Spaniens Verhältnis zum Leben

Dieses Thema im Forum "Off Topic - Bar Alegria" wurde erstellt von MVR1, 28. November 2019.

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  1. MVR1
    MVR1 Member
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    Spaniens Verhältnis zum Leben
    Hallo,

    das Gesundheitsministerium hat nun die offiziellen Zahlen bzgl. Abtreibungen oder wie es so niedlich auf den offiziellen Webseiten der Regierung steht - Unterbrechungen - veröffentlicht.

    Jahr Anzahl
    2018 95.917

    2017 94.123
    2016 93.131
    2015 94.188
    2014 94.796
    2013 108.690
    2012 113.419
    2011 118.611
    2010 113.031
    2009 111.482

    Von diesen 95.917 Abtreibungen oder schlicht Tötungen geschahen 90,44 % ohne Angabe von Gründen - 86.747.
    Medizinische Gründe:
    Hohe Risiken für das Leben / Gesundheit der Schwangeren: 5,95 %
    Risiko von Behinderungen des ungeborenen Kindes: 3,32 %
    Schwerste Anomalien beim ungeborenen Kind, die keine Überlebensmöglichkeit zuließen: 0,28 %
    Schwangerschaftsabbrüche auf Grund von Vergewaltigungen oder anderen Gründen 0,0 %

    Die Zahl 86.747 empfinde ich im Jahr 2019 (resp. 2018) als unfassbar, da Themen wie Verhütung, verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität anscheinend komplett an der spanischen Weiblichkeit vorbeigegangen ist und frau sich hier nur noch der Verantwortung des eigenen Handelns durch Tötung eines Lebens entziehen kann.

    Summieren wir die Zahlen stumpf, so ergeben sich in den letzten 10 Jahren 942.592‬ Abtreibungen - davon ca. 90 % - 848.332 Leben die keine Chance bekamen,
    nur weil es frau so wollte.

    Die Zahlen können hier Ministerio de Sanidad nachgeschlagen werden.

    Gruß
    Manfred
     
    #1 28. November 2019
  2. Biggi
    Biggi Moderator
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    Ja leider,solange sich die Männer ihrer Verantwortung entziehen und nur mit einem bestimmen Körperteil denken,wir es die Zahlen der Abbrüche geben.
     
    #2 28. November 2019
  3. MVR1
    MVR1 Member
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    Es lebe das stumpfe Vorurteil. Leider pure und obendrein falsche Interpretation, gerade im Hinblick auf die sehr scharfen Unterhaltsrechte und -pflichten in Spanien (inklusive Durchsetzung als Straftatbestand bei Verweigerung) und im Angesicht, dass "Mann" gar kein Mitsprache- oder Bestimmungsrecht in Fragen der Kindestötungen im Mutterleib hat.
    Btw., es gibt kaum ein Land in dem die Unterhaltsverpflichtungen zu Kindern so scharf geregelt und durchsetzbar sind wie in Spanien - und ich bin ein absoluter Unterstützer dieser Schärfe.

    Denn: Wer rammelt wie ein Karnickel hat sich den Konsequenzen dieses Verhaltens ohne jegliche Abstriche zu stellen - gilt für Männchen und Weibchen ganz gleichberechtigt.

    Gruß
    Manfred
     
    #3 28. November 2019
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  4. Kali
    Kali Member
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    Nicht zum erstenmal kommt hier mal wieder mal ein Kommentar eine bestimmte Person einfach nur um was geschrieben zu haben.
    Mir aber kurz vorher eine Nachricht zukommen zu lassen das ich an anderer Stelle Text mit "unangebrachten Inhalt" gesendet habe, ohne zu verstehen was ich gemeint habe,
    finde ich schon sehr grenzwertig! Zumal wenn andere den Sinn verstehen und es mit einem "Gefällt mir " versehen !!!
    Vielleicht mal als kleiner Hinweis: " Erst lesen, dann denken, dann schreiben!"
     
    #4 28. November 2019
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  5. kante
    kante Member
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    Zizat
    "das Gesundheitsministerium hat nun die offiziellen Zahlen bzgl. Abtreibungen oder wie es so niedlich auf den offiziellen Webseiten der Regierung steht - Unterbrechungen - veröffentlicht.

    Jahr Anzahl
    2018 95.917"

    Manfred also im letzten Jahr 95.000 Abtreibungen in Spanien
    mit der Zahl kann ich überhaupt nichts anfangen, wenn ich nicht von dir gesagt bekomme wie viel Geburten es im letzten Jahr in Spanien gab

    Denn erst wenn die Zahl der Geburten der Zahl der Abtreibungen gegenübergestellt wird, lässt die feststellen, wie viel Prozent der Schwangerschaften abgebrochen wurde
     
    #5 28. November 2019
  6. MVR1
    MVR1 Member
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    Hallo kante,

    ist eigentlich recht einfach nachzulesen. Aber hier die Zahl der Geburten Spaniens:
    369.302. Bedeutet dass jedes fünfte Kind in Spanien keine Chance auf ein Leben hatte.

    Der Link zu den Geburtenzahlen.
    Gruß
    Manfred
     
    #6 28. November 2019
  7. kante
    kante Member
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    Zitat
    "Bedeutet dass jedes fünfte Kind in Spanien keine Chance auf ein Leben hatte."

    du hast bei dieser Aussage angenommen, dass jedes Kind, wenn es nicht abgetrieben worden wäre, die Chance auf ein - gutes - Leben gehabt hätte. Das stimmt so nicht, weil es ja auch viele Abtreibungen deshalb gibt, weil schon vor der Geburt festgestellt wurde, dass das Kind nach der Geburt nicht lebensfähig wäre, oder auch, dass das Kind zwar lebensfähig wäre, aber schwerstbehindert leben müsste
    All diese Embryonen musst du somit schonmal herausrechnen sodass sich der Prozentsatz entsprechend verringert
     
    #7 28. November 2019
  8. Ramon
    Ramon Active Member
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    Hast Du eigentlich auch eine Leertaste, die Du z.B. nach einem Komma betätigen kannst? Und da Du ja ständig andere User "runtermachst", solltest Du doch mal allmählich lernen, dass man sich einen verfassten Text (wegen der Fehler) noch einmal durchliest, bevor man ihn postet.
     
    #8 28. November 2019
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  9. MVR1
    MVR1 Member
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    Hallo kante,

    simple Rechenaufgabe.... Es bleibt bei meiner Aussage auch wenn es dann "nur" bei 19% aller Schwangerschaften eine Kindestötung im Mutterleib gibt.

    Kann bei der Aussage bleiben, dass fast jedes fünfte Kind auf Wunsch der Frau noch vor der Geburt abgetötet wird.

    Gruß
    Manfred
     
    #9 28. November 2019
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  10. kante
    kante Member
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    Zitat "Kann bei der Aussage bleiben, dass fast jedes fünfte Kind auf Wunsch der Frau noch vor der Geburt abgetötet wird."

    Manfred, ich sag mal vorweg, dass ich bei der Geburt unseres Sohnes anwesend war und sehr viel glücksgefühl erlebt habe und mich sehr freute, ein eigenes Kind bekommen zu haben. Ich kann also ein klein wenig mitreden

    Zum ersten geht es bei einer Abtreibung nicht nur um den Wunsch der Frau allein. genauso kann auch der Wunsch des Mannes die entscheidende Rolle spielen. gerade in einer guten Partnerschaft überlegt man gemeinsam, ob man ein ungewollt gezeugtes Kind haben will oder nicht

    Zum zweiten hängst du das Wort Tötung (Abtötung) viel viel zu hoch, sodass ich vermute dass deine Einstellung rein religiös bedingt ist. Wenn ich versehentlich ein Kind gezeugt hätte das nicht von meiner Partnerin und mir erwünscht ist, dann würde ich das mit meiner Partnerin besprechen und dann würden wir voraussichtlich einer Abtreibung beschließen. Und ich hätte bei der Entfernung des Zellhäufleins von Erbsengröße (oder weniger) nicht im geringsten das Gefühl, dass jetzt eine "Tötung" ( oder wie manche sogar sagen: ein Mord) geschieht.
     
    #10 29. November 2019
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