Klima und Arbeit und was sonst noch irgendwie dazugehört

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Gast2365, 22. Mai 2007.

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  1. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Klima und Arbeit und was sonst noch irgendwie dazugehört
    [mod]Ich habe mir erlaubt, diese Beiträge aus dem Thread zum Quijote herauszulösen, was allerdings nicht 100%ig möglich ist, da einige Beiträge auf zu viele Themen gleichzeitig eingehen. Ich habe mir aber bemüht. Wem also der eine oder andere logische Anschluss fehlt, der möge es dem verantwortlichen Mod [mir!] nachsehen. Ibn Khaldun P.S.: @Tina: Die tags funzen irgendwie nicht...[/mod]

    In Spanien hat man mehr Zeit, da fließen die Uhren (siehe Dali) - vermutlich ein Erbe der Mauren :D ... und wo diese nur kurze Zeit waren, oder wie in Navarro überhaupt nicht, da wird fast so gearbeitet wie in Mitteleuropa - was die Katalanen nicht beliebter macht, zumindest dann nicht, wenn sie dem Süden nichts vom Ergebnis ihrer Mühe abgeben wollen ... :)

    PS: Aber soo schlimm wie in D. ist's natürlich nirgendwo in Espana ... :D
     
    #1 22. Mai 2007
  2. Sidona
    Sidona New Member
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    also das mit dem Arbeiten ist auch eine klimatologische Sache - im Winter legt mancher Andalusier ein Tempo vor, da kommt man kaum mit. So wurde bei mir z.B. eben das Haus gestrichen, der gute Mann begann pünktlich morgens um 7 und arbeitete bis 19 Uhr mit zwei Stunden Mittagspause... :roll:

    Und noch eine Bemerkung zu deinem Nachtrag über Deutschland - da kennst du die Schweiz nicht...
     
    #2 22. Mai 2007
  3. Gast2365
    Gast2365 Guest
    sidona: "also das mit dem Arbeiten ist auch eine klimatologische Sache - im Winter legt mancher Andalusier ein Tempo vor, da kommt man kaum mit. So wurde bei mir z.B. eben das Haus gestrichen, der gute Mann begann pünktlich morgens um 7 und arbeitete bis 19 Uhr mit zwei Stunden Mittagspause...

    aficion: :D Er wollte schnell fertig werden? :D Hab' mal aus einer casa vieja eine casa antiqua gemacht: Wertsteigerung mehr als 1000%, gemessem am mit Daumenabdruck besiegelten Anfangspreis - plus Erwähnung im Fremdenführer. In der Nähe von Ronda, für einen Hamburger Geschäftsmann. Natürlich nicht alleine - beim neuen Dachstuhl und Fließenlegen halfen mir einige Hijos de Andalucia :D ... mein Spezialgebiet ist jedoch das Anlegen von Naturgärten, gerne mit endemischen Pflanzen - und Heil- und Küchen-Kräuter sind nirgends so potent wie in Andalucia, auch Lorbeerbäume, natürlich Lavendel für die Wäscheschränke. Vieles wächst ja wild ... nur einmal hatte ich Probleme mit den Ziegen des Nachbarn; das seltene Grün in heißen Sommern zieht sie an, da kletterten die sogar von oben her übers Dach des am Hang gelegenen Hauses - naja, seine Familie lebte dort seit Generationen, und dann kommt ein Rubio daher, der eine Oase kreieren will. Da muss man sich eben arrangieren - und er schenkte mir dann ein Fässchen Fino ... :D ein Schatten spendendes Weindach ist dort nicht schlecht: Im Sommer sind die Blätter dicht gewachsen, im Herbst fallen sie und geben der Sonne Raum ...

    Sidona: "Und noch eine Bemerkung zu deinem Nachtrag über Deutschland - da kennst du die Schweiz nicht...

    aficion: Sind die noch schlimmer? :)

    PS: Du weißt ja sicher, dass es lokales, Provincial-, nationales und EU-Recht gibt. Und wer mit den Andalusiern gut kann und mindestens bemüht ist, deren singenden Dialekt zu sprechen, der hat gute Karten, wird auch ohne Makler ganz korrekt behandelt, sogar mit Familienanschluss ... :D

    Que sueno ... saludos - aficion :P
     
    #3 22. Mai 2007
  4. Sidona
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    naja - mit Ach und Krach haben sie es von 44Stunden-Woche auf 40 gebracht und von sechs Wochen Urlaub träumt auch so mancher...
     
    #4 22. Mai 2007
  5. Santioga
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    Hallo aficion,

    also soo schlimm ist es in D eigentlich nicht. Das gilt zumindest für den Großraum Hamburg :P .

    Wer aber den Brutkessel Stuttgart und die so weltoffenen Schwaben :twisted: täglich ertragen muss, empfindet Spanien als "Die Offenbarung"!

    Die fließenden Uhren von dem großartigen Künstler S. Dali haben mit den Mauren wenig zu tun. Eher wohl mit der Einnahme einer chemischen Substanz. :?: Und die handwerkliche Umsetzung dieser Erfahrung ist bei Dali genial!

    Deine Aussagen zu den altersspezifischen Betrachtungsweisen zu Don Quixote und auch anderen Klassikern sind richtig.

    Santioga
     
    #5 22. Mai 2007
  6. Gast2365
    Gast2365 Guest
    @Santioga

    Santioga: "Hallo aficion, also soo schlimm ist es in D eigentlich nicht. Das gilt zumindest für den Großraum Hamburg. Wer aber den Brutkessel Stuttgart und die so 'weltoffenen Schwaben' ...

    aficion: :D Diese musste schon Hermann Hesse ertragen ... :D

    Santioga: "... täglich ertragen muss, empfindet Spanien als "Die Offenbarung"!

    aficion: Du sagst es ... :)

    Santioga: "Die fließenden Uhren von dem großartigen Künstler S. Dali haben mit den Mauren wenig zu tun ...

    aficion: Auch nicht mit "orientalisch, maurischem" Zeitempfinden? :? Ich bin sehr oft in Marokko gewesen, manchmal mehr als die erlaubten drei Monate am Stück, im Süden, natürlich auch im Norden ... und war froh, dass ich deren auf mich abgefärbtes Verhältnis zu Zeit und Raum nicht mit nach D. nehmen musste, in Andalusien bleiben durfte ... :D

    Santioga: "... eher wohl mit der Einnahme einer chemischen Substanz. Und die handwerkliche Umsetzung dieser Erfahrung ist bei Dali genial!

    aficion: Das weiß man auch von Picasso ... :D

    Santioga: "Deine Aussagen zu den altersspezifischen Betrachtungsweisen zu Don Quixote und auch anderen Klassikern sind richtig. Santioga

    aficion: Es fließt so aus mir heraus, bin da nur Medium ... 8)


    Saludos - aficion :)
     
    #6 23. Mai 2007
  7. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Re: Dali

    Das machen die bösen Katalanen ja erst seit ca. drei Jahrzehnten. Erstaunlich, wie es Millionen Andalusier hier (in Katalonien) überhaupt aushalten!?
    Ich war erst wieder eine Woche in Deutschland und kapiere beim besten Willen nicht, was da schlimm sein soll.
    Gruß
    Stefan
     
    #7 23. Mai 2007
  8. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Soo schlimm ...

    aficion hat Folgendes geschrieben: "... und wo diese (Mauren) nur kurze Zeit waren, oder wie in Navarro überhaupt nicht, da wird fast so gearbeitet wie in Mitteleuropa - was die Katalanen nicht beliebter macht, zumindest dann nicht, wenn sie dem Süden nichts vom Ergebnis ihrer Mühe abgeben wollen ...

    Stefan: "Das machen die 'bösen' Katalanen ja erst seit ca. drei Jahrzehnten. Erstaunlich, wie es Millionen Andalusier hier (in Katalonien) überhaupt aushalten!?

    aficion: Die meisten Andalusier sind leidensfähig, vom Materiellen her nicht gerade verwöhnt. Die Arbeitslosigkeit (was nicht per se bedingt, dass darum ihre Lebenskultur gering sein muss) ist im Süden sehr hoch - jedenfalls war das so, als ich dort lebte, von Anfang der 80er Jahre bis in die Neunziger hinein :) - und für sie ist das ähnlich wie für Süditaliener der ihrige Norden, wo die Tüchtigen arbeiten und leben ...

    aficion hat Folgendes geschrieben: "Aber soo schlimm wie in D. ist's natürlich nirgendwo in Espana ...

    aficion einen Tag später :D : Selbstverständlich war meine Aussage etwas überpointiert, das ist so meine Art :) - doch auch so entstehen gute Gespräche ... 8)

    Stefan: "Ich war erst wieder eine Woche in Deutschland und kapiere beim besten Willen nicht, was da schlimm sein soll ...

    aficion: Alles ist eine Frage der richtigen Dosierung :D - und wenn man es sich leisten kann, mal eben so einen Besuch in D. zu machen, dann braucht man sich eben auch nicht die volle Härte der Lebensrealität in D. reinzuziehen.
    Als ich '93 (vor meiner Zeit auf Lanzarote) nach mehr als zehn Jahren wieder nach D. kam, erlitt ich jedenfalls einen echten "Kulturschock", konnte kaum noch nachvollziehen, was den Leuten hier wichtig ist. :?

    Doch das ist wohl im Schwäbischen, wo die Grundmentalität schon immer von fast pietistisch, konfuzianisch, protestantischen Prinzipien geprägt war ("Schaffe muas ma, von nichts kommt nichts ... :D ) ohne Zweifel besonders speziell, in anderen Teilen unseres "väterlichen" Landes nicht so extrem, das weiß ich. 8) Ich mache jedoch das Beste mir Mögliche draus, habe da kaum Probleme - und arbeite ja ohnehin seit Langem nicht mehr "fremdbestimmt", bin "relativ freier" Autor. 8)
    Und wenn es mir mal weniger gut geht, weil ich die Härte an meinen Träumen messe, dann mache oder höre ich Musik: Flamenco, Philip Glass, Bob Dylan, manchmal gute Klassik, ... - und da relativiert sich vieles wieder ... :D

    Saludos - aficion 8)
     
    #8 23. Mai 2007
  9. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Re: Soo schlimm ...

    Ich bin auch schon mal nach ein paar Jahren in Spanien (Madrid) nach Deutschland zurückgekehrt. Da ich jedoch weder damals noch heute den Kontakt zu Deutschland verlor, weder beruflich noch persönlich, brauchte ich keinerlei Eingewöhnungszeit. Das könnte allerdings auch daran liegen, daß Madrid relativ wenig mit den von Dir genannten Gebieten zu tun hat, in denen ich mich vielleicht sogar langweilen würde. Ich bin bis zu acht mal im Jahr in Deutschland, privat und beruflich und daher einigermaßen auf dem laufenden.
    Auch mir als Norddeutsch-Spanischem Mischling erschließt sich nicht so recht, was der gemeine Schwabe als sein Lebensglück ansieht. Das ist meine subjektive Sicht und keine Kritik.
    Kennst Du seine Filmmusik zu Koyaanisqatsi? Die Kombination aus "Film" und Musik ist genial, oder?
    Gruß
    Stefan
     
    #9 23. Mai 2007
  10. Sidona
    Sidona New Member
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    Re: Soo schlimm ...

    Manchmal bin ich das was man in der Schweiz ein Tüpflischiesser nennt, könnte man in auf deutsch mit Erbsenzähler übersetzen - aber es liegt halt manchmal in meiner Art, dass mir hin und wieder eine Aussage nicht gefällt - auch wenn sie der Schreiber vielleicht nicht so meint, es aber so rüber kommt. Auch so ergeben sich Gespräche, die im Internet so ihre Eigenheit haben. Folgendes:

    Daraus muss ich schliessen, dass die Menschne im Süden nicht tüchtig sind und dagegen verwehre ich mich gewaltig. Du selbst schreibst ja, dass die Arbeitslosigkeit hoch ist/war.. Warum? Ganz klar, fehlende Industrie. Industrie braucht Wasser und das ist natürlich in diesen heissen Gegenden Mangelware. Dazu kommen An-/Abfahrtswege - ich wäre ja doof eine Fabrik in die äusserste Ecke zu setzen wenn ich dann hohe Transportkosten hätte, da gehe ich lieber gleich ins Zentrum. Dann die Hitze - man ist nun mal nicht so leistungsfähig bei über 40 Grad und Klimaanlangen sind eine Neuerfindung. Dies durfte auch schon mancher Mitteleuropäer erfahren, der selbstgerecht denen im Süden effizientes arbeiten nach mitteleuropäischem Mass beibringen wollte - früher oder später (meist früher) landete er mit Herzinfarkt oder wenigstens Hitzschlag im Spital...
     
    #10 23. Mai 2007
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