Abenturas en Asturias

Dieses Thema im Forum "Madrid, Galicien, Nordspanien und andere Regionen" wurde erstellt von tomdylan, 4. September 2010.

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  1. tomdylan
    tomdylan New Member
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    Abenturas en Asturias
    Hola Amigos,

    eben zurück aus unvergesslichen Wochen im Osten Asturiens meine ich, dass es Zeit ist, etwas dem Forum zurück zu geben. Ahí vamos cabrones:

    Ich ahnte ja, dass dieser Landstrich einiges zu bieten hat, aber, was wir vorfanden hat uns schlich umgehauen! Diese smaragdgrüne Küste, geprägt durch das Ineinanderfließen von Meer und Bergwelt. Im Oriente Asturiens findet man imposante Steilküsten, Traumstrände und (vermutlich vor und nach August, wenn die Touristenmassen wieder zurück sind) malerische Fischerdörfer. Uns hat Llanes und Cue ziemlich gut gefallen. Im Landesinneren steigt das Gelände ziemlich rasch auf ca. 2600 m Höhe an, von wo aus sich spektakuläre Panoramablicke zwischen Meer und Bergen bieten. Zu den Naturräumen der kantabrischen Berge gehören die Picos de Europa mit tiefen Schluchten und Berggipfeln bis hoch in das Reich des Nebels. Heute im Meer schwimmen und morgen auf einer Tour durch eine tief eingeschnittene Schlucht? In Asturias ist das kein Problem!

    Die vascos & Asturianos sind sehr offen und freundlich. Allerdings haben wir so gut wie keine "Europäer" hier gesehen, fast ausschließlich Einheimische. Ich schätze, dass man ohne Spanisch Kenntnisse nicht so dicht an die Leute ran kommt. Aber bei einem Sidra, den die hier recht merkwürdig einschenken (ich trage Sandalen und bekam immer nasse Füsse ;-) ), spielen Sprachbarierren möglicherweise keine große Rolle mehr.

    In Colombres gab es ein sehr interessantes Museum über die "Indianos". Das sind die Rückkehrer, die mausarm nach Mexico oder Argentinien ausgewandert sind und dann, als vermögende Männer, in ihr geliebtes asturisches Dorf zurück kehrten und sich Traumvillen hinstellten. Häufig errichteten Sie zudem Infrastruktur (Brunnen, Straßen, Treppen usw.) in ihren Dörfern, was eine gewisse Soziale Einstellung gegenüber dem Ursprungsdorf zum Ausdruck bringt. In Porrúa, in der Nähe von Llanes war ein weiteres Museo Antropologico, das in eindrucksvoll restaurierten Häusern einen Blick in das (harte) leben der asturischen Bevölkerung im 19./20. Jahrhundert vermittelt.

    Prähistorische Megalithen und alte Kultstätten sind in Asturien und Kantabrien gegenwärtig. wir haben eine Höhle mit ca. 20 000 Jahre alten Felszeichnungen besucht. Die Lage der Höhle war beeindruckend - mit Meeresblick und die Ästhetik der Zeichnungen überwältigend. Was auch immer diese "Vorfahren" uns auch mitteilen wollten, ihre Zeichensprache sprach uns auf merkwürdig intensiver Weise an.

    Über all diese Berichte aus Asturias vergaß ich schon fast unseren umwerfenden Ankunft- und Abflugsort Bilbao (99 € mit Lufthansa - ab 2011 leider mindestens 45 Euronnen mehr ;-( zu erwähnen. Also die Altstadt mit dieser ständigen Fiesta vor den kleinen Gassen war urgemütlich! (Spanier trinken so gegen 12 Uhr einen kleinen grünlichen Weißwein als Apperitiv und gegen 20 Uhr einen Rotwein, ebenfalls als Apperitiv vor dem "finalen" Abendessen) Und dann das Guggenheim - ein Erlebnis, das einen nur staunen lässt! Falls ihr Zeit habt, müsst ihr es morgens und abends besichtigen, die Titanplatten haben einen völlig anderen Schimmer je nach Sonnenstand. Die Austellung im Museum habe ich mir dann gespart. Robert Rauschenberg (welch passender Name für einen Besuch in Bilbao!) ist nicht so mein Ding. Stattdessen war ich im Vökerkundermuseum, wo man eine für mein Dafürhalten sehr gelungene Ausstellung über die Basken der Küste und die der Berge sehen konnte. ein Saal (Wanderausstellung?) befasste sich ausschließlich mit diesem baskischen Ballspiel, auch sehr interessant.

    Letztlich waren es zwei wunderbare Wochen voller Entdeckungen. Ich werden bestimmt wieder nach Nordspanien reisen. Es ist völlig anders, als man sich gemeinhin Spanien vorstellt. Das Land ist so vielfältig, man muss einfach Zeit mitbringen und sich auch mal abseits der Nationalstraße 624 umschauen, allerdings werde ich das nicht mehr im August tun, der lokale Tourismus ist einfach zu präsent und die Zimmersuche konnte schon nervig werden. Einheimische meinten, dass man im Juni durchaus heisse tage erleben kann und gut ins Meer kann.

    Euch allen Danke für eure Tipps hier im Forum!

    Hasta la vista!

    Tom
     
    #1 4. September 2010
  2. imported_Elli
    imported_Elli New Member
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    Hi Tom,

    vielen Dank für Deinen tollen Reisebericht und die Eindrücke die Du mit uns teilst.

    Nordspanien war schon lange mal unser Ziel, mal schauen wann es uns dort hin verschlagen wird. Hast Du denn vielleicht auch ein paar Bilder die Du einsetzen kannst?

    LG
    Elli
     
    #2 7. September 2010
  3. Jorgo
    Jorgo New Member
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    Jau, sowohl Galizien wie auch Asturien sind beides wunderschöne Fleckchen Erde... und der frische Fisch an der Küste ist einfach Spitze.
     
    #3 29. Oktober 2010
  4. Gast4401
    Gast4401 Guest
    Hallo,ich gehe davon aus Du meinst Galicien,Galicia oder Galiza.
    Galizien liegt in der Ukraine.
    Soll nur ein Hinweis sein,nichts für ungut.
    Gruss
     
    #4 29. Oktober 2010
  5. Lilac
    Lilac Gesperrt
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    Hallo Jorge und herzlich willkommen im spanien-talk!
    Ob Galicien, Galicia oder wie Du geschrieben hast "Galizien", wir wußten auf jeden Fall, was Du meintest! Und damit hast Du absolut Recht, denn den Norden Spanien ist einfach wunderschön. Doch die frische und das viele Grün hat natürlich seinen Preis: es regnet häufig.
    Wie gut kennst Du Dich da oben aus? Lebst Du in Spanien?
    Ach, stell Dich doch mal mit ein paar Worten vor, damit die anderen Mitglieder Dich auch begrüßen können :mrgreen:
     
    #5 29. Oktober 2010
  6. Jorgo
    Jorgo New Member
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    Ich seh schon, gebildete User hier - zum Glück wusste ja auch, dass der OP "aventuras" meinte, und nicht "abenturas" :-D Galizien mit "c" widerstrebt aber irgendwie meinem Sprachgefühl, zum Glück gibt es ja beide Schreibweisen!
     
    #6 29. Oktober 2010