Schuluniform

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Gast1716, 12. Februar 2009.

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  1. Gast1716
    Gast1716 Guest
    Schuluniform
    Hallo zusammen!

    Heute bekamen wir einen Stimmzettel, mit dem wir über die Einführung von Schuluniformen abstimmen sollen. Seitdem grüble ich so vor mich hin. Derzeit fällt mir recht viel "contra" ein aber leider wenig "pro".

    Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema? Welche Vorteile haben Schuluniformen?


    Vielleicht gibt es ja Argumente an die ich gar nicht denke?

    Gruß
    MARY
     
    #1 12. Februar 2009
  2. blubb
    blubb New Member
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    Also unsere Schule hat Schuluniformen, aber das tragen ist freiwillig.

    Pro: kein Markenzwang und kein Neid, da jeder das Selbe trägt.

    Contra: fällt mir eigentlich nix ein.
     
    #2 12. Februar 2009
  3. Gast1975
    Gast1975 Guest
    Hola,
    viele derer, die Schuluniformen tragen bzw. die Eltern sagen, dass es das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl der Schüler sehr fördert. Das finde ich logisch. Ausserdem sparst Du Dir wirklich einen Teil der Diskussionen um die Frage, von welcher Marke ein Teil sein muss oder nicht...
     
    #3 12. Februar 2009
  4. lagrima
    lagrima New Member
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    Hab hier einen Bericht gefunden, dem ich eigentlich zustimmen kann... Habe damals auch meine Erfahrungen gesammelt, als ich in Villamartin war und "mein" Mädchen hatte um die ich mich gekümmer hab.

    http://apollo.zeit.de/ssfdz/schule4.html
     
    #4 12. Februar 2009
  5. Gast1716
    Gast1716 Guest
    Danke für eure Beiträge.

    Ich stelle fest, dass es außer dem Gleichheitsprinzip und der "Corporate Identity" scheinbar keine weiteren Positiv - Aspekte gibt. Was das Mädchens aus/in Lagrinmas Link ausführt, kann ich auch nachvollziehen, es bezieht sich allerdings auf Deutschland. Hier in Vejer sieht die Sache etwas anders aus, finde ich.

    Warum ich mich gegen eine Uniform entscheiden werde:

    - Hier tragen alle Kinder in der Grundschule sowieso die gleichen Kleider. Schlupfhosen und Pullis. Der Markengedanke spielt dabei noch keine Rolle und es gibt hier einfach nur bestimmte Kleidung. Nach Sevilla oder Malaga fährt mit Sicherheit keiner zum Einkaufen. Außerdem tragen die Kinder nachmittags wieder individuelle Sachen und damit würden doch wieder Unterschiede deutlich.

    - Die Uniformen (ich kenne nur die der einen Schule die Uniform trägt) finde ich für die Witterung unpassend. Im Sommer ist es zu heiß mit Bluse, Faltenrock und Kniestrümpfen und im Winter viel zu kalt mit Faltenrock, Pulli und Strumpfhose. Hier gibt es keine Heizung in der Schule und um fünf Stunden in der Kälte auszuhalten müssen die Kinder wärmer angezogen sein.

    - Die Kosten: Für meine beiden müssten wir locker 400 €/Jahr zusätzlich ausgeben, denn die Kinder brauchen ja mehr als nur einen Rock. Insgesamt käme da zusammen: 4 Röcke, 10 paar Kniestrümpfe, 6 Blusen, 4 Pullis, 4 Jacken (dicke und dünne), 10 Strumpfhosen, 2 Paar Schuhe und 4 Trainingsanzüge. Das ist schon allerhand.

    Tja, das sind so meine Überlegungen. Ich werde euch informieren, wie die Wahl ausgegangen ist.

    Gruß
    MARY
     
    #5 13. Februar 2009
  6. mecmar
    mecmar New Member
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    Meine Kinder sind ja aus dem Schulalter schon lange raus, aber die Uniformfrage gab es damals auch schon.

    Meine beiden Jungs haben nie Uniformen tragen müssen, weil sie immer auf öffentliche Schulen gegangen sind.
    Andere Schulen waren für uns nicht bezahlbar.

    Aber wenn ich das Geld gehabt hätte, hätte ich eine Schule genommen, die keine Uniformpflicht hat.
    Ich glaube, dass dieses Argument "Gleichheitsprinzip" ein ziemlich vordergründiges Argument ist.

    Es darf einfach nicht sein, dass ein Kind in Markenklamotten besser (oder schlechter?) behandelt
    wird als ein Kind ohne Markenklamotten, dass ein lehrer sich von sowas beeinflussen läßt. Als Eltern
    muss man einfach davon ausgehen können, dass die Kinder in der Schule gerecht behandelt werden
    und die Erziehung und Bildung bekommen, die ihnen zusteht, egal welche Kleidung sie tragen. Die
    Kleidung darf einfach kein Kriterium für die Bewertung sein, da andere Sachen zählen.

    Wenn die Kinder aus der Schule kommen, gibt es ja auch keine Uniformen mehr, außer sie gehen zum
    Militär. Die Menschen sind nun mal unterschiedlich, außerhalb der Schule gibt es im Prinzip kein
    kollektives Aussehen mehr.


    Hier in Pamplona, wenn man Kinder in Uniformen irgendwo außerhalb der Schule sieht, weiß man gleich, aus
    welcher Schule sie kommen.
    Das ist doch auch eine Art von Diskrimminierung, oder?



    Und was mir auch nicht an den Uniformen gefällt: Ich finde sie häßlich. Bisher habe ich noch keine gesehen,
    wo ich gesagt hätte: Das sieht schick aus. Und dass Mädchen immer Röcke tragen müssen, halte ich auch für
    untragbar.



    Gruß
    mecmar
     
    #6 13. Februar 2009
  7. Sidona
    Sidona New Member
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    Mecmar - es geht nicht um die Lehrer, sondern um die Kinder unter sich - es gab Zeiten, so vor 10-20 Jahren, da wurden Kinder von anderen gemobbt weil sie z.B. KEINE Adidas-Sportanzüge oder Diesel-Jeans trugen. Bei meiner Tochter sehe ich allerdings dass diese Zeit wohl vorbei ist und man auch diesbezüglich individueller gekleidet ist.

    Aber was Mary schreibt kenne ich auch von Medina - in unseren Orten gibt es sowieso kein Geschäft wo man (originale) Nobelmarken erstehen kann...
     
    #7 13. Februar 2009
  8. Gast1805
    Gast1805 Guest
    Von mir kommt ein ganz eindeutiges PRO!

    Man sollte auf keinen Fall das Zusammengehörigkeitsgefühl unterschätzen. Es ist ohne Frage weit ausgeprägter als in Schulen ohne Uniform. Klickenbildung ist weniger gefragt als das Gemeinschaftsfeeling.

    Hinzu kommt die Autodisziplin die durch das Tragen die jeweiligen Schüler in gewissem Masse beeinflusst. Ähnlich wie beim Militär oder anderen uniformierten Berufen (dazu gehören z. B. auch Kellner, Stewardessen etc...) wird suggeriert, du bist jetzt Schüler und trägst somit eine gewisse Verantwortung. In vielen Schulen, vor allem in Großstädten, wo es durchaus schwierig bis unmöglich ist, aufgenommen zu werden, kann sogar ein gewisses Ehrgefühl entstehen. Schüler sollten überhaupt viel früher mit Verantwortung und Verpflichtung konfontiert werden (ohne jedoch ihre Kinder- und Jugendzeit zu beschneiden!).

    Neid- und Eitelkeitsfaktoren werden weitgehend ausgeschaltet, und reflektieren sich wenn überhaupt nur außerhalb der Schule in Form von Erkennungsmerkmalen: Schau mal, der besucht jene Schule, oder aber auch, der kommt von dem "Elite"-Institut oder, der gehört zu Opus Dei.

    Also, Mary, Deine Aufzählung von dem Kleidungsortiment finde ich ein wenig exagerado. Ein Beispiel: Wozu bitte vier Trainingsanzüge, wo es doch wöchentlich nur ein bis zwei Mal Sport gibt?

    Meine Kinder und ihre Freunde tragen übrigens ihre Uniformen den ganzen Tag. Außer ab Freitagmittag, schließlich beginnt dort ja das Wochenende.

    Man sollte auch fairerweise festhalten, dass nicht jede Schuluniform gleich ist. Die einen leisten sich die hochwertigen aber auch teuren Uniformen aus dem El Corte Ingles oder ähnlichen Geschäften, andere greifen auf günstigere Varianten a la "Carrefour", "Eroski" zurück. Hinzu kommt die Tatsache, dass die meisten Schulen den Eltern es überlassen, bei allen Kleidungsstücken ohne Schriftzüge und Wappen, nach günstigen Alternativen zu suchen.

    Etwas zur finanziellen Logik: Wenn nun Schüler, vor allem Mädchen in ein gewisses Alter kommen, spielt die Kleidung nun mal eine übergeordnete Rolle. Da wird dann täglich gewechselt. Nicht nur dass der Pflegeaufwand um ein vielfaches höher ist sondern auch das Investionsvolumen liegt nicht gerade niedrig. Und gerade bei besseren, sprich hochwertigeren Klamotten ist die Schuluniform einfach die bessere Alternative.

    Was das Tragen bei Hitze angeht, nun in den Sommermonaten hat es normalerweise ja keinen Schulunterricht, und bis Mitte Juni lässt sich die Kleidung gut tragen.

    Da kann ich Sidona nur zustimmen! Denn darum geht es auch garnicht. Es geht einzig allein um das Verständnis und das Verhalten der Schüler untereinander. Bedenke, Lehrer sind ja nicht uniformiert.

    Ich hatte es oben schon angedeutet. Es gibt natürlich viel mehr uniformierte Berufe: Kellner, Schaffner, Piloten und Stewardessen, Verkäaufer, Sportler, Priester, Polizisten, etc... Aber nicht nur typisch Uniformierte. Es gibt in zahlreichen Situationen Etikettevorschriften, die einem uniformierten Auftreten gleichkommen: Abendgadrobe, Anzugspflicht, Repräsentanten, etc...
     
    #8 13. Februar 2009
  9. Gast1716
    Gast1716 Guest
    Ja, definitiv. Drum habe ich ja auch geschrieben dass es um Grundschüler geht. Ab Klasse 6 ist das bestimmt ein ganz anderes Thema.

    Und was ist mit der Kälte? Die Kinder tragen seit November: Unterwäsche, T-Shirt, Strumpfhose, Rolli, Sweatshirt, Jeans, Stiefel und dicke Jacken. Wenn ich die uniformierten Kinder hier auf den Straßen sehe, wird mir selbst ganz klamm.

    Es geht um Zwillinge. Derzeit haben sie 2 x wöchentlich Sport und ich benötige mindestens 2 Sportgarnituren pro Kind. Besonders im Winter, wo die Wäsche oft nicht trocknet, muss eine Ersatzgarnitur da sein.

    Aber um es nochmals klar auszudrücken: es geht um die Grundschule. Gegen Uniformen bei älteren Kindern habe ich gar nichts einzuwenden.

    Heute wurde das Thema in der Klasse besprochen. Der Lehrer sagte, wenn sich die Mehrzahl der Eltern dafür entscheidet, muss Uniform getragen werden. Eine Freundin der Kinder kündigte bereits an, dass sie die Schule dann umgehend verlassen würde. Meine beiden sind allerdings überhaupt nicht abgeneigt, Uniform zu tragen.

    Warte wirs mal ab.

    MARY
     
    #9 13. Februar 2009
  10. Sidona
    Sidona New Member
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    sei ihr natürlich unbenommen - aber soviel zum Thema demokratische Abstimmung...
     
    #10 13. Februar 2009
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