Was denken die Spanier von der deutschen Einheut

Dieses Thema im Forum "Spanische Kunst & Geschichte" wurde erstellt von CocheValencia, 3. Oktober 2008.

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  1. Spaniel
    Spaniel New Member
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    Ui Mastino

    Sind wir paar vom Forum die sich im Mimimum für zwei Ländern tiefer und nicht nur für "Wein, Weib und Gesang", interessieren, denn wirklich solche löbliche Ausnahme. Fühlen uns da direkt geehrt. Das mit dem Interesse oder eben nicht am Ferienland, sollte aber doch schon etwas über meine spottende Bemerkung hinaus gehen. Das ist natürlich meine Meinung. Habeim Bekannten- und Verwandtenkreis noch diverse solcher "Ausnahmen.

    Habe Mittlerweile auch schon über das "Durchreiseland" Frankreich schon vieles gelernt, gehört und gelesen. Ist seit einiger Zeit eben ein Durchreiseland nach Spanien geworden und nicht nur ein Durchraseland. Selbst für Rhodos habe ich mich mit Kartenmaterial und Führern ausgerüstet. In denen auch ein Minimum über das Volk, dessen Geschichte und ihr Sitten und Gebräuche steht.

    Gebe natürlich unumwunden zu, dass mir Spanien am "nächsten" liegt und ich von diesem Land einiges weiss. Zudem kennen mich im Forum doch einge, die wissen, dass ich ein Wissbegieriger bin und manchmal vielleicht fast zu viel wissen will. Doch die vielen Erfahrungen die hier im Forum eingebracht werden, finde ich sehr kostbar, denn daraus kann ich doch oft was lernen. Manchmal ist man sogar überrascht, weil man halt als Tourist, selbst mit sehr grossem Interesse fürs Land, nicht alles weiss. Vor allem Hintergründe fehlen einem manchmal. Da haben wir aber im Forum doch sehr gute SpezialistenInnen, die einem bereitwillig und kompetent halt auch noch die "letzen" Wissenslücken schliessen.

    Es grüsst


    Hampi,
    der hofft, dass es doch zukünftig mehr Menschen gibt, die sich um mehr als nur bis zum Gartenzaun kümmern.
     
    #21 6. Oktober 2008
  2. imported_morayma
    imported_morayma New Member
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    Da muss ich euch beiden leider zustimmen. Mich erstaunt immer wieder, wie viele von den Ausländern, die hier in Spanien leben, sich nicht die Bohne für Spanien interessieren, für das Land, in dem sie die meiste Zeit des Jahres leben.
    Von den Touristen ganz zu schweigen. Die Sonne-Strand-Meer- Urlaubsorte sind für sie so austauschbar, dass sie beim Aufwachen nicht immer genau wissen, ob sie in Spanien, der Türkei oder sonstwo am Meer sind. Hauptsache es gibt Rostbraten mit Zwiebel und Bratwurst :shock:

    Auch hier im Forum sehe ich manchmal mit einem gewissen Schrecken, dass wichtige Themen wie Wassermangel, exzessive Bautätigkeit, etc. nur wenige und nur so am Rande interessieren :?

    Ich finde diese Ignoranz nicht nur schade sondern auch sehr bedauernswert.


    Un saludo

    Morayma
     
    #22 6. Oktober 2008
  3. imported_Schmika
    imported_Schmika New Member
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    Auf Ignoranz und Desinteresse stösst man doch eigentlich überall. Nicht nur, wenn es um so "große" Dinge, wie die oben genannten, geht. Eigentlich fängt es doch schon bei den einfachen zwischenmenschlichen Dingen an. Wer interessiert sich denn noch für seine Mitmenschen? Wer tut noch einen einfachen Gefallen ohne eine Gegenleistung zu verlangen? Da kann man doch wahrlich nicht erwarten, dass ich mich für das eigene oder gar für andere, fremde Länder interessiere.

    Würde uns die "kindliche" Neugier erhalten bleiben und nicht irgendwo beim Erwachsenwerden verloren gehen, wäre das wahrscheinlich anders. Wir würden uns mit Feuereifer auf alles Unbekannte stürzen und vor Wissbegier platzen.
     
    #23 6. Oktober 2008
  4. Gato
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    Doppelpost... :shock:
     
    #24 6. Oktober 2008
  5. Gato
    Gato New Member
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    Wer sein inneres Kind verloren hat, kann einem tatsächlich leid tun.

    Ich habe mir mein inneres Kind erhalten, ansonsten wäre ich seelisch verkrüppelt.

    Und ich finde noch ein paar Leute hier im Forum, nicht viele, aber ein paar schon, wo ich sicher bin, dass sie noch Kontakt zu ihrem inneren Kind haben.

    Sein inneres Kind und die damit verbundene "Kindliche" Neugier gehört eigentlich nicht zum Erwachsenwerden.

    Eher zum Abtöten innerer Gefühlswelten und Empfindungen, um die Flugbahn freizuhaben für abstrakte Dinge wie Karriere, Vermögenmachen und andere über den Tisch ziehen.
    Da wäre das innere Kind natürlich vollkommen im Wege.
     
    #25 6. Oktober 2008
  6. Spaniel
    Spaniel New Member
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    Hallo Mastino

    Da pflichte ich dir zu. Als ein Teil des "inneren Kindes" betrachte ich auch, dass man sich ab etwas unscheinbar Kleinem, eben wie ein Kind riesig freuen kann. Wenn man nur an grossem monströsem Freude haben kann, ist doch wirklich nicht mehr viel los.

    Muss doch nicht immer ein Sechser im Lotto sein, der einem Freude macht. Das kann doch durchaus ein liebenswürdiger, freundlicher und dankbarer Blick und ein Zulächeln aus einem sich öffnenden Gesicht einer alten Frau sein, wenn man sie in Ruhe vor dem Auto (berechtigt) über den Fussgängerstreifen gehen lässt. Solch kleine grossen Freuden tun einem doch noch Minuten später gut.

    Es grüsst



    Hampi,
    der überzeugt ist, dass bei Schmika, diese kleine, doch so wichtige Eigenschaft nicht verkümmert ist.
     
    #26 6. Oktober 2008
  7. imported_Schmika
    imported_Schmika New Member
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    Aber muss man das denn so trennen? Kann man sich von dem Kind nicht etwas bewahren und trotzdem die "abstrakten Dinge" verwirklichen (andere über den Tisch ziehen schließe ich hier mal aus)? Ich finde, Karriere und Geld verdienen (es muss ja nicht gleich ein Vermögen sein) nicht verwerflich - solange es nicht auf Kosten anderer geschieht.
     
    #27 6. Oktober 2008
  8. imported_Schmika
    imported_Schmika New Member
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    Gerade die Freude an kleinen Dingen macht doch das Leben schön und den Alltag freundlicher (das ist nicht so schwülstig gemeint, wie es klingt).

    Und du glaubst gar nicht, wie kindisch ich mich freuen kann, Hampi. :wink:
     
    #28 6. Oktober 2008
  9. imported_morayma
    imported_morayma New Member
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    Meines Erachtens geht es hier überhaupt nicht um das Schlagwort "kindliche Neugier erhalten".

    Schon dass Schmika schreibt "Ignoranz und Desinteresse....wenn es um grosse Dinge geht", zeigt m.E. dass etwas falsch läuft bzw. falsch verstanden wird.
    Wasserprobleme sind für mich keine grossen Dinge, sondern hautnahe Dinge. D.h. ich kann mich nicht auf den Standpunkt zurückziehen "was kümmert's mich, bei mir kommt das Wasser aus dem Hahn, lasss die mal machen".

    In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich nach meinem Gefühl eine Art falscher Individualismus und eine Bloss-Nicht-Einmisch-Haltung breit gemacht, die den Politikern, etc. erst ermöglicht zu handeln wie sie derzeit handeln.

    Jeder kümmert sich nur noch um seinen eigenen Kram unter dem Motto "Hauptsache mir geht es gut".

    Mich erinnert das was zu Zeit abgeht immer an einen Spruch, der der französischen Königin Marie-Antoinette zugeschrieben wird. Als das Volk wegen einer Hungersnot vor ihrem Palast um Brot bettelte, soll sie gesagt haben: " Warum essen die Leute denn keinen Kuchen, wenn sie kein Brot haben?".


    Ein völliges Unverständnis der Lage. Marie-Antoinette war bestimmt nicht ungebildet und uninteressiert. Aber sie kannte nur ihre Welt und interessierte sich nur für ihre Welt. Die solange funktionierte, bis man ihr den Kopf abschlug.

    Den Kopf wird man uns wohl nicht abschlagen. Aber irgendwann wird man uns z.B. den Wasserhahn zudrehen. Und dann?

    Un saludo

    Morayma
     
    #29 6. Oktober 2008
  10. Tibi
    Tibi New Member
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    Hallo

    in der P.M.History 9/2008 werden die gemeinsame & die geteilte Geschichte Deutschlands beschrieben.

    Es gibt Gegenüberstellungen, Interviews und gute sachliche Berichte zu lesen.

    www.pm-history.de


    Gruß Ruth
     
    #30 10. Oktober 2008