Euro-Rettung - rettet Deutschland die anderen oder sich selbst?

Dieses Thema im Forum "Nachrichten und Aktuelles" wurde erstellt von insomnia, 10. März 2013.

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  1. insomnia
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    Euro-Rettung - rettet Deutschland die anderen oder sich selbst?
    Es ist ein Thema, bei welchem ich etwas unsicher bin, ob es hier in diesem Forum richtig aufgehoben ist, da es ein Thema ist, welches nicht allein mit Spanien zu tun hat.

    Ich versuche es trotzdem ...

    Die Euro-Krise, Geldströme, die Arbeitsplatz-Entwicklung usw. - all das sind Themen, welche ich schon seit recht langer Zeit aufmerksam verfolge und mir so meine Gedanken mache.

    Das spanische Wirtschaftssystem ist marode, aufgeblasen und korrupt, doch trifft dies nicht nur auf Spanien, sondern ebenso auf viele andere Länder und meiner Ansicht sogar auch auf Deutschland zu.

    Da verkauft die Politik der deutschen Bevölkerung die Nummer mit der Euro-Rettung und dass diese auch für Deutschland wichtig sei. Und einher werden nebenbei die Grenzen für die Rettung, s.g. rote Linien immer wieder neu gesetzt, so natürlich auch der finanzielle Umfang für die Euro-Rettung. Doch was mit dem Geld genau passiert, kann man nur erahnen. Es ist ein Thema, über welches sowohl die deutsche Politik und ebenso die Politik der betroffenen Ländern höchst ungern Auskunft gibt.
    Um so mehr musste ich schmunzeln, dass sich Reporter immer mehr an das Thema heran trauen, wie unter anderem eine jüngst ausgestrahlte Fernsehdokumentation auf Arte. Die Reaktionen auf deratige unangenehme Fragen sind, wie man schon vermuten kann, typisch ...
    "Das ist keine lebenswichtige Information!" so Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos
    "Wer die Begünstigten sind, ist irrelevant!" so Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble

    Derartige Antworten sollten einen nicht verwundern, denn was sollten man auch von einer Politik erwarten, welche es für notwendig erachtet, zwischen Regierungsgebäuden sich unterirdisch zu bewegen und somit auch eventuellen Auseinandersetzungen mit der Bevölkerung aus dem Weg gehen zu können...

    Doch zurück zum Thema ...

    Die Olympischen Spiele in Athen zeigten ein typisches Beispiel, wie umfangreich sich deutsche Konzerne, vornehmlich aus dem Finanz- und Bausektor im Ausland "beteiligen". So natürlich auch in anderen Ländern wie Spanien etc. Dass bei derartigen "Verflechtungen" diese dann in wirtschaftlichen Schieflagen der Länder entsprechend Federn lassen müssten, eine logische Konsequenz ... (eigentlich)
    Hier kommt dann häufig das von der Politik gerne genutzte Wort "systemrelevant" ins Spiel. Natürlich, denn schon weit vor der Kohl-Ära wurden die Weichen für ein wirtschaftliches Klassensystem gestellt, in welchem andere einfach einfach gleicher als andere behandelt wurden.;)
    Im Endeffekt stellt sich also die durchaus berechtigte Frage, wem genau nun die ganze Euro-Rettungs-Nummer nutzt - dem jeweiligen Land und seiner Bevölkerung oder unserem eigenen System resp. den Konzernen, die sich da wohl etwas "verspekuliert" haben?

    Das es auch anders geht, zeigt uns Island, denn hier wurden die Banken so behandelt, was sie auch tatsächlich sind nämlich Unternehmen. Und wenn Unternehmen Fehlentscheidungen treffen, dann können sie auch Gefahr laufen, pleite zu gehen. In diesem Land wurde im Gegensatz zu Deutschland der Bevölkerung geholfen und nicht den Banken. Seit 2009 verzeichnet das Land nun positive Wachstumsraten und die Wirtschaft entwickelt sich stabil.



    Ich verfasste den Artikel in diesem Forum aus dem Grund, weil gerade immer mal gerne auf Spanien geschimpft wurde, doch vermutlich selten Gedanken über Hintergründe gemacht wird.
     
    #1 10. März 2013
  2. Valenciafan
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    Hallo

    Hallo

    Ja du hast recht was dein Beitrag angeht.
     
    #2 10. März 2013
  3. Rollipolli
    Rollipolli Member
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    Hallo Insomnia,

    Dein Beitrag ist absolut wahr, aber was können wir tun ? Wir leiden hier unter der Krise und zudem sagen uns unsere spanischen Freunde noch, daß Deutschland ja an der Krise verdient. Das ist ja wirklich so.

    Ich finde, die EU hat kein Recht, unsere Gelder so zu verschenken, aber die Korruption reicht bis nach Brüssel. Solange wir uns nicht (gemeinsam) wehren, stecken die Politiker sich die Taschen voll.

    LG
     
    #3 10. März 2013
  4. Valenciafan
    Valenciafan Member
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    Hallo



    Hallo

    Das ist ein Hirngespist das wir an der Kriese verdienen in gegenteil, die Deutschen bekommen immer weniger weil ihn das Geld wegen der Kriese vom Start geklaut wird und das nicht zu Knap die spania sollten weniger Mitleid zeigen und nicht auf andere Länder schauen sie sollten an sich arbeiten an ihrer gelassenheit die gelassenheit kostet nur Geld komme ich Heute nicht komme ich morgen das ist nicht wirtschaftlich.

    Hasta luego Kaulis::daumen:
     
    #4 10. März 2013
  5. Bernd1968
    Bernd1968 Gesperrt
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    Hallo

    ist mir nicht klar was hier das Ziel ist:confused:
    Immerhin verlgerst Du Deine Firma von D nach ESP ist doch super.

    mfg
    ::daumen:
     
    #5 10. März 2013
  6. insomnia
    insomnia Member
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    ....

    @Rollipolli ... was wir tun können? Das frage ich mich auch schon seit längerem. Ich will zwar nicht zu irgendwelchen Handlungen anstiften, doch auf der anderen Seite ist meine Frage, ob dies überhaupt noch auf demokratischen Weg veränderbar ist, sicher nicht ganz unberechtigt.


    @Valenciafan ... nicht die Deutschen (also die Bevölkerung), sondern der deutsche Staat und ebenso die Konzerne im Finanzbereich verdienen.
    Der kleine Mann bleibt dabei auf der Strecke bzw. darf den ganzen Spaß bezahlen.


    @Bernd ... es ist nicht MEINE, sondern vielmehr die Firma meines Partners und mir ;)

    Der Grund steht eigentlich im letzten Bereich meines Beitrages.

    Auch wenn ich und mein Partner ganz zufrieden mit unserer Selbständigkeit sind, heißt dies ja nicht gleichbedeutend, dass einem alles andere egal ist.
    Es gibt halt zunehmend Dinge, welche ärgern, stören und teilweise auch beunruhigen und ich mich über diese auch ganz gerne mal austausche.
     
    #6 10. März 2013
  7. Desco Negut
    Desco Negut Active Member
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    Um die im Eröffnungsbeitrag gestellte Frage mal direkt zu beantworten:

    Deutschland versucht sich selbst zu retten, indem es versucht, die anderen zu retten. Es ist doch völlig klar, daß Deutschland ein vitales Interesse an einem Fortbestand des Euros hat.

    Was die Bankenhilfen angeht und das Beispiel Islands, wo man die Banken einfach pleite gehen ließ, da möchte ich auf die heutige Zeitungsmeldung verweisen, nach der die spanische Regierung plant, die von der Pleite bedrohten privaten Autobahngesellschaften durch eine Arte Schuldenübernahme von staatlicher Seite vor der Pletite zu bewahren. Warum läßt man die nicht einfach pleite gehen? Liegt es vielleicht daran, daß von den bedrohten Gesellschaften bis auf wenige Ausnahmen alle in Madrid ansässig sind?
     
    #7 11. März 2013
  8. Condor
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    Also, wenn Banken gerettet werden müssen damit ne alte Oma nich ihre ganzen Ersparnisse verliert, dann kann man das verstehen. Dann können Katastrophen ausbrechen.
    Aber private Autobahnen vor der Pleite retten? Gehts, noch? Die Besitzer haben doch da ihr Geld angelegt, weil sie die dicke Kohle machen wollten. Und wenns nich klappt Pech gehabt. :mad:
    Und die Schulden hat dann der Staat am Hals. Und am Ende zahlen wieder wir!!!!! :mad:
     
    #8 11. März 2013
  9. Desco Negut
    Desco Negut Active Member
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    Genau so ist es. zum unternehmerischen Risiko gehört eben auch das Risiko, pleite zu gehen. Warum soll der Staat (also wir) den Karren aus dem Dreck ziehen? Que se van a la mierda!
     
    #9 11. März 2013
  10. roham
    roham Member
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    Nun, in D müssen die Stromkunden die Risiken der Ofshore Windparks finanzieren. .....
     
    #10 11. März 2013
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