Irak

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Sidona, 18. März 2003.

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  1. Sidona
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    Irak
    #1 18. März 2003
  2. Tina
    Tina New Member
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    Ist ja unglaublich. Bei sowas fehlen mir die Worte, aber die fehlen mir eh seit einigen Tagen wenn ich verfolge was Bush macht. Ich habe das dumpfe Gefühl das es besser wäre Bush zu bremsen, aber wer sollte das tun und wie.

    Tina
     
    #2 18. März 2003
  3. Gast2365
    Gast2365 Guest
    :shock: Es ist haaresträubend was man da alles liest.... Uli hatte mir seinerzeit www.spiegel.de empfohlen, um mich täglich besser informieren zu können (hier in Spanien muss ich sagen, ist die Presse total "unprofessionell").... Lt. Spiegel werden nun auch die deutschen Austauschschüler die sich in USA aufhalten regelrecht "gemobbt" !

    Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommen würde?

    Ein Trost, angeblich sollen 50% der Amerikaner Kriegsgegner sein und "nur "49% pro! ... :shock: :shock:
     
    #3 18. März 2003
  4. Tina
    Tina New Member
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    Man bekommt es zur Zeit mit der Angst zu tun. Ich möchte nicht daran denken was noch alles kommt...........

    Tina
     
    #4 18. März 2003
  5. Tina
    Tina New Member
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    "Wir werden den Krieg überall in der Welt austragen"

    Der irakische Präsident Saddam Hussein hat den USA gedroht, im Falle eines Angriffs die Konfrontation auf die gesamte Welt auszuweiten. "Wenn der Feind im großen Umfang den Krieg beginnt, sollte er sich bewusst sein, dass der Kampf mit uns überall in der Welt ausgetragen wird, wo Himmel, Erde oder Wasser sind", sagte er vor einer Gruppe irakischer Offiziere.

    Irak will "Märtyrer" in den Kampf schicken
    Der irakische Außenminister Nadschi Sabri sagte dem arabischen Fernsehsender El Arabija, Irak habe zehntausende "Märtyrer" ausgebildet, die die US-Soldaten im Falle einer Invasion bekämpfen würden. "Wir sind auf alle Arten des Krieges vorbereitet, auch auf Straßen- und Wüstenkämpfe", sagte er. Sabri fügte hinzu, die Behörden in Bagdad hätten in Erwartung eines Krieges Lebensmittelrationen an die Bevölkerung verteilt, die für mehr als fünf Monate ausreichten.

    Quelle
    http://t-news.t-online.de/zone/news/star/CP/cc-start.html

    Ganau diese Reaktion war doch zu erwarten.

    Tina
     
    #5 18. März 2003
  6. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Hallo,
    warum ist eigentlich diese spanische Kappe von Präsident so pro-Bush?
    Hat Bush ihm auch F18 Kampfflugzeuge wie den Polen versprochen?
    LG
    Klaus
     
    #6 18. März 2003
  7. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Ne, Klaus, ich habe irgendwo gelesen, dass der spanische Schnauzbart schon immer an Minderwertigkeitskomplexen litt in den Meetings in Brüssel, da Spanien ja nie sooo Ernst genommen wurde wie Frankreich oder D..... - Na, nun kennt ihn jedenfalls die ganze Welt ....

    Ausserdem habe ich irgendwo gelesen, dass Georg W Bush's Bruder in der Moncloa auf Besuch war und beteuerte dass Aznar's Haltung in der Zukunft für Spanien "ungeahnten" Reichtum bedeuten würde... Heute früh hörte ich sogar im spanischen Radio, dass sich schon irgendwelche spanische Firmen mit dem Wiederaufbaugeschäft im Irak befassen....

    Eines ist sicher, "El Partido Popular" (PP) wird die Haltung ihres Präsidenten sicher bei den nächsten Wahlen zu spüren bekommen, ist doch die Mehrheit der Bevölkerung hier gegen den Krieg
     
    #7 18. März 2003
  8. Gast2365
    Gast2365 Guest
    Ohne Worte. Das spanische Pro-Krieg versteht Keiner.
     
    #8 18. März 2003
  9. Mirabeau
    Mirabeau New Member
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    Deutschland und der Splitter in seinem Auge

    Also ich verstehe die öffentliche Meinung mancher Staaten nicht mehr. Es ist doch unverständlich, nahezu perfide, dass einem Diktator, der mehr als ein Dutzend UN-Resolutionen aufs Unverschämteste gebrochen hat, der zugeben musste, dass er der Weltgemeinschaft zum x-tenmale wichtige Informationen über seine Massenvernichtungswaffen vorenthalten hat (s. Meldung: "Wir haben da noch VX-Raketen im Wüstenboden vergraben gefunden."), und der sich durch den Mord an den Kurden in eine Reihe mit Josef Stalin und Pol Pot gesellt, mehr geglaubt wird als dem integeren US-Außenminister Powell.
    Um dieser Farce auch noch die Krone der Lächerlichkeit aufzusetzen, gehen die Menschen auf die Straße - manche treiben es auch noch so weit, dass sie in den Irak reisen, um sich dort freiwillig als menschliche Schutzschilde bereitzustellen (Dies ist kein Witz, es handelt sich um eine Gruppe von ein paar Dutzend...) - und demonstrieren für den Erhalt eines unmenschlichen Regimes, das jedes Jahr hunderten, ja tausenden Menschen das Leben nimmt.
    Ich weiß nicht, ob ihr euch einmal vor Augen geführt habt, unter welchem Leid und welcher Gewalt die Irakis leiden, während ihr Präsident einen Palast nach dem anderen bauen läßt und Waffentechnik bezahlen kann. Dies ist ein gnadenloses Unrechtsregime, Oppositionelle und Schiiten werden verfolgt, gefoltert und getötet, was die Welt aber ungerührt hinnimmt und sich stattdessen damit befasst und darüber rätselt, inwiefern Herr Bush persönliche Alkoholprobleme hat und diese nun wohl kompensieren würde. Es ist kein Wunder, dass die Irakis, die im Exil leben und sich somit frei äußern dürfen, vehement einen Militärschlag befürworten, in der Hoffnung dass ihr Land endlich einen Schlussstrich unter das Kapitel Saddan Hussein ziehen kann.

    Die weltpolitische Lage weist traurige Parallelen zur Zeit vor den Zweiten Weltkrieg auf: Auch damals gab es die Situation verkennende Politiker, die auf ihre Appeasement-Politik setzten und durch ihre falsche Hoffnungen, ihre träge Handlungsweise und massivste Fehleinschätzungen den Aufstieg eines Diktators deckten und einen Krieg im Frühstadium nicht zu verhindern wußten. Schröder, anders als Chamberlain, vertritt bzw. vertrat den pazifistischen Standpunkt um eine Wahl zu gewinnen, um die vergänglichen Früchte des Populismus zu ernten.
    Es ist die allerbitterste Ironie der Geschichte, dass das Volk, das vom puritanischen Leitgedanken 'Frieden und Freiheit für die Welt, Zivilisierung der Welt' am meisten profitiert hat, explizit gesagt die Befreiung Deutschlands durch die USA, dass ausgerechnet dieses Volk nicht ein wenig von dem zurückgeben will, was es - obwohl es dies am wenigsten verdient hätte - erhalten hat. Zynisch wird diese Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass ein Krieg gegen den Irak gerade das Volk schützt, das man damals gemeuchelt hat und dem man nun die Unterstützung versagt, um seinem Feinde Vorschub zu leisten. Sicherlich haben die USA in der Vergangenheit schlimme Fehler begangen, aber diese stehen weit hinter dem zurück, was Frankreich und Deutschland Land mometan tun. Mit einer der Gründe für die weltweite negative Resonanz auf die US-Außenpolitik ist die ungeschickte, undiplomatische und fast schon emotionale Rhetorik Bushs und Rumsfelds, jedoch sollte man sich eingestehen, dass, so mangelhaft die amerikanische Administration ihre Pläne auch vermittelt, sie dennoch zu einem gewichtigen Teil aus ehrenwerten Idealen und westlichen Werten heraus handelt. Den Krieg möchte niemand, aber er in unglücklichen Zeiten nimmt er eine essentielle Rolle ein, den Frieden zu sichern.

    "Die Konzentrationslager wurden auch nicht von der Demonstranten befreit, sondern von der Roten Armee." Paul Spiegel, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland

    "Schröders Politik ist nicht ein Fehler, sondern ein Verbrechen." Biermann, Schriftsteller
     
    #9 19. März 2003
  10. Sidona
    Sidona New Member
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    Man muss ganz klar sehen, dass man Saddam im Auge behalten muss und die Diktatur im Irak beenden muss.

    Aber ein Krieg ist eindeutig falsch und meiner Meinung nach eine Kapitulation der Politik. Irgendwie erinnert es mich an Eltern, die keine andere Erziehungsmethode finden, wie ihre Kinder zu schlagen.

    Die eigentliche Gefahr geht aber dahin, dass der Herr Bush mit - gelinde gesagt - grosser Vorsicht zu geniessen ist. Es ist einfach, einen Krieg anzuzetteln, wenn man noch nie einen Krieg im eigenen Land hatte. Und kein Mensch gibt Garantie, dass der Krieg auf Irakischem Gebiet bleibt, resp. dass Bush aufhört wenn er dann mal Irak hat. Ich jedenfalls bin sehr vorsichtig und traue einem Menschen nicht, der soviele Leute auf den elektrischen Stuhl schickte, vornehmlich Menschen nicht-weisser Rasse. Und wenn wir schon mal über Konzentrantionslager reden - bitte was ist Guantanamo anderes? Aber offensichtlich nimmt sich USA Dinge heraus, die sie genau anderen verbieten.

    Sicher weisst die weltpolitische Lage traurige Parallelen auf - damals wurde ein Diktator nicht gestoppt, heute wird ein anderer nicht gestoppt - und der sitzt nicht unbedingt im Irak - den könnte man nämlich im Griff behalten, aber der Andere ist wesentlich gefährlicher....

    Sidona
     
    #10 19. März 2003
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