Juan Carlos denkt nicht an Rente

Dieses Thema im Forum "Casa Real - Das spanische Königshaus" wurde erstellt von Madrugada, 11. Januar 2008.

Booking.com
  1. Madrugada
    Madrugada Member
    Registriert seit:
    16. März 2007
    Beiträge:
    535
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    16
    Ort:
    Deutschland NRW
    Juan Carlos denkt nicht an Rente
    Hola,

    In der spanischen Presse und Regenbogenpresse stand der 70.Geburtstag des spanischen Königs Juan Carlos ja schon eine Weile im Mittelpunkt.
    Gerade fand ich einen kleinen Bericht in der Klatschspalte meiner Lokalzeitung.
    Spaniens König Juan Carlos denkt auch mit 70 Jahren nicht an den Ruhestand.Er sei fest entschlossen"als König mit derselben Leidenschaft und Hingabe wie bisher für das Wohl Spaniens und aller Spanier zu arbeiten"betonte der Monarch bei einem offiziellen Geburtstagsdinner.Er sei stolz auf das,was er bisher erreicht habe.
    Kronprinz Felipe wandte sich in einer-im Protokoll nicht vorgesehenen-Rede an seinen Vater mit den Worten:"Lieber Chef,wir danken Dir dafür,dass Du uns mit Deinem intensiven Leben und Deinem Einsatz im Dienste der Nation ein ständiges Beispiel gegeben hast."
    Juan Carlos war am vergangenen Samstag 70 Jahre alt geworden.Er feierte seinen runden Geburtstag gestern Abend mit 450 geladenen Gästen im Madrider Pardopalast.

    Bestimmt musste er die 450 Gäste nicht selbst verköstigen!

    Saludos,

    Madrugada
     
    #1 11. Januar 2008
  2. Gato
    Gato New Member
    Registriert seit:
    23. Juni 2007
    Beiträge:
    1.570
    Zustimmungen:
    2
    Punkte für Erfolge:
    0
    Ort:
    Moròn de la Frontera, Andalucia
    Hallo!

    Bei einem Jahreseinkommen von 7 000 000 Euro, die uns jährlich die Firma Casa Real kostet, und bei einem Privatvermögen von nur 1,7 Milliarden Euro, wurde ich mir auch überlegen, ob ich mir das leisten kann in Rente zu gehen.

    Gruss
     
    #2 11. Januar 2008
  3. Gast36
    Gast36 Guest
    Ich denke eher, dass er noch solange Monarch bleiben wird, bis sich sein Sohn Felipe im Volk etabliert hat.
    Denn die Spanier haengen mehr am Monarchen als an der Monarchie. Es haengt mit der Persoenlichkeit Juan Carlo´s zusammen, und da muss Felipe noch ein Stueck lernen, um in die Fusstapfen seines Vater´s treten zu koennen. Letizia, die ja als Journalistin offen mit Menschen umgehen kann, wird ihm da wohl gut helfen koennen. Felipe ist in letzter Zeit auch schon volksnaher geworden und nicht mehr so schuechtern.....
     
    #3 11. Januar 2008
  4. Gata
    Gata Well-Known Member
    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    5.710
    Zustimmungen:
    233
    Punkte für Erfolge:
    63
    Hola,
    ich glaube, dass die bürgerliche Letizia noch nicht in den Herzen der Spanier angekommen ist.
    Sie ist auch keine Charmeoffensive und ich finde , sie ist wenig herzlich. Zusammen mit dem schüchternen Felipe müssen sich die beiden einfach noch zu viele Scheiben an den Eltern abschneiden. Und einen eigenen Stil haben sie auch noch nicht entwickelt, sie sind einfach noch zu blass.

    Gata
     
    #4 11. Januar 2008
  5. Gast36
    Gast36 Guest
    Spanische Thronfolge

    Für unsere Monarchisten habe ich eine Meldung gefunden, die zu unserem Thema passt:


    Ein Achtundsechziger wartet auf seine Krone
    Von Leo Wieland, Madrid

    30. Januar 2008 „Schöner Schmarren“ stöhnte der Prinz, als er zuletzt mit der Prinzessin ins Kino ging. Das Stöhnen auf der Leinwand war nicht laut genug, als dass die Sitznachbarn des Felipe von Bourbon und Griechenland ihn nicht gehört hätten. Der Filmkritiker aus dem Palast, der sich mit seiner Frau Letizia den Streifen „Lust, Caution“ des chinesischen Regisseurs Ang Lee anschaute, legt sonst zwar vorsichtig jedes Wort auf die Goldwaage. Aber wenn er sich spontan äußert, dann tut er das auf verständliche und recht volkstümliche Weise.

    Dieser „Achtundsechziger“, der an diesem Mittwoch vierzig Jahre alt wird, ist kein „spanischer Charles“. Das heißt, dass ihm Vater und Mutter durchaus zutrauen, irgendwann die spanische Krone zu übernehmen. König Juan Carlos I., der Anfang Januar gerade seinen siebzigsten Geburtstag feierte, hat es jedoch ähnlich wie die englische Königin nicht eilig, einem Nachfolger zu weichen. Das hat in seinem Fall nicht nur persönliche Gründe, denn die junge spanische parlamentarische Monarchie ist ein politisch witterungsanfälliges Gewächs.

    Spanische Monarchie ist kein Selbstläufer

    Die Meriten des noch von dem Diktator Franco auf den Thron gehobenen Juan Carlos sind unbestritten. Er hat nach dem Tod des Generalissimus im Jahr 1975 die „transición“, also den Übergang zu einer respektablen Demokratie mit europäischer Einbindung, zu bewerkstelligen geholfen. Er hat sie dann im Jahr 1981, als neofranquistische Militärs einen Putsch versuchten, gerettet und in jener Nacht, als in Teilen Spaniens schon die Panzer rollten, seinen damals dreizehn Jahre alten Sohn nicht ins Bett gehen lassen. Er sollte sehen, was geschah und hätte geschehen können.
    Zum Thema

    * Meritokrat auf Spaniens Thron: König Juan Carlos wird 70
    * Spanien und sein Oberhaupt: Erhebender Einkönigstag
    * Spanisches Königshaus: Royale Bande von Faulpelzen
    * Prinzessin Letizia hat zweite Tochter zur Welt gebracht

    Nun, ein Vierteljahrhundert später, könnte eigentlich alles für Land und König stabil und solide sein. Aber die politische Wirklichkeit Spaniens, zu der das ständige Gezerre separatistischer Basken, Katalanen und sogar Galicier gehört, erlaubt keine langen Atempausen. Obwohl Juan Carlos die angesehenste Gestalt im öffentlichen Leben ist – weit vor allen Politikern –, wurde er unlängst zur Zielscheibe antimonarchistischer Eruptionen. Auch Felipe wurde zum ersten Mal mit einer geschmacklosen Karikatur unvorteilhaft ins Blickfeld gerückt. Vater und Sohn wurde dabei abermals klar, dass die spanische Monarchie, obschon noch nicht ernsthaft angefochten, kein Selbstläufer ist. Was Juan Carlos sich „verdiente“, wird der Prinz von Asturien auf seine Art durch Leistung behaupten müssen. Dass die Krone in einem innerlich gespannten, politisch und regional polarisierten Land mit starker republikanischer Unterströmung das glaubwürdigste Symbol nationaler Einheit ist, mag ihm helfen.

    Felipe als Diplomat tauglich

    In der Geschichte des bourbonischen Spanien, die sich nicht gerade durch zahlreiche Lichtgestalten auf dem Thron auszeichnete, ist Felipe der am besten vorbereitete König im Wartestand. Er kennt sein Land und das Ausland, seit er in einem katholischen Gymnasium in Madrid eingeschult wurde und schließlich in einem kanadischen College Abitur machte. Er diente daraufhin, so wie sein Vater zuvor, in allen drei Waffengattungen der Streitkräfte und erwarb sich den Ruf, helle, lernfähig, pflichtbewusst und kameradschaftlich zu sein. Dem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Madrid schloss sich ein Aufbaustudium in internationalen Beziehungen an der Washingtoner Georgetown-Universität mit besonderer Aufmerksamkeit für Lateinamerika und die arabischen Länder an.

    Es dauerte nicht lange, bis Juan Carlos sah, dass der Sohn als sein diplomatischer Stellvertreter überaus tauglich war. Seitdem ist Felipe als zweiter „Botschafter Spaniens“ auf Reisen und scheut dabei keine Krisenregion und keine weniger angenehme Aufgabe. Dazu gehören die Beerdigungen spanischer Soldaten, die bei Auslandseinsätzen umkamen, ebenso wie die mitfühlende Präsenz, wenn zu Hause baskische oder islamistische Terroristen Anschläge verübten. Nach dem Madrider 11. März 2004, als in vier Vorortzügen fast zweihundert Menschen getötet wurden, war er das erste Mitglied des Königshauses, das auf die Straße ging und sich einer Solidaritätsdemonstration für die Opfer anschloss.

    Nur „aus Liebe“ heiraten

    Womit er sich indes sehr lange Zeit ließ, war das Heiraten. Ein Flirt mit einem skandinavischen Fotomodell verschaffte dem spanischen Hochadel sogar den Schluckauf. Weil er hartnäckig darauf bestand, es nur „aus Liebe“ zu tun, konnte erst im Mai 2004 in der Madrider Almudena-Kathedrale seine Verbindung mit der geschiedenen Fernsehjournalistin Letizia Ortiz besiegelt werden. Jene Zeremonie setzte zugleich für ein dankbares Spanien zwei Monate nach der Tragödie einen versöhnlichen Akzent. Nach dem ersten Schritt tat der Kronprinz dann seine zweite dynastische Pflicht. Seine Frau gebar ihm bislang zwei Töchter. Und wenn noch ein Sohn dazu kommt, dann wird dieser aller Voraussicht nach nicht Thronfolger werden. Felipe ließ nämlich schon wissen, dass der männliche Geschlechtervorteil, den sein Vater noch in der Verfassung zu verankern half, im Zeitalter der Gleichberechtigung nicht mehr angebracht sei. So wird wohl das Gesetz zugunsten seiner ältesten Tochter Leonor noch geändert werden müssen.

    Der blauäugige schlanke Zweimetermann Felipe hat sich daran gewöhnt, seine Umgebung und auch seinen Vater, den er „Patrón“ nennt, zu überragen. Eine besondere enge Beziehung verbindet ihn indes mit der Mutter, Königin Sofia, die nicht nur darauf achtete, dass das sportliche Kind (Felipe war der Fahnenträger bei den Olympischen Spielen von Barcelona) immer gesund aß, sondern ihn auch durch ihr nachdenkliches und zurückhaltendes Wesen prägte. Mag Juan Carlos, dem nachgesagt wird, dass er im Privatleben gelegentlich über die Stränge schlug, für ihn das „königliche Vorbild“ sein, so ist es in der Familie wohl eher die Königin, nach der die zweite Tochter benannt wurde.

    Um Zuspruch kämpfen


    Die spanischen Medien, die schon den Siebzigsten des Vaters mit der präventiven Überschwänglichkeit, die aus innenpolitischer Unsicherheit rührt, feierten, tun dies nun aus Anlass des Vierzigsten des Thronfolgers mit ähnlicher Intensität. Dabei dominieren nicht etwa nur die Loyalitätsbekenntnisse der Konservativen, die am rechten Rand manchmal in antimonarchistische Feindseligkeit abgleiten. Auch für die Lobredner der regierenden Sozialisten ist die Krone inzwischen ein nützlicher und geschätzter Anker.

    Wenig Zuspruch erhält sie hingegen aus dem Kreis der grünen Kommunisten und der stänkernden Regionalnationalisten. Die Stärke von Juan Carlos besteht vor allem darin, dass er es verstand, unter spanischen Bourbonenskeptikern aller Couleur schließlich „Juancarlisten“ zu gewinnen. Der Kronprinz, der sich müht, zu seiner in einer Demokratie aufgewachsenen und häufig indifferenten Generation eine eigene Brücke zu schlagen, wird noch „Felipisten“ brauchen.

    Text: F.A.Z.

    Und wer noch richtig schöne Bilder fürs Auge braucht :lol: , der schaut einfach mal bei der Quellevorbei..

    Saludos
    Cangreja
     
    #5 30. Januar 2008
  6. Gato
    Gato New Member
    Registriert seit:
    23. Juni 2007
    Beiträge:
    1.570
    Zustimmungen:
    2
    Punkte für Erfolge:
    0
    Ort:
    Moròn de la Frontera, Andalucia
    Ohje, da hat unser Leo Wieland mal wieder den Bleistift gewetzt....

    Ein Wunder, dass die FAZ diesem Demagogen und professionelen Falschlieger immer noch Honorar für seine weinbeseelte Schreibe bezahlt.

    :?
     
    #6 30. Januar 2008
  7. Rappelkistenrebell
    Rappelkistenrebell New Member
    Registriert seit:
    23. Juni 2006
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Ort:
    Osnabrück
    Es wird Zeit,daß das spanische Volk die schmarotzende Königsfamilie in rente schickt!
    España republicana!
     
    #7 27. März 2008