Wie spanisch ist die Costa Blanca eigentlich noch?

Dieses Thema im Forum "Costa Blanca" wurde erstellt von imported_Chris, 4. Mai 2010.

Booking.com
  1. Lilac
    Lilac Gesperrt
    Registriert seit:
    27. Februar 2009
    Beiträge:
    5.520
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    @Juanito - das ist, entschuldigung, aber wirklich eine haarsträubende Antwort von Dir! Ein Kind!!!hat sich gegen eine Äußerung eines anderen Kindes gewehrt. In diesem Fall mit einer Ohrfeige, denn auch bei Kindern kann das Fass schon mal überlaufen. Ich glaube nicht, dass Du Dich mit 13 Jahren dann hingesetzt hättest, um mit dem Gör in Ruhe die Sache auszudiskutieren.
    Integriert sein bedeutet in meinen Augen nicht, die Herkunft, die Kultur und die Staatsangehörigkeit zu vergessen. Wo immer ich auf dieser Welt auch sein werde, ich bleibe eine Deutsche und es wird mich - auch als erwachsener Mensch - immer verletzen und auf die Palme bringen, wenn rassistische Äußerungen gemacht werden. WIR Erwachsenen sollten inzwischen gelernt haben, darüber zu diskutieren. Doch wie kannst Du einem 13-jährigen Kind vorwerfen, dass es sich mit einer Ohrfeige wehrte, wenn es nicht einmal unsere studierten Politiker schaffen, sich verbal mit dem vermeindlichen Feind auseinander zu setzen?
    @Rosca - Das ist das Problem: ich bin chronisch krank. Solange ich noch einen Job hatte, habe ich mich neben der Sozialversicherung auch noch privat versichert. Das hat bitte sehr überhaupt nichs mit dem medizinischen Stand oder Wissen der Sozialärzte zu tun. Es war nur so einfach, als Privatpatient mal eben zur nächsten Clinica zu fahren. Termine gab es immer sofort. Und wenn nachts Lungenprobleme auftauchten - ab ins Auto und zum Hospital de Levante nach Benidorm. Ich fühlte mich sicher aufgehoben, hatte immer sofort Betreuung, mitten in der Nacht röntgen, Blutuntersuchung etc.. Das kann ich mir nun finanziell nicht mehr leisten. Und damit ging dann das Theater los. Erst ins Centro Salud, dort um einen Termin beim Facharzt bitten. Wenn man großes Glück hat, bekommt man in 3-6 Monaten einen Anruf, dass man am nächsten Tag dort auf der Matte zu stehen hat. Dazu nimmt man sich dann am besten Proviant mit, denn es heißt warte, warten, warten. Dann kommt man zum Facharzt. Kompetent, sehr freundlich und hilfsbereit. Man bekommt einen Zettel in die Hand gedrückt und muss sich draussen an der Rezeption wieder anstellen, um einen Termin für Röntgen, Ultraschall oder was weiss ich zu beantragen.
    Nach einer Leberoperation im La Fe (Valencia) wurde mir gesagt, ich müsse alle 6 Monate zur Ultraschalluntersuchung. Das habe ich weitergegeben an meine Hausärztin in Centro Salud. Ich wartete ein Jahr!
    Und glaube ja nicht, dass ich dann gleich den nächsten Termin nach 6 Monaten bekam. Nichts, nada! Auch als chronisch Kranker musst Du Dich hinten anstellen. Okay, bisher habe ich das überlebt, aber was ist mit den Ängsten der Patienten? Ich fühle mich allein gelassen. Natürlich weiss ich, dass ich jederzeit in die Notaufnahme des Sozialkrankenhauses fahren kann. Dort stelle ich mich dann wieder in die lange Reihe und darf mit meiner Atemnot bis zur Panik warten, bis ich dran bin.
    Wie gesaagt: die Sozialärzte sind fachlich ausgezeichnet, meistens unheimlich nett, die Krankenschwestern sind sowas von lieb - besser als in den privaten Kliniken. Aber was nützt das alles, WENN MAN NICHT DRAN KOMMT???
    Vielleicht kannst Du jetzt verstehen, warum ich lieber in die kalte Heimat zurück will.
     
    #51 2. August 2010
  2. Gast5221
    Gast5221 Guest
    Doch, so habe ich gehandelt und ich war damals in einer Schulklasse mit vielen "Ausländerkindern" deren Eltern auf der Seite der Deutschen im Krieg gekämpft hatten und in Deutschland hängen blieben.
    Dabei auch zwei türkische Brüder. Der Eine hochintelligent, der auch Klassensprecher war, sein Bruder der Klassenteufel, welcher später dann straffällig wurde.
    Gewalt unter Schülern gab es damals viel, aber ich selber habe mich daran nicht beteilgt, war allerdings mehrfach auch ein Opfer davon, wenn meine Beine nicht schnell genug waren.
    Ich habe immer versucht Konflikte mit Worten zu lösen und ich lehne Gewalt in jeder Form ab. Denn Gewalt löst Gegengewalt aus und schlägt offene Türen für lange Zeit zu.

    Wie oft habe ich in Südländern oder in Frankreich erlebt, wie diese über uns Deutsche lästerten oder deutlichst Ablehnung formulierten. Aber weshalb soll mich das auf die Palme bringen? Das ändert doch nichts. Jeder hat das Recht das zu denken und glauben was er will. Ich kann nur versuchen mit Gegenargumenten zu reagieren oder diese durch eigene Handlungen zu beschämen, durch die diese erkennen, dass sie mit ihrer Pauschalierung an den Falschen geraten sind. Das gelingt aber nicht durch Aggression, sondern durch Höflichkeit und einem friedlichen Verhalten.
    Ich tue so als hätte ich derartiges nicht gehört, verhalte mich freundlich und merke dann in vielen Fällen, wie das Gegenüber dann um Schadensbegrenzung bemüht ist, da es von alleine merkt, das es sich vergallopiert hat. :wink:
     
    #52 2. August 2010
  3. Lilac
    Lilac Gesperrt
    Registriert seit:
    27. Februar 2009
    Beiträge:
    5.520
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Wenn das klappt, ist das natürlich optimal.
    Verstehe mich nicht falsch, auch ich bin gegen Gewalt in jeder Hinsicht. Und ganz besonders unter Jugendlichen. Dort artet sie ja eh schon aus, wie jeden Tag in den Nachrichten zu sehen ist.
    Trotzdem habe ich Verständnis, dass man sich nicht immer in der Gewalt hat und zwar als Reaktion, nicht als Aggression.
    Ansonsten sind wir uns sehr einig :D
     
    #53 2. August 2010
  4. ladelfi
    ladelfi New Member
    Registriert seit:
    26. Juli 2010
    Beiträge:
    14
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    @Juanito

    „aber Deine Handlung zeigt doch nur, dass Du doch nicht integriert bist, dich immer noch als Ausländerin und Dich durch solche dummen Äusserungen angegriffen fühlst.
    Würdest Du Dich als Deutsche türkischer Abstammung fühlen, hätte dich das kalt gelassen und Du hättest ihr in ruhigen Worten sagen können, was sie da für einen Unsinn redet.“

    Mag ja sein, dass du in dem Alter „reifer im Kopf“ warst und in so einer Situation durch „Miteinander Reden“ vielleicht eine Lösung gefunden hättest.
    Nur weil ich damals ihr eine Ohrfeige gegeben habe, heißt es noch lange nicht, dass ich Gewalttätig war oder bin! Heute würde ich auf so Kommentare gar nicht oder anders reagieren. Damals war es, wie Lilac es formuliert hat, eine Äußerung, dass das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Wenn man sich permanent von anderen Mitschülern Titulierungen anhören muss, wie zB. Kanacke, Stinkkäse, Zigeunerkind, Knoblaufresser usw. und man hält immer den Mund und schluckt runter, dann nimmt es kein Ende…(meine Eltern haben immer darauf geachtet, dass wir gepflegt in die Schule gingen!) Als auch noch meine beste Freundin, und es ist egal, ob es eine dumme oder wohlüberlegte Äußerung war, diese Äußerung macht, dann kann und darf auch ein Kind sich, auf seine Weise wehren. Das ist meine Meinung, solange es kein Dauerzustand ist. Du wirst es vielleicht nicht glauben wollen, da du anscheinend schon eine feste Meinung über mich hast, aber diese Ohrfeige war meine einzige
    „Gewalttat“ in meinem ganzen Leben!

    Ich war und bin immer noch ein Mensch, der immer auf andere zugeht und immer freundlich und höflich ist, immer den ersten Schritt für den Kontaktaufbau macht. Mein Mann, als deutscher ist eher zurückhaltend und abwartend, wie viele deutsche. Sowohl im Freundeskreis als auch bei den Arbeitskollegen bin ich beliebt, gerade wegen meines positiven Charakters. Das ist für mich wohl eine Bestätigung, dass ich zu 100% integriert bin.

    Auch wenn ich schon seit 20 Jahren einen deutschen Ausweis habe, bin ich von meiner Mentalität (offen, hilfsbereit,freundlich) und von meiner Erziehung (respektvoll, Anstand, Glaube) her im Herzen eine Türkin. Außer dass ich keinen Schweinefleisch esse (wohl aber meine Kinder und Ehemann), lebe ich und kleide ich mich wie eine deutsche, türkisch rede ich nur halbjährlich wenn es hochkommt 2 Stunden mit meinen Eltern, denn viel öfter sehe ich sie nicht! Wenn ich nicht integriert sein soll, dann klär mich bitte mal auf, was ich noch machen soll, damit ich sagen kann, ICH BIN EINE DEUTSCHE TÜRKISCHER ABSTAMMUNG??
     
    #54 2. August 2010
  5. Gast2176
    Gast2176 Guest
    @ladelfi:
    Sowohl im Freundeskreis als auch bei den Arbeitskollegen bin ich beliebt, gerade wegen meines positiven Charakters. Das ist für mich wohl eine Bestätigung, dass ich zu 100% integriert bin.

    Auch wenn ich schon seit 20 Jahren einen deutschen Ausweis habe, bin ich von meiner Mentalität (offen, hilfsbereit,freundlich) und von meiner Erziehung (respektvoll, Anstand, Glaube) her im Herzen eine Türkin. Außer dass ich keinen Schweinefleisch esse (wohl aber meine Kinder und Ehemann), lebe ich und kleide ich mich wie eine deutsche,


    Integriert ist man in einem fremden Land oder einer fremden Stadt, wenn man einheimische Freunde hat, die einen wie selbstverständlich in ihren Alltag mit einbeziehen.
    Für die es normal ist (wie hier in Spanien) gegen 22:30 Uhr noch einen Besuch zu machen, um sich nach fast überstandener Krankheit nach dem Gesundheitszustand zu erkundigen.
    Oder wenn sie, weil sie wissen, dass der Ehemann nicht kochen kann, bei Abwesenheit der Frau regelmäßig Essen bringen.
    Davon könnte ich noch viele ähnliche Situationen aufzählen.
    Ich habe hier nach drei Jahren überhaupt nicht das Gefühl fremd zu sein.
    Habe mich aber auch sehr angepasst, was mir nie schwer gefallen ist. Denn ich wollte hier leben, weil mir die Mentalität der Spanier ausnehmend gut gefällt.

    ladelfi, die Charaktereigenschaften die du beschreibst, findest du in allen Nationalitäten vor, und gut erzogen wird in vielen Ländern. Leider auch genauso oft schlecht.
    Nicht nur Moslems essen keine Schweinefleisch. Alle gesundheitsbewussten Menschen tun es nicht, bzw. sollten es nicht tun.
    Wer in einem fremden Land/fremder Kultur glücklich werden und eine Heimat finden will, muss als erstes die Sprache lernen, und sich anpassen.
    In einem fremden Land kann ich nicht anfangen und den Menschen meine Vorstellungen von Essen, Pünktlichkeit, Religion oder, oder, oder aufdrücken.
    Ich hatte vor über 20 Jahren in Deutschland einen großen türkischen und afrikanischen Freundeskreis.
    Habe ihr Essen gegessen, was mir bis heute wunderbar schmeckt, habe orientalischen Tanz gelernt, habe ihre Musik gehört und an einigen religiösen Festen teil genommen.
    Genauso, war es umgekehrt auch.
    Und wenn ich Moslems zu Besuch hatte, wurde das Schweinefleisch im Rezept natürlich gegen Geflügel ausgetauscht.

    Aber ich kenne auch die andere, nicht so schöne Seite.
    Die Dinge möchte ich hier nicht nieder schreiben, weil sie unschön waren und heute überall zu erleben sind.

    Ich persönlich finde es schade, dass es nicht möglich ist, friedlich nebeneinander her zu leben und so von einander die schönen Dinge anzunehmen, die es ja in jeder Kultur, in jedem Land gibt.
    Das passiert allerdings nur, weil einer nicht einsehen will, dass alle die gleichen Rechte haben, und nur seine Rechte durchsetzen will.


    Ich hoffe, dass ich die richtigen Worte, die richtige Formulierung gefunden habe, ohne jemandem zu Nahe zu treten.

    LG Connie
     
    #55 2. August 2010
  6. Lilac
    Lilac Gesperrt
    Registriert seit:
    27. Februar 2009
    Beiträge:
    5.520
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Hast Du![attachment=0:339nbjxe]respekt.gif[/attachment:339nbjxe]
     

    Anhänge:

    #56 2. August 2010
  7. Gast5221
    Gast5221 Guest
    Was glaubst Du was ich mir alles für Schimpfwörter habe anhören müssen, aber ich habe mit anderen Wörtern dies beantwortet. :mrgreen:
    Deutschen Kindern geht es diesbezüglich nicht besser.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du das alles recht einseitig siehst und da immer noch einen Zorn in Dir trägst, denn sonst wärst Du hier auf das Thema nicht derart impulsiv aufgesprungen.

    Lass es gut sein. Du darfst so sein wie Du bist. Ich habe Dir nur mal meine Sicht dargestellt. Was Du damit machst ist Deine Sache.
    Damit klinke ich mich nun aus diesem Thema aus.
     
    #57 2. August 2010
  8. ladelfi
    ladelfi New Member
    Registriert seit:
    26. Juli 2010
    Beiträge:
    14
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    @Juanito

    „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du das alles recht einseitig siehst und da immer noch einen Zorn in Dir trägst, denn sonst wärst Du hier auf das Thema nicht derart impulsiv aufgesprungen.“

    Nein, ich sehe es nicht einseitig! Ich ärgere mich nur immer wieder darüber, dass wenn es um Türken in Verbindung mit negativen Geschehen ist, die Medien wochenlang, immer wieder mit ihren Schlagzeilen darauf rum reiten und die Türken pauschal (so empfinde ich es) als schlechte Menschen darstellen. Wenn es positive Geschehen sind, wird am übernächsten Tag schon keine Silbe mehr erwähnt.
    Ein (noch) aktuelles Beispiel ist der Tod von H. Brunner, der von zwei deutschen Jugendlichen zum Tode geprügelt wurde. So sehr man auch die Heldentat des H. Brunner anfangs hochgelobt hat, werden plötzlich die Täter zu Opfer gemacht, da H. Brunner angeblich Herzkrank war und nicht durch die Prügelattacken ums Leben kam. Wobei ich der Meinung bin, wäre er nicht verprügelt worden, würde er noch leben.
    Nun gehen wir mal davon aus, die zwei Täter wären Türken gewesen. Willst du mir jetzt erzählen, dass die Medien davon berichtet hätten, dass der verstorbene Herzkrank war?
    Nein, dann wird der sonst kerngesunde Mann von zwei Türken brutal zusammengeschlagen, vorher womöglich seiner Wertgegenstände entledigt usw. und diese Schlagzeilen würden mindestens 4 Wochen jeden Tag zu lesen sein, damit man sich auch wirklich einprägen kann, dass Türken schlechte Menschen sind….

    „Lass es gut sein. Du darfst so sein wie Du bist…...“

    Na, jetzt bin ich aber froh und kann mit ruhigem Gewissen in die Zukunft blicken …..


    @ connie1

    „Integriert ist man in einem fremden Land oder einer fremden Stadt, wenn man einheimische Freunde hat, die einen wie selbstverständlich in ihren Alltag mit einbeziehen.
    Für die es normal ist (wie hier in Spanien) gegen 22:30 Uhr noch einen Besuch zu machen, um sich nach fast überstandener Krankheit nach dem Gesundheitszustand zu erkundigen.
    Oder wenn sie, weil sie wissen, dass der Ehemann nicht kochen kann, bei Abwesenheit der Frau regelmäßig Essen bringen.“
    „ladelfi, die Charaktereigenschaften die du beschreibst, findest du in allen Nationalitäten vor, und gut erzogen wird in vielen Ländern. Leider auch genauso oft schlecht. Nicht nur Moslems essen keinen Schweinefleisch. Alle gesundheitsbewussten Menschen tun es nicht, bzw. sollten es nicht tun.
    Wer in einem fremden Land/fremder Kultur glücklich werden und eine Heimat finden will, muss als erstes die Sprache lernen, und sich anpassen.“

    Du hast mit deinem Beitrag Recht, auch diese Eigenschaften pflege ich.
    Und ich bin der Meinung, dass der Charakter eines Menschen wohl eine große Rolle spielt, ob und wie dieser sich integrieren kann oder möchte.


    @ alle, die zu diesem Thema sich rege beteiligt haben:
    Hier wird von Integration von Türken/Ausländern in Deutschland gesprochen. Meine Schwiegereltern, die seit 35 Jahren, die letzten 10 Jahre zweimal im Jahr für mehrere Monate nach Spanien fahren, können heute noch nicht einen vollständigen Satz auf Spanisch. In der Zeit, wo sie dort sind, sind sie nur unter Deutschen und eine Handvoll Niederländern. Der einzige Spanier, den sie einmal die Woche begrüßen, ist der Poolreiniger. Außer Hola und Buenos Dias, spricht man nicht weiter.

    Türkei-Urlaub: Mein Bruder spricht mit seiner Frau beim Frühstück im Hotel türkisch und wird von einem deutscher Rentner (!) vom Nachbartisch angepflaumt (Zitat) „Sprich gefälligst Deutsch! Noch nicht mal im Urlaub hat man seine Ruhe!“
    Das würde mir nicht einmal im Traum einfallen, einem in seinem Heimatland die eigene Sprache zu verbieten!
    Vielleicht sind diese Menschen prozentuale Minderheit. Aber es gibt sie.
    Soviel zur Integration in fremden Ländern!
     
    #58 2. August 2010
  9. Oricos
    Oricos New Member
    Registriert seit:
    21. Juli 2010
    Beiträge:
    2.067
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    0
    Ort:
    Torrevieja / Alicante
    Dem Rentner hätte ich ein kräftiges "Eschek" entgegnet.

    Ich gehe mit connie konform, ausgenommen die Bemerkung über das Schweinefleischessen... :lol:

    @ladelfi: es ist nicht in Ordnung, dass Du ein bestimmtes Vorkommnis benutzt, um hier in Viktimismus zu verfallen. Das ist doch absolut hypothetisch, was Du da sagst. Für mich an den Haaren herbeigezogen und unseriös.
    Und noch unseriöser ist es, "den Deutschen" anzukreiden, was in bestimmten Medien eventuell geschrieben worden wäre.

    Deutschland ist nicht ausschliesslich durch die Blöd-Zeitung meinungsbestimmt, wie auch die Türkei sicher nicht nur "YeniSafak" folgt oder die Türken in Deutschland nicht nur "Hürriyet" lesen und deren Meinung nachbeten.

    Anmerkung: YeniSafak ist eine sehr regierungsnahe Tageszeitung aus Istambul, und Hürriyet wird ja wohl jedem deutschen Kioskkäufer bekannt sein.

    Dann wollte ich noch darauf hinweisen, wie der ursprüngliche Titel dieses Threads heisst:
    Wie spanisch ist die Costa Blanca eigentlich noch?


    Sollten wir nicht dahin zurückkehren?

    Ich will gern dazu beitragen:

    Ich kenne die Costa Blanca noch aus Franco-Zeit. Das erste Mal war ich auf eigenen Füssen als Anhalter in Gandía im Jahre 1974. Die Autobahn hörte in Valencia auf. Kein Mensch, ausser den wenigen Deutschen, die es damals hier gab, sprach Deutsch oder Englisch. Ich wurde fast von der Guardia Civil festgenommen, weil ich mich nicht verständlich machen konnte. Und damals musste man vor denen noch richtig Angst haben.

    Wenn wir eine derartige Situation als "Norm" festlegen würden, dann bin ich froh, dass Spanien sich insgesamt so stark verändert hat.

    Damit kann man auch die gestellte Frage schlussendlich nicht beantworten, denn man weiss ja nicht, wie sich das hier entwickelt hätte, wenn kein touristischer Einfluss da gewesen wäre.

    Spanisch ist es hier immer noch, sonst würden im Sommer die "Madriles" nicht mehr kommen und meckern, dass in Madrid alles besser ist. Wir lachen immer recht herzlich, wenn die aus dem Bus steigen und sogar die Kartoffeln im Gepäck haben, "weil die in Madrid einfach besser sind".

    Dass inzwischen an der Küste in einigen Bereichen vielleicht zu viele Geschäftszentren in ausländischer Hand sind, bzw. an ein derartiges Publikum gerichtet sind, ist ausserhalb jeder Diskussion.
    Ich habe in der hiesigen Tageszeitung einen interessanten Bericht gelesen, dass das "englische Viertel" in Benidorm, wo man nichts als Iren und Engländer sieht, fest in spanischer Besitzerhand ist.

    Was mir sauer aufstösst, ist dass die Spanier so einfach ihre Identität aufgeben: Centros Comerciales, die Flamenca Beach anstelle Playa Flamenca heissen, ein anderes heisst Washington Square, sie nehmen es einfach so hin, dass Speisekarten gar nicht mehr auf Spanisch verfasst sind (bestes Beispiel Mallorca - Schinkenstrasse) und so weiter.

    Aber hier im Levante hat man schon immer alles verkauft...
     
    #59 2. August 2010
  10. ladelfi
    ladelfi New Member
    Registriert seit:
    26. Juli 2010
    Beiträge:
    14
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    @Oricos

    „Dann wollte ich noch darauf hinweisen, wie der ursprüngliche Titel dieses Threads heisst:
    Wie spanisch ist die Costa Blanca eigentlich noch?

    Sollten wir nicht dahin zurückkehren?“

    Ich bin auf jeden Fall dafür, da die Diskussionen eh endlos sein würden, weil berechtigt jeder seine eigene Meinung und Einstellung hat. Also meinerseits ist in diesem Thread das Thema abgeschlossen.

    So jetzt zum eigentlichen Thema: Wo du in deinem Beitrag die Guardia Civil erwähnst, hätte ich eine Frage. Stimmt es, dass diese im Gegensatz zu der „normalen Polizei“ sehr aggressiv sind und man lieber „gehorscht“, damit man, wenn man mal bei diesen landet, noch glimpflich davon kommt? Sind diese wirklich mit, wie soll ich ausdrücken, mit Ehrfurcht zu begegnen? Das wurde mir mal erzählt, und jedes Mal wenn ich schon vom weiten sehe, dass welche am Straßenrand stehen, fahre ich umso langsamer bzw. vorsichtiger, denn im Falle, wenn ich angehalten werden würde, könnte ich mich mit denen nicht verständigen, zumindest nicht auf spanisch. Englisch wäre kein Problem, aber die meisten Menschen in Spanien sind mit englisch noch nicht so richtig vertraut (ist zumindes meine Feststellung).
    Gruß ladelfi
     
    #60 2. August 2010