, wie Plaza de la Merced, Plaza Marina, Plaza de la Constitución oder auch in den Straßen.
     
    #83 8. August 2006
  4. Gast1805
    Gast1805 Guest
    Pepe Rubianes: "la puta España ..."

    Nicht unpassend zu diesem Thema die Polemik um Pepe Rubianes. So wie er gegen die spanische Einigkeit im katalanischen Fernsehen wetterte empörte doch viele Spanier. "Y que se metan a España en el puto culo, a ver si les explota dentro y les quedan los huevos colgando del campanario ... la puta España, una mierda...".

    Ein Aufzeichnung von diesem Interview könnt Ihr hier sehen: Pepe Rubianes unplugged

    Nun ist die Premiere von seinem jüngsten Theaterstück "Lorca eran todos" am 19. September im Theatro Español von Madrid erst einmal abgesagt worden. Wer so den spanischen Staat beschimpfe, habe kein Recht auf öffentliche Gelder. Rubianes selbst erklärte diesen Rücktritt mit dem aggressiven Umfeld bei den Proben. Er wolle kein Theater unter "Polizeischutz". Der Theaterdirektor Mario Gas erwägt wohl ebenfalls einen Rücktritt.

    Siehe auch:
    LA RAZON: La Comunidad de Madrid celebra la noticia
    DIARIO SUR: Pepe Rubianes no representará su obra en Madrid por la presión popular
    EL PAIS: Rubianes retira el espectáculo 'Lorca eran todos' del Español por el "agresivo ambiente"
     
    #84 9. September 2006
  5. joaquin
    joaquin New Member
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    An Alle

    Nachdem ich mich nun durch alle Seiten gequält habe, muss ich feststellen, dass Intoleranz wohl doch eine Stärke der Deutschen ist.Seit ich mich mehrere Monate im Jahr in Andalusien aufhalte, habe ich in unserer Stadt keinerlei Anfeindungen gegenüber anderen Spaniern feststellen können.Vielleicht können auch sehr viele Deutsche es nicht verwinden, dass das Deutschdenken nicht das Maß aller Dinge ist.
    Wenn die Städter in Deutschland mal öfter aus Land fahren würden, könnten sie feststellen, wie viele Leute ihren Müll einfach im Wald abladen.
    "Es kehr ein jeder vor seiner eigenen Tür, da hat er Dreck genug dafür" :twisted:
    Aber in einem gebe ich Philip und den anderen Recht.
    Wenn jemand meckert, dann sind es die Deutschen. Warum die nicht (die Meckernden)woanders hinziehen, verstehe ich nicht.
    Aber typisch Deutsch.
    "Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn`s dem bösen Nachbarn nicht gefällt."
    Toleranz ist kein Teil des Kopfes sondern des Bauches.

    saludos joaquin
     
    #85 10. September 2006
  6. Gast1805
    Gast1805 Guest
    Das Bewußtsein, daß man hier in Spanien einer anderen Mentalität begegnet scheint in der Tat auf eine merkwürdige Weise von vielen Zuwanderern nicht erkannt werden wollen. Man sieht zunächst was man sehen möchte: All die angenehmen Dinge, die Gründe für die Hauptmotivation ein Leben oder zumindest gewisse Zeitabschnitte in Spanien zu verbringen. Im Gegenzug dazu werden die negativen Erscheinungen um ein vielfaches aggressiver kritisiert, als man es in heimischen Gefilden tun würde.

    Natürlich gilt es dabei zu unterscheiden, ob eine berufliche Tätigkeit hier vorliegt. Sicher können mir diejenigen bestätigen, dass sich die Verantwortung über einen bestimmten Personenkreis, oft als eine Art Gradwanderung zwischen Toleranz und Autorität darstellen läßt. Zuviel Toleranz, vor allem im persönlichen Bereich kann zu Verlust notwendigen Respektes führen, um kompetent Zielvorgaben zu erfüllen.

    Dagegen im privaten Bereich unterliegt man wohl eher den zwanglosen Kompromissen.

    Es ist nun mal eine Tatsache, dass wir in Spanien leben. Die sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen wie politischen Gegebenheiten müssen sich nun mal mit unseren Ideologien und deutschen "Ist-Werten" nicht decken.

    Was die iberische Halbinsel nicht gebrauchen kann sind allwissende Moralapostel von anderen Sternen, sondern positiv denkende Energien, die mit diplomatischem Feingefühl einem stets im Niveau steigenden Leben entgegenstreben. Dabei ist es durchaus angemessen und wünschenswert , im gewissen Rahmen eigene Erfahrungswerte einzubringen. Aber eben ohne den erhobenen Zeigefinger!
     
    #86 11. September 2006
  7. Sidona
    Sidona New Member
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    Natürlich gibt es intolerante und auch ewig meckernde Leute - oft wird dies als "typisch deutsch bezeichnet", aber trotzdem, es gibt sie auch in anderen Ländern, nur fallen sie einem oft nicht so auf. Ein Beispiel - im kleinen Schwimmbad von Medina kommen regelmässig - unabhängig von einander - zwei Mütter (Einheimische!) mit ihren Kindern. Schon wenn die Damen erscheinen weiss jeder - und vor allem die Bademeister - dass es in spätestens 10 Minuten Ärger gibt - die Damen sind nur am meckern und motzen... :roll:

    Trotzdem muss man mit dem Ausdruck Intoleranz vorsichtig umgehen - die Grenze zwischen Intoleranz und gerechtfertigter Kritik ist ziemlich fliessend. Viele Dinge haben sich die Spanier - auch durch jahrzehntelange Erfahrung in der Diktatur - gefallen lassen, heute werden auch sie selbstbewusster - ein langer Prozess - und üben an manchen Dingen Kritik. Ein Beispiel - in der Nachbarschaft mitten im Wohngebiet ist ein Hund kurz angekettet und bellt die ganze Nacht. Mache ich Urlaub in diesem Land oder habe gar eine Immo inmitten von der spanischen Bevölkerung gekauft halte ich meinen Mund und schüttle den Kopf. Anderst ist es wenn ich da arbeite und morgens fit aufstehen muss. Da wurde auch früher von der spanischen Bevölkerung nie etwas gesagt, heute wird auch von Spaniern eingeschritten wegen Nachtruhestörung. Noch schlimmer bei den sommerlichen, nächtlichne botellones mitten in Orten.

    Wie gesagt - meckernde und intolerante Leute gibt es immer, die schon Fehler und Ärgernisse finden bevor sie überhaupt passiert sind und sie werden immer ein Haar in der Suppe finden. Trotzdem darf es auch erlaubt sein an gewissen Dingen Kritik zu üben, denn das Paradies auf Erden gibt es nun mal leider nicht. Aber bevor man Kritig übt sollte man sich vielleicht vorher schlau machen WARUM etwas so ist und nicht anderst!
     
    #87 11. September 2006
  8. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Typisch deutsch...
    - ist vor allem Dein Beitrag,
    - ist der Begriff "typisch deutsch",
    - ist im übergeordneten Sinne die Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Es gibt in Deutschland im Gegensatz zu Spanien z.B. keine "militanten" Anhänger von demokratischen Parteien. Wenn dies also als "tolerant" bezeichnet werden sollte, dann werde ich dafür auch nicht den Begriff "typisch spanisch" gebrauchen.
    Stereotype taugen für nichts - außer, einen nicht ganz stichhaltigen Standpunkt zu vertreten.
    Gruß
    Stefan
     
    #88 11. September 2006
  9. joaquin
    joaquin New Member
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    Mein lieber Stefan!
    Ich weiß nicht wie lange du schon in Spanien lebst aber es gibt in Deutschland kaum etwas intoleranteres als die demokratischen Parteien und und ihre Politiker, Gewerkschaften eingeschlossen.Greise, die an ihrer Macht hängen wie die Fledermäuse unter der Decke.Wer von den Jungpolitikern aufmuckt, wird mundtot gemacht.Kritik ist reiner politischer Selbstmord.Gewerkschaften inbegriffen.
    Du solltest dir vielleicht mal den Beitrag von Sidona und Philip in aller Ruhe durchlesen, bevor du andere Beiträge als intolerant bezeichnest.
    Ich für meinen Teil nehme mein Gastland so, wie es ist und versuche nicht andauernd etwas zu ändern oder als falsch zu bezeichnen.
    Selbst meinen geklauten Wohnwagen(der steht übrigens nicht weit von unserem Grundstück ca. 3 km) habe ich den Spaniern verziehen und als Lebenserfahrung abgehagt.
    Ansonsten glaube ich nicht, dass du in diesem Forum auch nur einen Beitrag von mir findest, der an meiner neuen Heimat rumnörgelt.

    saludos joaquin
     
    #89 11. September 2006
  10. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Hallo Joaquin,
    ich habe Philips und Sidonas Beiträge gelesen, aber auf Deinen geantwortet.
    Ich bin jetzt fast neun Jahre in Spanien, habe einen spanischen Elternteil, verbringe hier weder meinen Urlaub oder Ruhestand sondern bin in Spanien berufstätig und sechs bis acht Mal im Jahr in Deutschland. Ich traue mir also schon zu, beide Länder beurteilen zu können.
    Deine Ansicht zu den zitierten Organisationen kann auch auf Spanien übertragen werden, ohne jede Einschränkung.
    Ich für meinen Teil akzeptiere Spanien auch so, wie es ist. Die Tatsache, daß ich kritisiere, liegt daran, daß ich nicht alles gleichgültig sehe (Gleichgültigkeit wird manchmal leider auch mit Toleranz verwechselt), sondern gerade weil ich Land und Leute mag. Und wenn man täglich mit so vielen verschiedenen Menschen wie ich zu tun hat, dann merkt man sehr schnell, daß man eigentlich die gleichen Themen aufgreift wie die Spanier es tun - genau so, wie in Deutschland auch nicht jeder durch die Straßen läuft und herumbrüllt, wie toll doch alles ist (gerade in Deutschland eher im Gegenteil).
    Ich bleibe bei meiner Ansicht.
    Gruß
    Stefan
     
    #90 11. September 2006
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