Britisches Gibraltar

Dieses Thema im Forum "Gibraltar" wurde erstellt von Ibn Khaldun, 24. August 2005.

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Wie sehen die User dieses Forums die Frage nach Souveränität über Gibraltar?

  1. Ich bin kein Spanier oder Brite, das geht mich nichts an.

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  2. Gibraltar gehört ganz klar zu Spanien. Dafür spricht schon die geographische Lage.

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  3. Das Gibraltar zu Großbritannien gehört, ist eine historische Entwicklung, die man akzeptieren sollte

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  4. Eine Teilung der Souveränität zwischen Großbritannien und Spanien erschiene mir als das Vernünftigst

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  5. Wenn sich Spanien und England nicht einig werden, soll Gibraltar als unabhängiger Staat innerhalb de

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  6. Ich habe eine ganz andere Meinung, die ich im Folgenden ausführen werde...

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  7. Ich habe zwar eine Meinung dazu, aber es obliegt einzig und allein der Bevölkerung Gibraltars sich d

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  1. Ibn Khaldun
    Ibn Khaldun Member
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    Britisches Gibraltar
    Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701 – 1713/4) geriet die spanische Festung Gibraltar nach nur vier Tagen Belagerung in die Hände einer britisch-niederländischen Armee (1704), die, auf Seiten des österreichischen Prätendenten aus dem Hause Habsburg, um den spanischen Thron kämpfte. Gegner war der vom letzten spanischen Habsburger als Nachfolger eingesetzte Bourbone Philipp V., Enkel des zur selben Zeit regierenden französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV.
    4000 Einwohner Gibraltars flohen oder wurden vertrieben. Die meisten davon sollen sich in Sichtweite des Felsens bei der kleinen Wallfahrtskapelle San Roque angesiedelt und so die gleichnamige Ortschaft gegründet haben. So zeigten die Altgibraltareños ihre Hoffnung, dass sie bald auf ihren Felsen zurückkehren könnten. Doch mit dem Artikel 10 des Vertrages von Utrecht (1713) gestand Spanien die Festung auch offiziell den Briten zu, nachdem diese sich geweigert hatten, den strategisch bedeutsamen Standort, den sie für den schlussendlichen Verlierer erobert hatten, wieder aufzugeben. So musste sich der 'französische' Sieger mit dem Verlust Gibraltars vorerst zufrieden geben und die Altgibraltareños mussten ihre Hoffnung auf eine baldige Rückkehr aufgeben. Gibraltar wurde Kolonie (und 1830 gegen spanischen Protest Kronkolonie). Nach dem Vertrag von Utrecht gehörte der Felsen den Briten und der Isthmus sollte als neutrales Gebiet zwischen ihm und Spanien liegen. Doch in den nächsten 200 Jahren (bis 1909) drängten die Briten immer weiter in das neutrale Gebiet vor, mal mit dem Einverständnis der Spanier, mal gegen deren Willen.
    Neben Angehörigen des britischen Militärs und siebzig verbliebenen Altgibraltareños siedelten sich in der Festung bald Händler an, darunter viele aus Genua (effektiv bildeten die Genuesen bald die größte Gruppe der Siedler am Affenfelsen). Entgegen dem Vertrag von Utrecht, in dem die Engländer den Spaniern zugesichert hatten, keine Mauren und Juden in Gibraltar siedeln zu lassen, bildeten sich hier schon früh auch eine jüdische und eine muslimische Gemeinde heraus.
    Neben der attraktiven Lage des Felsens aus ökonomischer Sicht, war auch die britische Garnison mehr oder weniger abhängig von einem funktionierenden Handel, denn im Verlauf der nächsten einhundert Jahre wurde Gibraltar mehrmals von Spanien bedroht und zweimal erfolglos belagert. Die erste Belagerung von 1727 wurde nach kurzer Zeit abgebrochen, die zweite aber dauerte von 1779 – 1783. Sie ist als Great Siege, 'Große Belagerung', in die Geschichte von Gibraltar eingegangen.
    Die Spanier ihrerseits verbauten den Zugang zu Gibraltar durch mit einer Mauer (la Linéa, daher der heutige Ortsname La Linéa de la Concepción) verbundenen Befestigungen. Auch hier siedelten sich Händler an, welche wiederum die spanische Garnison versorgten.
    Während des spanischen Unabhängigkeitskrieges (1808 – 1814) wurden diese Befestigungen, um sie nicht in die Hände der Franzosen fallen zu lassen, von den Engländern, aber mit spanischem Einverständnis, gesprengt. Nichtsdestotrotz blieb die Ansiedlung bestehen, löste sich aber erst 1870 administrativ von San Roque.

    In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es verschiedene Parlamentsdebatten in London, ob es nun nicht an der Zeit sei, den Felsen zurückzugeben. Wichtigster Grund dafür war der immense Fortschritt der Waffentechnologie, Gibraltar sei gegen einen Angriff einer spanischen Landmacht nicht mehr zu verteidigen. Auf der anderen Seite machte aber dieselbe verbesserte Waffentechnologie Gibraltar noch wertvoller für die Kontrolle der Straße von Gibraltar und man entschied, die Festung nicht aufzugeben. Besonders, nachdem 1869 der Suezkanal zwischen dem Roten Meer und Ägypten fertiggestellt worden war und der schnellste Weg zu den britischen Kolonien in Asien durch das Mittelmeer führte.
    Hierzu auch noch ein Kuriosum: nach dem Vertrag von Utrecht sollten alle Gewässer im Umkreis einer Kanonenschussweite von Gibraltar zum Hoheitsgebiet des Felsens gehören. Während für Spanien damit immer ganz klar der technische Stand von 1713 mit einer Kanonenschussweite von etwa 500 - 600 m gemeint war, interpretierten die Briten die Kanonenschussweite als mit dem technischen Fortschritt wachsend, so dass sogar die Hoheit über spanische Binnengewässer beansprucht wurde.

    Im spanischen Bürgerkrieg war der Campo de Gibraltar, also der Süden der Provinz Cádiz innerhalb weniger Tage in der Hand der aufständischen Militärs, aber die Straße von Gibraltar wurde von der republiktreuen Marine (die spanischen Seesoldaten hatten die faschistischen Offiziere im Moment des Aufstands getötet) kontrolliert. Hierauf kam es zum ersten größeren Truppentransport durch die Lüfte in der Geschichte. Hitler hatte zur Unterstützung der Aufständischen die Luftwaffe geschickt. Da Großbritannien sich aber an das Nichtinterventionsabkommen mit Frankreich und den Achsenmächten (Italien, Deutschland) hielt – der spanische Bürgerkrieg sollte auf Spanien beschränkt bleiben – erlaubte es den republikanischen Schiffen nicht, in Gibraltar aufzutanken, sie mussten bis Málaga fahren, was die Überwachung der Straße von Gibraltar durch die republikanische Marine weiter schwächte und den Ausbau des Brückenkopfes am Campo de Gibraltar durch die Truppen Francos erleichterte.
    Während dieser Zeit bauten die Briten die Verteidigung Gibraltars weiter aus. Sie nutzen die Höhlen im Felsen und schufen ein Tunnel- und Bunkersystem in dem sie die Garnison Gibraltars zum Schutz vor Feindangriffen unterbringen und Nahrung, Wasser und Waffen sicher lagern konnten. Auch Destillationsanlagen befinden sich hier. Den Aushub nutzte man, um die Landebahn, die über den Isthmus von Gibraltar in die Bucht von Algeciras führt, zu bauen, was in der Folge weitere Spannungen zwischen Spanien und Gibraltar zur Folge hatte und in den sechziger Jahren beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte: Eine amerikanische Atombombe fiel auf ein spanisches Dorf, explodierte aber glücklicherweise nicht.

    Deutsche Pläne, Gibraltar zusammen mit den Spaniern zu erobern und den Felsen den Spaniern zurückzugeben, und so Spanien in den Krieg mit hineinzuziehen, wurden nie verwirklicht, auch weil Franco nicht bereit war, sein Land am Zweiten Weltkrieg teilnehmen zu lassen. Aber Gibraltar wurde von Verbänden der italienischen und französischen Luftwaffe (der mit Hitler verbündeten Vichy-Regierung) angegriffen. Die Zivilbevölkerung der britischen Festung wurde daher für die Dauer des Krieges evakuiert.

    Aufgrund von Jahrhunderte langem Inzest und einer Infektionskrankheit kam es 1941 zu einem Populationszusammenbruch unter den Berbermakaken, den halbwilden Affen Gibraltars (deren Herkunft umstritten ist). Winston Churchill ordnete daraufhin 1942 an, neue Affen aus Nordafrika zu importieren und auf Gibraltar anzusiedeln, um den Genpool der dort lebenden Berberaffen ein wenig aufzufrischen.
    Eine Legende besagt, die Briten verließen Gibraltar nicht eher, als bis alle Affen vom Felsen verschwunden wären. Ich bezweifle zwar, dass Churchill daran glaubte, aber dem Mut seiner in Gibraltar stationierten Soldaten mag das Auftrieb gegeben haben.

    Nachdem am 17. Januar 1966 zwei US-Flugzeuge (ein Bomber und ein Tankflugzeug) über Palomares (Almería) zusammenstießen, und dabei vier Atombomben verloren gingen (Broken Arrow), machte die damalige spanische Regierung unter Franco aus dem Campo de Gibraltar eine Flugverbotszone für ausländische Militärflugzeuge. Zwei der Bomben explodierten in der Luft, und verstreuten radioaktives Plutonium (in der Folge musste der radioaktiv verseuchte Abraum abgetragen und die Tomatenernte vernichtet werden); eine weitere landete auf der Erde, ohne größeren Schaden anzurichten; eine vierte wurde von dem Fischer Francisco Simó, der in der Folge als Paco de la Bomba berühmt wurde, nach Wochen vergeblicher Suche amerikanischer Spezialisten, im Meer lokalisiert. Sein Netz hatte sich in ihr verfangen. Um der Bevölkerung die Angst zu nehmen, nahmen der amerikanische Botschafter in Spanien Angier Biddle Duke und Manuel Fraga Iribarne, seines Zeichens spanischer Informations- und Tourismusminister, am 10. März 1966 am Strand von Palomares ein Bad.
    Zusätzlich zum Flugverbot sperrte die spanische Regierung unter Franco den Landzugang nach Gibraltar. Die Briten reagierten darauf mit einer Volksabstimmung in Gibraltar 1967, worin sich die Einwohner Gibraltars klar für den Verbleib bei GB aussprachen. Erst 1985, also zehn Jahre nach Francos Tod und acht Jahre nach der Wiedereinrichtung der Demokratie in Spanien, wurden die Grenzen zwischen Spanien und Gibraltar wieder geöffnet.

    Heutiger Status Gibraltars
    Als britisches Überseegebiet (so der heutige juristische Status der ehemaligen britischen Kronkolonien) steht Gibraltar weitestgehend unter Selbstverwaltung, wobei die Außenpolitik, die innere und die äußere Sicherheit (also Polizei und Militär) in den Händen der britischen Zentralregierung liegen.
    Die beiden wichtigsten Parteien Gibraltars sind z. Zt. die "Sozialdemokraten" (Gibraltar Social Democrats, GSD), eine entgegen ihrem Namen konservative Partei, und die Sozialisten (Gibraltar Socialist Labour Party, GSLP). Das Parlament Gibraltars wird nur durch die beiden stärksten Parteien gebildet. Es hat traditionell 15 Mitglieder, wovon die stärkere Partei jeweils acht, die schwächere Partei jeweils sieben stellt.
    Als Teil des Vereinigten Königreiches gehört der britische Stützpunkt im Süden der iberischen Halbinsel zwar zur EU (es ist Teil des Europawahl-Wahlkreises Südwestengland), ist aber, wie das Mutterland, nur in Sicherheitsfragen an das Schengener Abkommen gebunden. Großbritannien hat den Vertrag nur in den Punkten der polizeilichen Zusammenarbeit und Strafverfolgung unterzeichnet, nicht aber den Punkt, welcher die Reisefreiheit zwischen den Staaten garantiert. Daher besteht bis heute ein mehr oder weniger strenger Grenzverkehr und man muss vor allem bei der Einreise mit Staus rechnen. Zudem ist speziell Gibraltar kein Mitglied des EU-Binnenmarktes.
    In der Frage der Souveränität über Gibraltar gibt es heute drei wesentliche Parteien: Spanien beansprucht nach wie vor die alleinige Souveränität über die britische Exklave, wobei Gibraltar als Zugeständnis Spaniens gegenüber den Gibraltareños eine von Andalusien unabhängige autonome Region bilden soll. Großbritannien hat kompromissbereit eine gemeinsame Verwaltung Gibraltars durch Spanien und Großbritannien vorgeschlagen. In einem Referendum der Gibraltareños sprachen sich aber 2002 bei einer Wahlbeteiligung von 90% 99% für den Verbleib bei Großbritannien unter weitestgehender Autonomie aus, also für den derzeitigen Status Quo.
     
    #1 24. August 2005
  2. Gast1692
    Gast1692 Guest
    @ Ibn K.

    In einem Referendum der Gibraltareños sprachen sich aber 2002 bei einer Wahlbeteiligung von 90% 99% für den Verbleib bei Großbritannien unter weitestgehender Autonomie aus, also für den derzeitigen Status Quo.


    Ist ja auch kein Wunder leben die alle vom Contrabando de Tabaco y Cocacola :twisted: ,un die Guardia Civil kann da leider nicht viel ausrichten sind die doch viel schneller mit ihren Booten als la Guardia und schnell in sicheren Gewaesser mit den Illegalen Heleargut,wenn Gibraltar zurueck an Spanien ginge waehre das ganze Affentheater zu Ende und die Gibralteños muessten Ehrliche Arbeit verrichten :shock:
    Mann kann nicht in die naehe von zb.La Linea fahren ohne gleich ein Paar mal von der Polizei gescheckt zu werden,wenn man mim Transporter unterwegs ist.
    Danke IBN Khaldun fuer dein Beitrag war wie immer ein Genuss in zu Lesen.
    un abrazo Paquito
     
    #2 24. August 2005
  3. Mick
    Mick New Member
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    Dem kann ich voll und ganz zustimmen. :D
     
    #3 24. August 2005
  4. towerchen
    towerchen New Member
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    Zum jetztigen Zeitpunkt ist ein Großteil der meinung, das allein die geografische Lage aussreicht, um Spaniens Anspruch auf Gibraltar zu rechtfertigen. Das finde ich eine höchst merkwürdige Einstellung, denn wie genau lautet denn da die Regel? Warum gehört dann nicht auch Portugal zu Spanien, oder Monaco zu Frankreich? Alaska zu Kanada, Dänemark zu Detschland, usw.
    Und vorallem sollten die Spanier erstmal Ceuta und Milia zurückgeben, bevor sie überhaupt nach Gib fragen!

    In der heutigen Zeit solten terretoriale Verscheibung allerhöchsten mit Einverständnis aller Beteiligten passieren, so wie bei der deutschen Einheit. Die Gibbos wollen aber nicht zu Spanien gehören, und das kann ich auch gut verstehen. Wenn alle drei Partien sich einig sind, kann und wird sich was ändern, ansonsten ist ein beibehalten des status quo die einzig gerechte Lösung.

    @paquito: Wenn gibraltar an spanien fällt, dann dürfte ein großteil erstmal gar keine ehrliche arbeit mehr haben, 30% arbeitslosenquote in Andalusien ist nicht gerade eine interessante Perspektive. So verkaufen sie immerhin überteurte Waren an Touristen, auch nicht ganz ehrlich, aber einträglich, und diese erträge kommen letzendlich auch wieder den Spaniern zugute, denn es bleibt ja nicht das ganze Geld in Gib.
     
    #4 15. September 2005
  5. Ibn Khaldun
    Ibn Khaldun Member
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    Ich persönlich halte diesen Streit im Großen und Ganzen für anachronistisch. Beide Staaten GB und Spanien sind Mitglieder in NATO und EU, da sollte man meinen, dass solche territorialen Auseinandersetzungen aufhören müssten. Meines Erachtens verhält sich GB mit seinem Kompromissvorschlag am vernünftigsten, wobei natürlich den Gibraltareños ihre Souveränität zugestanden werden muss, auch wenn ihr Beharren auf dem Status quo mitunter - für Aussenstehende - albern wirkt.

    Allerdings muss ich Dir sagen @Towerchen, dass Du teilweise Äpfel mit Birnen vergleichst:
    Vergleichen kann man den Status von Gibraltar mit Ceuta und Melilla, aber nicht mit Dänemark, Alaska oder Monaco. Allerdings muss man einräumen, dass die Beibehaltung der spanischen Exklaven durchaus im Interesse der Europäischen Union liegt, so hart das auch menschlich sein mag.
     
    #5 15. September 2005
  6. John
    John New Member
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    Interessante Frage.
    Sicher gehört Gibraltar geographisch zu Spanien. Allerdings würde dieses Argument weltweit zu neuen Grenzverläufen führen. Ich denke da an Irland, Guantanamo, man könnte auch das kleine Walsertal in Österreich aufführen das lange nur von der deutschen Seite erreichbar war, auch der Vatikan würde unter diese Rubrik fallen.
    Nachdem wir in Westeuropa dazu übergegangen sind Konflikte friedlich zu lösen bleibt, ohne die Betroffenen übergehen zu wollen, nur die Volksabstimmung. Die war eindeutig, also muß sich Spanien anstrengen und attraktiv genug werden um ein anderes Ergebnis zu erzielen.
    Allerdings wäre eine bessere Zusammenarbeit der Behörden bei der Bekämpfung der Kriminalität mehr als wünschenswert :twisted:
     
    #6 15. September 2005
  7. martinico
    martinico New Member
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    gibraltar ist britisch, auch wenn es den spaniern schwert fällt das zu akzeptieren.
    ceuta und melilla sind spanisch, für marokkaner auch schwer zu akzeptieren.
    man sollte die geschichte nun ruhen lassen, nach 300 jahren anzufangen sich im kleinkrieg über einen felsvorsprung aufzuregen.
    UK wird gibraltar niemals aufgeben, genausowenig wie eine inselgruppe names las malvinas die die briten als falkland island fest im griff haben.
    oder sollen wir mal ne umfrage starten ob schlesien, pommern wieder zu deutschland gehören sollte. das sind nur 60 statt 300 jahre. wir haben den krieg verloren, landesteile verloren, so geht es nun mal allen auf der welt, man gewinnt kriege, bekommt ländereien und man verliert sie wieder. also laß den briten ihren felsen, den spaniern ihre 2 autonomen städte auf afrikanischem boden.
    beide werden von den jeweiligen regierungen hoch subventioniert und das nur zum zweck des prestige. bitte, sollte man drüberstehen.
    wir sollten froh sein, daß wir in einem friedlichen europa leben ohne kriege, da könnten die spanier doch mal ein bißchen großmut beweisen und den briten ihr plaisir mit dem felsen lassen, wenn das fürs ego so wichtig ist.
    oder sie geben als gute geste ceuta und melilla den marokkanern, gäbe es auch keine sorgen mehr mit den illegalen in den beiden städte.
    die briten sagen bitte nimmt euren felsen und das wars.
    leider nicht, denn in C&M würden dann spaniern unter marokkanischer herrschaft leben und briten unter spanischer, also lassen wir es wie es ist und beweisen verständnis für beide seiten
     
    #7 13. Oktober 2005
  8. Sidona
    Sidona New Member
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    Martin, du weist doch immer darauf hin, dass du die Spanier so gut kennst - da müsste dir doch schon aufgefallen sein, dass Grossmut nicht unbedingt zu ihren besten Eigenschaften gehört...
     
    #8 13. Oktober 2005
  9. martinico
    martinico New Member
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    liebe sidona, wer kennt schon die spanier, die deutschen oder ein anderes volk, ich für meinen teil war ein teil einer spansichen familie weil ich zufällig eine spanierin geheiratet habe. sie zu kennen, na ja ich würde sagen ich verstehe ein bißchen wie sie ticken, auch nicht mehr und nicht weniger.
    großmut ist tatsächlich nicht unbedingt eine eigenschaft die ich bei vielen spaniern gesehen habe, aber auch so andere in europa tun sich da schwer. war ja nur mal so ein gedanke von mir, daß mit ein bißchen mehr gelassenheit die sache einfacher wird. und sie ist einfacher geworden. früher mussten die britten zuerst nach afrika um nach gibraltar zu kommen, weil die lieben iberer alle grenzen dicht gemacht haben. und nun geht es ja auch, also haben sie doch großmut gezeigt durch diese haltung, und ihren eigenen so tiefen stolz auch nicht verletzt.
     
    #9 13. Oktober 2005
  10. martinico
    martinico New Member
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    dies ist z.B keine form von großmut indem du mir mit ironie und abwertung sagst, daß ich ja angeblich die spanier kennen würde. war keine stellungnahme zu meinem post sondern nur ein versuch mich abwerten zu wollen, aber kein sehr sinnvoller beitrag.
    also weil großmut nicht zu spanischen tugenden zählt heißt das ja noch lange nicht, daß man sich seine gedanken über dieses problemchen im mittelmeer machen sollte.
    weißt du sidona, ich habe mich hier ein bißchen reingelesen in das forum und finde es wirklich interessant, vorallem für diejenigen die infos suchen. ich muß dir aber auch sagen, daß sich hier ein paar freaks tummeln, die von spanien so viel ahnung haben wie der osterhase vom eierlegen. das erkennt man aber ziemlich schnell und ist ja auch nicht weiter tragisch wenn sich jemand wichtig machen will, wen er es braucht. ist doch OK.
    aber was ich echt ätzend finde das sind meine landsleute die einen beseren spanier abgeben möchten. zuerst mal stolz auf seine eigene heimat sein, und dann kann man auch die fremde kultur für sich gewinnen ohne einen Überspanier abgeben zu müssen.
    In diesem sinne auf noch weitere schöne, interessante und kontroverse postings. ich freue mich auf jeden austausch und jede information, weil es genügend hier imforum gibt deren infos sehr wertvoll sind.
     
    #10 13. Oktober 2005
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