Für oder gegen ein Verbot für das Töten im ruedo - El Mundo

Dieses Thema im Forum "Stierkampf" wurde erstellt von Ibn Khaldun, 21. April 2007.

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  1. Ibn Khaldun
    Ibn Khaldun Member
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    Hallo Philipp,

    Du hast sicher meine Frage oben übersehen - was auch an meiner Formulierung liegen kann... Warum geht es bei der aktuellen politischen Debatte doch um den Stier und nicht, wie ich meine, um den Zuschauer?
     
    #11 22. April 2007
  2. Sergio
    Sergio Member
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    Und so ist es, dass ein Stier nie freiwillig in eine Arena steigen würde! Kunst und Tradition hin oder her. Ich mag es, wenn ich sie auf dem Weg von Medina Sidonia - Sidona, du weisst vermutlich wo das ist -nach Vejer de la Frontera auf der Weide friedlich vor sich hin grasen sehe, ganz friedlich mit sich selber. :wink:

    es grüsst
    Sergio
     
    #12 22. April 2007
  3. Gast1805
    Gast1805 Guest
    Sorry Ibn, ist irgendwie an mir vorbeigegangen:
    Natürlich geht es hierbei in erster Linie um Tierschutz, oder vielleicht auch "anscheinenden" Tierschutz. Denn gerade die letzten Diskussionen um das Einmischen der spanischen Regierung und auch des Europäischen Parlamentes haben gezeigt, wie einseitig selbst engagierte Stierkampfgegner mit diesem Thema umgehen. Von der diplomatischer Sensibilität ganz zu schweigen. Sie sind geradezu bereit einen hohen Preis für ein solches Verbot zu zahlen. Und hier rede ich nicht mal von Geld, oder den Verlust der Arbeitsplätze, sondern beziehe mich auf die Zucht der Kampfstiere, den toro bravo selbst. Zum Beispiel müßten bei einem sofortigen Verbot mindestens an die 80.000 toros eben sofort geschlachtet werden, um nicht zur völligen Unrentabilität zu verkommen. Obwohl sie eigentlich ja noch zwei bis vier Jahre in Freiheit leben könnten.

    Die Tatsache, dass der Stier, wenn er außerhalb der plaza getötet werden soll, zwar länger am leben bleibt wird ihm jedoch eher zum Verhängnis. Denn wie Sidona oben schon beschrieben hatte verlängert sich dadurch natürlich auch sein Leiden, was in der Regel nach jenen zwanzig Minuten einsetzt. Und einige haben sicher schon gesehen, wie lange es dauern kann, einen Stier aus dem ruedo zu bekommen.

    Das sich trotzdem ein großer Teil der, man kann ruhig sagen, der angeblichen aficionados für ein Töten außerhalb der Plaza de toros ausspricht, zeigt lediglich auf, dass die Unwissenheit zu diesem Thema auch in Spanien verbreitet ist. Das ist wiederum nur verständlich, denn es benötigt recht viel Zeit um der tauromaquia mit entsprechendem Wissen und Kompetenz zu begegnen. Nimm zum Beispiel verschiedene Sportarten, wo die Zuschauer eine Begeisterung verspüren, aber oft von dem eigentlichen Geschehen keine Ahnung haben, also nur fachsimpeln ohne fundierte Kenntnisse. Nicht anders verhält es sich beim Stierkampf. Der "Otto-Normal-Spanier" will seinen Spaß daran haben, und bei seinen ein, zwei bis drei jährlichen Stierkämpfen, meistens im Rahmen einer stimmungsvollen Feria, möglichst mutige Toreros sehen und sich an dem "spannungsgeladenen" Ambiente erfreuen. :lol:
     
    #13 22. April 2007
  4. Sidona
    Sidona New Member
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    du vergisst dabei nur eines - ohne corrida de toros würden DIESE Tiere dort nicht friedlich vor sich hin grasen, da es sie gar nicht gäbe. Und der Herr Nuñez würde mit dem Land dort ganz was anderes Einträgliches anfangen, vielleicht ein Ferienresort oder einen Golfplatz bauen... denn sicher ist, diese imensen Weiden könnte er so nicht brach liegen lassen. Und jeder andere Zucht (Schweine, Rinder zum Schlachten) brauchen nicht so viel Platz.
     
    #14 22. April 2007
  5. Ibn Khaldun
    Ibn Khaldun Member
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    Also irgendwie meinen wir dasselbe und dennoch reden wir aneinander vorbei...
     
    #15 23. April 2007
  6. Gast1805
    Gast1805 Guest
    Nein, nein, wir reden nicht aneinander vorbei, Du weißt es doch, viele Wege führen zum Ziel.
     
    #16 23. April 2007
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