Fiskus in Spanien

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zum Thema Spanien" wurde erstellt von Balu, 9. August 2011.

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  1. Oricos
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    Ich sag immer: IQ von vier, und bei fünf fängt Holz an, zu schwimmen...:p
     
    #31 11. August 2011
  2. Morayma
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    oder so ::daumen:
     
    #32 12. August 2011
  3. asesor
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    Hallo liebe Forumsmitglieder!

    Inhalt dieses Forumsbeitrages war eine Frage von BALU, wie eine Ferienvermietung in Spanien steuerlich zu behandeln ist. Darauf hat der Gute keine Antwort erhalten! Er kann sich fast ausschliesslich an den Beiträgen über Sinn und Unsinn spanischer Steuervordrucke, den Verwandtschaftsgrad von Mitarbeitern des Finanzamtes Orihuela mit denen des Finanzamtes Denia, ob die spanische Gesetzgebung Änderungen erlässt, die den Steuerberatungsbüros Einkommen sichert usw.. erfreuen. Ich verkneife mir jeden weiteren Kommentar in diese Richtung ...

    Also, es ist schon seit langen so, dass die Einnahmen aus der Vermietung von Immobilien auch von Nicht-Residenten erklärt und versteuert werden müsen. Bis 2010 erfolgte das in der Weise, dass die MIETEINNAHMEN - ohne Möglichkeit des Abzuges der mit diesen Einnahmen in Zusammenhang stehenden Kosten - besteuert wurden.

    Hintergrund dieser Besteuerungsform war es, dass der Nicht-Resident natürlich auch verpflichtet ist, die Überschüsse aus der Ferienvermietung in seinem Wohnsitzland zu erklären und zu versteuern. Dabei hat und hatte z.B. der deutsche Nicht-Resident die Möglichkeit, in seiner deutschen Steuererklärung die mit der Vermietung in Zusammenhang stehenden Kosten abzuziehen. Auf eine eventuell anfallende deutsche Einkommensteuer konnte selbstverständlich die spanische Steuer angerechnet werden, sodass es nicht zu einer Doppelbelastung mit Steuern in Deutschland und Spanien für die gleiche Art von Einkünften (also aus Vermietung) kommen sollte.

    Seit 2011 hat sich die spanische Gesetzeslage geändert: nunmehr sind bereits bei der in Spanien einzureichenden Steuererklärung (erfolgt mit dem vieldiskutierten Modelo 210) die mit der Vermietung in Zusammmenhang stehenden Kosten abzugsfähig. Also bspw. Schuldzinsen, Grundsteuer, Energiekosten, Pool- und Gartenpflege, Instandhaltung, Reparaturen, Abschreibungen .... (jeweils immer anteilig für den vermieteten Zeitraum oder vermieteter Fläche).

    Der Überschuss (und der ist deutlich geringer und in vielen Fällen wohl gegen Null tendierend) ist mit 24% zu versteuern.

    Es bleibt dabei: auch mit dieser Neuregelung sind die Vermietungseinkünfte im Wohnsitzstaat unter Anrechnung der in Spanien ggfs. gezahlten Steuer zu erklären!!!!

    Ich hoffe, das habe ich verständlich dargestellt und die ursprüngliche Frage in diesem Forum beantwortet.
     
    #33 30. August 2011
  4. Gast4179
    Gast4179 Guest
    ja, danke. ::daumen:
     
    #34 30. August 2011
  5. asesor
    asesor New Member
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    Habe ich vergesen: BALU, Du hast vollkommen Recht: der spanische Fiskus sucht und braucht EINNAHMEN. Daher gilt Vieles, was in der Vergangenheit möglich war oder nicht geprüft oder nachverfolgt wurde, nicht mehr!

    Das sich der Fokus der spanischen Finanzverwaltung bei der Prüfung von steuerlichen Sachverhalten dabei nur auf Ausländer und Nicht-Residenten richtet, ist blödsinnig.

    Aber es ist festzuhalten, dass gerade die Ausländer oder Nicht-Residenten meinen oder es so verstanden zu haben glaubten, dass in Spanien alles möglich sei und nicht kontrolliert würde.

    Das war ja auch so, aber die Zeiten snd vorbei! Die Finanzverwaltung hat dabei nicht etwa ihre Mitarbeiterzahl aufgestockt oder in die Fortbildung investiert; nein, es werden nun fast alle steuerrelevanten Daten im elektronischen Wege übermittelt, was der Finanzverwaltung eine riesige Datenmenge beschert. Über diese Daten nun einfach ein paar simple Prüfprogramme laufen lassen, die u.a. auch selbständig sog. requiermientros (Anforderungsschreiben) produzieren, und schon sitzt man in der Steuerfalle.

    Daher: es kommt weniger auf die Höhe der Beratungskosten an, sondern für ein angemessenes Honorar eine professionelle Beratung zu erhalten. Die Beiträge zu Deiner Ausgangsfrage haben bewiesen, dass hierin auch ein Problem liegen kann!
     
    #35 30. August 2011
  6. asesor
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    Tschuldigung: es heisst natürlich "requerimientos".
     
    #36 30. August 2011
  7. Oricos
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    Soso, @asesor, die Frage ist also nicht beantwortet worden?

    Du hast das viel ausführlicher beantwortet als ich, und Deine Mühe in allen Ehren, aber Dein Kommentar:

    ist meiner Meinung nach nicht angebracht.

    Wir wollen ja auch den Berufstätigen nicht die Arbeit wegnehmen, und wenn man die Steuererklärung für, wie Levantina sagt, für 50 Euro oder weniger bekommt, kann man doch zufrieden sein, wenn diese auch in Ordnung ist.

    Dennoch heisse ich Deine Ausführungen willkommen, da ich dies ja aus gegebenem Anlass nicht mehr tun werde.
     
    #37 30. August 2011
  8. Journalist
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    Hallo liebe Runde,

    bei uns ist es noch nicht soweit, aber wir stehen kurz vor dem Kauf einer kleinen, bescheidenen Hütte im bettelarmen andalusischen Hinterland. Weiß irgendwer, wie das mit den Steuern läuft. Wir leben sonst in Kanada, wo wir auch die Steuern zahlen, aber sind noch deutsche Staatsbürger. Kann der deutsche Fiskus irgendwann seine Krallen nach uns ausstrecken und uns wegen Ferienimmobilie oder weiß der Geier was belangen? Bin dankbar für jeden Tipp.
     
    #38 3. November 2011
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