Irak

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Sidona, 18. März 2003.

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  1. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Und das sagen die Zeitungen:

    Spanien will sich nicht an Angriff auf Irak beteiligen

    (AFP) Der spanische Regierungschef José María Aznar hat eine Beteiligung seines Landes an einem Angriff auf Irak ausgeschlossen. Spanien werde sich "nicht an Angriffen oder Missionen mit offensivem Charakter beteiligen", sagte Aznar am Dienstag vor dem Parlament in Madrid. Vielmehr wolle sich das Land auf humanitäre Hilfe beschränken. So solle ein zum schwimmenden Krankenhaus umgebautes Schiff entsandt werden, das von 120 Soldaten geschützt werden solle. Auch sollten Einheiten der Armee bereitgestellt werden, die sich aus Ingenieuren, Minenräumexperten sowie Spezialisten für nukleare, chemische und biologische Waffen zusammensetzen würden. Insgesamt werde Spanien rund 900 Mann entsenden, erklärte Aznar.
    ---------------------------------------------
    Und so macht Schroeder Frieden:
    - Patriotts
    - Chemiekampftruppe mit Spürpanzern
    - 1000 Soldaten für Steuerung/Überwachung von deutschen Spionagedrohnen
    - Überflugrechte
    - Militärische Hilfe auf den US Bases damit die B-52 auch in Ruhe mit Bomben beladen werden können
    - AWAC-Personal für laserguided bombs

    und das gibts gerade im Newsticker:
    Anzeige gegen Schröder wg. „Vorbereitung eines Angriffskriegs“
    Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und weitere Regierungsmitglieder sind wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Angriffskriegs bei der Bundesanwaltschaft angezeigt worden.
    Bei den Anzeigen soll es um die Gewährung von Überflugrechten für die Amerikaner und um die AWACS-Einsätze im Irak gehen.
    ---------------------------------------------------------------
    Alles klar?
    Der eine schreit Krieg und sendet ein Lazarettschiff,
    der andere schreit Frieden und schickt Bomben

    So sind die Politiker: die Hauptsache ist das es die Hauptsache bleibt
    Hauptsache ich bin im Fernsehen..............
     
    #11 19. März 2003
  2. dali
    dali New Member
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    Mir tun die vielen unschuldigen Menschen leid, die nun sterben müssen. Auch habe ich Angst vor den Fanatikern, die garantiert zuschlagen werden.

    Trotzdem trifft das posting von Mirabeau in vielen Punkten ziemlich genau in`s Schwarze!! Ich hörte mal einen Satz der sinngemäß so lautete: Wenn die Amis nicht ihre Militärmacht vor den Grenzen von Saddam aufgebaut hätten, hätte er die UN-Resolutionen beantwortet, in dem er ein Schild an der Grenze aufgestellt hätte: "BITTE NICHT STöREN"

    Natürlich ist Krieg das Eingeständnis seines eigenen politischen Versagens. Natürlich ist Krieg grausam. Natürlich muß das alles nicht sein.

    Aber hätte Hussein von Anfang an das getan, was die UN von ihm (zu Recht) verlangte, so würden wir hier nicht diskutieren müssen. Wenn die UN es zuläßt, daß ein Diktator immer wieder gegen Resolutionen verstößt, wird sich kein anderes Land mehr an zukünftige Resolutionen halten. Warum auch, es passiert eh nichts. Oder glaubt jemand wirklich, daß wir weniger Verbrechen haben, wenn wir die Strafen in unserem Strafgesetzbuch nicht durchsetzen?

    Ein trauriger Guggi

    :oops: :cry: :oops:

    Nachtrag (20.03.2003):
    Nicht viele Forenmitglieder sind auf den Beitrag von Mirabeau eingegangen sind und kaum jemand ist augenscheinlich seiner Meinung. Trotzdem sind meines Erachtens viele Argumente durchaus schlüssig.
    Nur eines ist absolut verwerflich: Wer auf die Einhaltung von Resolutionen pocht, der macht sich (nicht nur) unglaubwürdig, wenn er selbst auf die UN "pfeift" und einen Krieg beginnt.
     
    #12 19. März 2003
  3. Tina
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    Mir fallen bei Kriegen immer die naiven Gedanken ein die ich als Kind hatte. Ich fragte mich warum das so sein müsse das so viele unschuldige Menschen sterben müssen und fand es viel vernünftiger wenn sich die Oberhäupter eines Landes (für mich waren es damals noch Könige) doch einfach gegenseitig die Rübe einschlagen.

    Wenns doch wirklich so einfach wäre..........

    Tina
     
    #13 19. März 2003
  4. Sidona
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    Mein Mann meint, viele Kriege würden nicht stattfinden wenn sie noch so wären wie in früheren Zeiten oder z.B. bei den Indiandern, wo an der Spitze der Häuptling ins Feld zog...

    Sidona
     
    #14 19. März 2003
  5. Tina
    Tina New Member
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    Da hat dein Mann wohl recht denke ich. Die heutigen Häuptlinge sitzen sicher in einem Bunker und schicken andere los.

    Tina
     
    #15 19. März 2003
  6. Tina
    Tina New Member
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    Nun passiert das womit wir wohl alle schon gerechnet haben. Noch immer bin ich mir nicht sicher das dies der einzige Weg sein sollte.

    Soweit ich dazu komme verfolge ich den ganzen Tag die Geschehnisse. Mir tun all die unschuldigen Menschen leid die in diesen Krieg mit hinein gezogen werden. Angst macht mir das man nie weis was passiert wenn ein Krieg beginnt. Wieviele Länder und Menschen werden da womöglich mit hinein gezogen?

    Auch habe ich Sorge das einige Fanatiker zu schlimmsten Reaktion bereit sein könnten, ebenso bedenklich ist das eine Amerika-Feindlichkeit entstehen könnte. Im Moment kann ich es drehen wie ich will, alles erscheint mir sehr bedenklich. Natürlich bin ich der Meinung das im Irak was geschehen musste, für das Irakische Volk, aber..........

    Ich bin ratlos, traurig und bedrückt

    Tina
     
    #16 20. März 2003
  7. Gast2365
    Gast2365 Guest
    "Imagine there's no countries,
    It isn't hard to do,
    Nothing to kill or die for,
    No religion too,
    Imagine all the people
    living life in peace...

    You may say I'm a dreamer,
    but I'm not the only one,
    I hope some day you'll join us,
    And the world will live as one. "


    John Lenon
     
    #17 20. März 2003
  8. Mirabeau
    Mirabeau New Member
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    "Die Kraft, die stets das Gute will,jedoch das Böse sch

    Dieser Aspekt der Drohung, der Abschreckung, den Guggi durch das Beispiel von der innerstaatlichen Gesetzgebung gab, ist ein fundamentaler Bestandteil der europäischen, aber vor allem US-amerikanischen Außenpolitik. Er ist, wenn es sich auch im aller ersten Moment paradox anhört, ein Mittel der Friedenssicherung, der Vermeidung von Eskalation und Krieg im Frühstadium. Und das war zu Beginn der Irakkrise auch die erste Intention und Zielsetzung der USA, insbesondere aber auch Großbritanniens, durch massive Drohungen Saddam Hussein zum Einlenken zu bewegen und sich selbst durch wohl dosierte Zuspitzung der Lage einen Militärschlag zu ersparen. Torpediert wurde dieses Vorhaben durch Deutschland und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es - ausgelöst durch das strikte und unilaterale "Nein" Deutschlands - den Krieg noch viel wahrscheinlicher und näher gebracht hat, da es Saddam Hussein in seiner unnachgiebigen Haltung bestärkt hat und er - zu Recht - auf eine Spaltung der UNO hoffte.
    Besonders prekär und unangenehm wird die Sache, wenn man daran zurückdenkt, dass Deutschland zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht aufgefordert war, sich der endgültigen Entscheidung von Krieg und Frieden zu stellen, seine Haltung festzulegen, da von einer Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat noch keine Rede war. Stattdessen preschte Schröder in seiner mittlerweile berühmt-berüchtigen Wahlkampfveranstaltung in Goslar vor, versteifte sich auf das Kriegs-Nein, obwohl die Inspektionen gerade erst angelaufen waren und keinerlei außenpolitische Richtungsentscheidung vonnöten war - wie eben schon erwähnt -, nein, das genaue Gegenteil, nämlich die Drohkulisse mithilfe einer zu Krieg und Frieden bereiten UNO aufrechtzuerhalten, war das allererste Gebot der Stunde. Wenn man dies als "außenpolitischen Amoklauf" bezeichnet, drückt man sich noch sehr diplomatisch und gelinde aus.
    Schröders Pazifismus, manifestiert durch die besagte Rede, der aus meiner Sicht exorbitant geheuchelt ist..., ist für mich noch schlimmer als der aufrichtige Pazifismus, der sich durch die weltweiten Friedensdemos ausdrückt.
    Der Pazifismus trägt den entscheidenden Fehler schon von Geburt an in sich, er führt in der Praxis zu genauso verheerenden Auswirkungen wie Kriegstreiberei. Er verkennt die Wirklichkeit, indem er die Wahrnehmung und Furcht für selbst immense Gefahren ausschaltet und den Menschen dazu anhält, in Verharren zu verweilen, in Erwartung dessen, was kommen möge, egal was es sei.
    Macht sich ein Politiker, der eine Bedrohung für sein oder ein befreundetes Land herunterspielt, für den Frieden um jeden Preis wirbt mit dem Ergebnis, dass seine einseitige Handlungsweise vom Gegner genutzt wird, um dem Volk dieses Politikers mit einem Krieg zu schaden, es vielleicht sogar zu unterwerfen, sich nicht genauso schuldig, wie derjenige, der einen Krieg provoziert und in dieser Form Leid über sein Land bringt? In beiden Fällen werden die Versehrten und Toten nicht danach fragen durch welches politische Extreme sie ins Unglück gestürzt worden sind oder sie ihr Leben lassen mussten...
    Die Lehre ist immer wieder die selbe: Der Mittelweg ist der beste Weg.
     
    #18 20. März 2003
  9. Sidona
    Sidona New Member
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    Re: "Die Kraft, die stets das Gute will,jedoch das Böse

    Wer sowas behauptet hat weder Bush noch Saddam Hussein verstanden. Bush wollte da schon Krieg, solche politischen Winkelzüge sind ihm schlicht fremd. Wenn man seine Meinungen und Absichten über die Jahre verfolgt hat, schon als er noch Gouvernour war, wird einem dies schnell klar.

    Saddam Hussein hätte aber auch nie eingelenkt. Man hätte vesuchen können - und das wahrscheinlich mit Erfolg - langsam abzurüsten, wie es ja auch schon passiert ist. Aber ein direktes Einlenken wäre nie möglich gewesen, er hätte das Gesicht verloren. Und das weiss jeder, der sich schon mal mit der arabischen Kultur befasst hat.

    Was mich so deprimiert ist, dass man (Bush) sich einfach aufspielt als die Weltpolizei und eine UN einfach ausser Kraft setzt.

    Und wenn ein Freund eine andere Meinung vertritt muss man die akzeptieren, das ist nämlich Demokratie, alles andere ist Diktatur und Unterdrückung!

    Wenn man Schröder vorwirft, er hätte den Krieg beschleunigt durch seine Haltung, wäre dies das erstemal in der Geschichte der Menschheit, dass jemand einen Krieg beschleunigt oder gar auslöst durch seine Meinungen GEGEN den Krieg! Und tönt in meinen Augen eigentlich nur nach fauler Ausrede.

    Sidona
     
    #19 20. März 2003
  10. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Re: "Die Kraft, die stets das Gute will,jedoch das Böse

    Der Erfolg der Inspektoren und den Willen Saddams zur Abrüstung
    lässt sich recht einfach beantworten:

    http://de.news.yahoo.com/030321/71/3csjr.html
    Freitag 21. März 2003, 04:46 Uhr
    Irak bestätigt Abschuss von Raketen auf Kuwait

    Bagdad (Reuters) - Irak hat am Donnerstag bestätigt, dass es Raketen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait abgeschossen hat. Zuvor hatte die irakische Führung dies bestritten.

    In einer im staatlichen irakischen Fernsehen verbreiteten Stellungnahme teilte das Zentralkommando mit, seine Einheiten an der irakisch-kuwaitischen Grenze hätten die "Räuberhöhlen des Bösen, des Verrats und der Tyrannei" auf der anderen Seite der der Grenze auf dem Ali-el-Salem-Luftwaffenstützpunkt, dem Hafen Schuwaich bei Kuwait-Stadt und Camp Doha bombardiert. In Camp Doha haben die US-Truppen ihr Hauptquartier für die Invasion Iraks.

    Kuwaitische Behörden hatten zuvor mitgeteilt, Irak habe zwei Scud-Raketen auf den Golf-Staat abgefeuert, sie seien aber abgeschossen worden. Irak hatte bestritten, Scud-Raketen zu besitzen.
     
    #20 21. März 2003
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