US-Neufahzeug von Deutschland nach Gran Canaria

Dieses Thema im Forum "Kanaren und Balearen" wurde erstellt von HariboDealer, 9. Februar 2011.

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  1. HariboDealer
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    US-Neufahzeug von Deutschland nach Gran Canaria
    Hallo Leute,

    ich spiele mit dem Gedanken, mir den neuen Jeep Grand Cherokee 5,7 Overland zu holen.
    Das EU-Modell kostet in Deutschland beim Jeep-Händler ca. 64000 € lt. Liste.

    Das (fast) gleiche US-Modell vom Importeur kostet in Deutschland mit deutschen Papieren (also bereits umgerüstet) aber nur 52000 €.

    Da es für US-Fahrzeuge aber keine COC-Dokumente gibt, wird in Spanien wohl eine Homologation anstehen.
    Oder braucht es das nicht, da das Fahrzeug ja bereits für den deutschen Markt nach EU-Vorschriften umgerüstet ist??

    Da ich in Deutschland ja keine MwSt. zahlen brauche, wenn ich einen Neuwagen für den Export kaufe, spare ich die 19%.
    Auf GC werden dann ja nur 5% MwSt. fällig oder??
    Die 12% Anmeldesteuer muss ich ja so oder so zahlen - egal wo ich das Auto kaufe.
    Aber die eingesparten 14% MwSt gleichen das ja wieder aus...

    Nun stellt sich aber nach wie vor die Frage, was dieses Fahrzeug auf GC kostet??
    Ich habe zwar mehrere Adressen und Telefonnummern von Jeep-Händlern auf GC gefunden, aber leider keine Internet-Adressen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Händler dort keine Homepages haben.

    Dort anrufen lohnt sich für mich nicht, da ich (noch) kein Spanisch spreche.

    Übrigens: Ohne deutsche Papiere kostet das Fahrzeug dann nur noch 39900 € für den EU-Export.
    Ob das nicht eine echte Alternative wäre??
     
    #1 9. Februar 2011
  2. Oricos
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    Kurz und knapp: Homologación individual bei z.B. INTA (ca 1000 bis 1500 Euro), denn der zu erstellende deutsche Brief enthält keine "e" Nummer.

    Ohne deutschen Brief ist es eher noch schwieriger.

    Das Fz zahlt nicht 12% Zulassungssteuer, denn diese gibt es nicht mehr.

    Die nweue Steuer heisst IEDMT (Impuesto Económico sobre Determinados Medios de Transporte) und variiert je nachdem, wieviel CO2 das Fz ausstösst.

    Da kein COC vorliegen wird, trägt ITV auch keinen Co2 Ausstoss in die Ficha Técnica ein und deshalb musst Du 14,75% Steuern zahlen.

    Ich würde mich mit dem zusträndigen TÜV Las Palmas oder dem Ort, wo Du es machen willst, in Verbindung setzen und fragen, wann INTA zu ihnen kommt, um die Einzelabnahme zu machen.

    Die machen Touren durch ganz Spanien und ich glaube, dass sie auch auf die Kanaren kommen.

    Sollte das nicht so sein, kann man auf dem Weg hier herunter z.B. bei IDIADA in Tarragona vorfahren und die Einzelabnahmne dort vor Ort machen.

    Die sind aber ekliger als INTA, die sitzen in Madrid.

    Ich habe jahrelang GoldWings aus den USA eingeführt (ca 100- 150 Stück) und ausserdem mache ich hin und wieder immer noch Abnahmen von Autos, also weiss ich, wovon ich rede.
     
    #2 9. Februar 2011
  3. HariboDealer
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    Aber reicht es nicht, wenn das Fahrzeug einmal in der EU zugelassen war?
    Dann kann ich es doch auch in jedem anderen EU-Land zulassen, oder??

    Die 14,75% sind aber nur einmalig zu zahlen, oder?? Und wenn die das einfach lt. Liste berechnen, wissen die denn, dass das US-Modell wesentlich günstiger ist als das EU-Modell?? Ich will ja nicht 14,75% von 64000 € bezahlen, wenn ich nur 39900 € bezahlt habe für die Karre.

    Und ich gehe davon aus, dass die jährliche Steuer trotz des hohen CO²-Ausstoßes wesentlich geringer ist als in Deutschland.

    Und wegen der fehlenden COC soll man ja beim TÜV Rheinland Iberia in Las Palmas besser aufgehoben sein als beim ITV, habe ich mir sagen lassen....

    Nun weiß ich aber leider noch immer nicht, ob es nicht besser und billiger ist, sich den Neuwagen gleich dort unten zu kaufen.
    Anmeldetechnisch ist es auf jeden Fall einfacher - das macht ja dann der Händler.
     
    #3 9. Februar 2011
  4. Oricos
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    Also, ob das Auto dort unten billiger ist als in Timbuktu, Detroit oder Tokio, kann ich Dir nicht sagen. Das ganze Leben können wir Dir nicht abnehmen.

    TÜV Rheinland Iberia ist NICHT berechtigt, eine Homologación durchzuführen. Das machen in Spanien NUR INTA und IDIADA / APPLUS.

    Die jeweilige ITV stellt nur die Einrichtungen zur Abnahme zur Verfügung, die durch einen Prüfingenieur dieser Firmen genutzt werden.

    Die 14.75% werden auf den Rechnungsbetrag fällig, wenn das Fahrzeug nicht in der "Preisliste" des Finanzministeriums enthalten ist, ansonsten wird der da enthaltenen Wert genommen.

    Wenn das Fahrzeug nicht nur mit einem Blanco-Brief versehen ist, sondern in Deutschland bereits einmal zugelassen war/ist, denn kannst Du mit folgendem Trick das alles umgehen:

    Du wirst Resident in GC (wenn Du es nicht schon bist, dann geht's nicht) und führst dann das Fz als "Umzugsgut" innerhalb der nächsten dreissig Tage nach Spanien ein. Dann wird es nämlich irrsinnigerweise auch ohne Homologación hier zugelassen.

    Dann zahlst Du nur die Erstellung der "Ficha Reducida" bei einem Ingenieur (falls kein COC vorhanden) mit ca 130 bis 150 Euro, und die Abnahme bei ITV mit ca 100 Euro. Zulassung nochmal ca 100 Euro bei Tráfico, 25 Euro die Nummernschilder und die Jahressteuer, die je nach Ort verschieden ist, aber in diesem Fall bei ca 200 Euro liegen müsste.

    Ich zahle ca 180 Euro für einen ML 400, ca 150 Euro für einen Ford Tourneo Connect und unser Wohnmobil auf Ducato würde ca 50 Euro kosten, da es als "Camioneta" gilt.

    Das Anmelden macht nicht der Händler, sondern die "Gestoría" und da kannst Du mit Deinen Papieren auch hingehen.
    Oft zahlst Du dann weniger, als der Händler dafür nimmt.
    Nur geben die Händler sehr ungerne die Blanco-Papiere heraus, da man damit (ich werde nicht sagen, wie) recht unsaubere Dinge machen kann.
     
    #4 10. Februar 2011
  5. HariboDealer
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    1000 Dank für deine ausführliche Antwort!!

    Das Fahrzeug als Umzugsgut zu deklarieren funktioniert aber ja nur mit Gebrauchtwagen, welche älter als 6 Monate sind und mehr als 6000 Km runter haben. Außerdem muss das Fahrzeug ja mindestens die letzten 6 Monate auf mich zugelassen gewesen sein in Deutschland.
    Bei einem Neuwagenkauf (ohne MwSt. wegen Ausfuhr) fällt diese Möglichkeit also leider aus.

    Das Fahrzeug war zwar bisher noch nicht zugelassen, hat aber einen deutschen Fahrzeugbrief.
    Dieser wird zwar von der Zulassungsstelle entwertet, wenn ich mir ein Ausfuhrkennzeichen hole, sollte aber dennoch ausreichen in Spanien. Denn an den Daten zum Fahrzeug ändert sich dadurch ja nichts.

    Dass ich mir bei der Einwanderung Hilfe hole, ist klar.
    Die Deutschen haben die Bürokratie erfunden - aber die Spanier haben sie perfektioniert.
    Die Rennerei erspare ich mir lieber - schon alleine aufgrund der mangelnden Sprachkenntnisse.
    Da kommt es auf die paar Euro auch nicht mehr an.

    Aber erstmal fliege ich nun demnächst runter, such mir´n Haus, besorge mir die N.I.E. und melde mich an.
    Bin ich damit dann automatisch schon Resident? Dann wird der Rückflug ja billiger. *grins*
    Und wenn ich schon vor Ort bin, werde ich in Las Palmas auch gleich gucken, was das Auto dort kostet.
     
    #5 10. Februar 2011
  6. Oricos
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    Hab mal nachgeschaut, welchen Neuwert der Overland in etwa hat: das Modell 5,7 Hemi, welches bis 2007 gebaut wurde, hatte einen Wert von 48.500 Euro für Steuerzwecke.

    Der Neue wird eher noch höher eingestuft sein, und damit kannst Du soviel Rechnungen bringen, wie Du willst, Du zahlst die Steuer auf diesen Wert.

    Die Jahressteuer liegt hier in unserem ort, wie schon gesagt, bie 200 Euro.
     
    #6 10. Februar 2011
  7. Oricos
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    Das mit dem "resident" bezieht sich in Spanien, wenn es um die Inseln und die Enklaven geht, ob man seinen Wohnsitz dort hat, also dort im "Padrón Municipal" gemeldet ist.

    Denn die Einwohner der Inseln sollen günstiger als Touristen aufs Festland und wieder zurück kommen.

    Ich würde mich also auf jeden Fall beim Rathaus anmelden und mir einen "Padrón" geben lassen. Der ist mindestens drei, manchmal aber auch sechs Monate gültig.

    Dann würde ich die Fluggesellschaft fragen, was die als Nachweis des Wohnsitzes im "Archipiélago Canario" haben wollen. In der regel sagen die dann "su DNI" (Ihren Personalausweis", bzw. "su Padrón" (Einwohnernachweis).

    Das mit dem Umzugsgut ist richtig, aber die sechs Monate "Gebrauch" kommen ja daher, dass das Fz mindestens sechs Monate auf Deinen Namen zugelassen sein muss, wie Du ja schon richtig schreibst.

    Das ist halt ne massive Ersparnis von Steuern und Zulassungsproblemen.

    Aber dann zahlst Du natürlich die Märchensteuer in Deutschland, und nicht nur die IGIC.

    Das Fz muss dann aber auch ne Zeitlang in GC bleiben, sonst musst Du es neu versteuern, wenn Du nach D oder Festlandspanien gehen würdest.
     
    #7 10. Februar 2011
  8. imported_kay
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    Hola,

    ich kann Dir nur GANZ DRINGEND davon abraten ein Nicht-EU Farhzeug nach Spanien zu bringen. Egal ob nun mit dtsch. Brief oder nicht. Der deutsche Brief interessiert hier NIEMANDEN. Das Fahrzeug muss komplett neu abgenommen werden, ob das auf den Kanaren moeglich ist, weiss ich nicht. Wenn Du Pech hast, geht das nur auf dem Festland in Madrid. Sicherlich ist sowas THEORETISCH in Spanien auch moeglich, nur ungleich VIEL komplizierter und aufwendiger als in Deutschland. Wenn Du nicht perfekt Spanisch kannst und Dich mit den Behoerden gut auskennst, wirst Du das in der Praxis nicht hinbekommen koennen. Speziell auf den Kanaren! Das faengt schon beim Zoll an, hast Du schon mal eine DUA ausgefuellt? Die einzige praktische Moeglichkeit ist, das Auto auf Deinen Namen in Deutschland zuzulassen, 6 Monate zu warten und erst dann den Umzug auf die Kanaren vorzunehmen. Dann ist es Umzugsgut und MUSS von den spanischen Behoerden zugelassen werden. Glaub es mir, ich habe aehnliches vor einigen Jahren auf den Kanaren hinter mir.

    Viele Gruesse aus dem Sueden

    Kay
     
    #8 11. Februar 2011
  9. HariboDealer
    HariboDealer New Member
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    Hallo Kay,

    wenn mir mal jemand sagen könnte, wie hoch der Kaufpreis auf den Kanaren für dieses Fahrzeug ist, dann stellt sich die Frage nach dem EX-/Import vielleicht ja gar nicht mehr.
    Wenn es dort netto genau so teur ist wie hier in Deutschland, ich dort aber ja nur 5% MwSt. zahle, kaufe ich selbstverständlich das EU-Modell.

    Die gesparten 14% MwSt. gleichen dann die Zulassungssteuer wieder aus....
     
    #9 14. Februar 2011
  10. imported_kay
    imported_kay New Member
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    Hola,

    ich habe gerade mal bei www.jeep.es geschaut. Den Benziner scheint es in Spanien nicht zu geben. ABER geh doch einfach mal auf Concesionarios und geb dort Las Palmas ein. Da erhaeltst Du eine Liste der Haendler. Dann ruf da mal an und frag ob es den Wagen mit dem Motor gibt und was er inkl. IGIC und CO2 Steuern kostet.

    Nochmals, einen importierten US Wagen auf die Kanaren mitzunehmen und ihn dann dort ummelden zu wollen, ist zum Scheitern verurteilt oder mit extrem hohen Aufwand und Kosten verbunden. Das wuerde ich nur versuchen wenn ich was anderes zum Fahren haette und VIEL Zeit und Leidensfaehigkeit haette.

    Ciao

    Kay
     
    #10 16. Februar 2011