Gibt es in Spanien Gottesdienste in Kirchruinen?

Dieses Thema im Forum "Spanische Kunst & Geschichte" wurde erstellt von CocheValencia, 14. März 2010.

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  1. CocheValencia
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    Gibt es in Spanien Gottesdienste in Kirchruinen?
    Hola todos

    Ich wolte wissen ob es in Spanien Kirchroienen gibt wo Gottesdinste gefeiert werden so wie im Oderbruch.
    Ich habe mahl ein Frau mit in der Ortwiger Kirche mitgenommen weil in der Roine ein kleiner sahl gebaut wurde und mit einfachen Miteln an Gott gelaubt wird.

    Hir der Artikel wo auch meine Oma mit im Beitrag drine steht.
    leider ist meine Oma mit ihren 86 Jahren nach dem sie für die Zeitung die Gloken geleutet hat hingefallen und hat sich das Handgelenk gebrochen.
    Wir durften wen Gottesdinst war als Kinder die Kirchengloke auch von Ortwig Leuten oder Silvester.
    Die Ortwiger haben Silvester eine Tradizion erst nach dem die Gloken zuende Geleutet haben Feiern sie Silvester und wen man5% minuten leutet ist Ruhe in Dorf und dan geht die Post so richtig ab.
    Beim Leuten kann man dann von weiten sehen das in den anderen Dörfern so geknalt und Feuerwerfliegt sehehen.
    Ich wolte wissen ob sowas auch in Spanien geben könnte.

    Hir der Artikel.
    Die große Liebe und der Kirchplatz

    Von Mandy Timm

    Christine Wiese zeigt ein Bild, auf dem beide Ortwiger Kirchen zu sehen sind. Kurze Zeit nach der Aufnahme wurde die kleine Fachwerkkirche abgerissen. Weiter auf dem Bild: Siegfried Macholtz, Christa Wegner, Irmgard Kaul und Jürgen Sattler (v.l.)

    Ortwig (MOZ) Im Frühjahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 65. Mal. Im Bombenhagel während der Schlacht um Küstrin und die Seelower Höhen und des Marsches auf Berlin wurden allein in der Seelower Region 28 Kirchen zerstört. In loser Folge stellt Oderland Echo Kirchengemeinden vor, die Notkirchen oder Ersatzbauten schufen, um Gottesdienste feiern zu können. Heute: Ortwig

    "Big Love" - große Liebe hat jemand in schlanken Buchstaben an den einstigen Altar gesprüht. Ob er mit dem Bekenntnis eine Angebetete meint, Gott oder die Kirche bleibt offen. Beliebt ist der ungewöhnliche Platz, auf dem der Altar unter freiem Himmel steht, allemal und das, obwohl von der früheren Kirchenpracht nicht mehr viel übrig ist. Das Gotteshaus in Ortwig ist zerstört, eine Ruine, seit 65 Jahren schon, seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Mächtig und stolz soll die Kirchturmspitze früher schon von weitem zu sehen gewesen sein. Irmgard Kaul erinnert sich noch. Die Christin gab 1944 in dem Gotteshaus auch ein Liebes-Bekenntnis. Sie heiratete. Ein Jahr später lag die Kirche in Schutt und Asche. Zeitweise sollen bis zu 700 Artillerierohre auf Dorf und Gotteshaus gerichtet worden sein. Ortwig wurde am Kriegsende zu 45 Prozent zerstört.

    So wie von vielen Häusern und Gehöften blieb auch von der Kirche nicht fiel. Dabei war der Bau relativ neu. Seine Lebensdauer betrug gerade mal 33 Jahre. Weil der Vorgänger, eine Fachwerkkirche, stark baufällig war - der Pfarrer soll während eines Festgottesdienst beinahe mit der hohen Kanzel abgestürzt sein und der Kirchturm drohte bei jedem Glockenschlag einzustürzen - musste neu gebaut werden. 1911 legten die Christen den Grundstein. Zwei Jahre später wurde die neue, stattliche Dorfkirche feierlich eingeweiht. Bis zum Abriss des alten Fachwerkbaus standen in Ortwig zwei Kirchen nebeneinander.

    Der Altar im neuen Bau wurde damals Richtung Osten und neben dem Kirchturm errichtet. "Beides ist ungewöhnlich", sagt Christine Wiese von der Kirchengemeinde. "Altäre zeigen in evangelischen Kirchbauten eigentlich nach Westen und befinden sich nicht neben dem Kirchturm." Weil der Boden sehr uneben und sumpfig war, sei extra eine Bodenplatte gegossen worden, erzählt Frau Wiese. Die massive Platte allein verschlang eine horrende Summe. Um weitere Kosten für eine Bodenplatte zu sparen - im Westen, wo der Kirchturm normalerweise steht, war ebenfalls grundloser Boden -, wurde der Kirchturm kurzerhand neben den Altar gebaut.

    Nachdem die Kirche zerstört war, hielten die Christen zunächst in der Gaststätte Siebert ihre Gottesdienste ab. Konfirmanden-Unterricht fand bei den Familien Brill und Kaul im Wohnzimmer statt. Anfang der 50er Jahre arbeitete Ernst Krüger detaillierte Pläne für einen Kirchenneubau aus mit Kostenvoranschlägen und dem Material, das nötig war. Der Plan wurde sogar vom Kirchlichen Bauamt abgesegnet. In das Gotteshaus sollten unten der Pfarrer einziehen und oben die Kirchengemeinde für ihre Gottesdienste. Aus dem Vorhaben wurde aber nichts. "Warum", sagt Christine Wiese, "weiß niemand so genau. Stattdessen wurde die Kirche nach den Ortwiger Plänen im Nachbardorf Groß Neuendorf aufgebaut." 1954 wurde stattdessen an einem Teil der Ruine eine schlichte Notkirche für die Glieder errichtet. Bis heute treffen sich dort Ortwiger und Groß Neuendorfer zusammen, 126 insgesamt. Zwei Glocken wurden im selben Jahr unkonventionell in die hohen Fensteröffnungen der erhalten gebliebenen Südwand eingebaut.

    Das große Aufräumen begann erst nach der Wende. Schuttberge und Bäume wurden Lkw-weise abgefahren. Der Altar und ein Großteil des gefliesten Kirchenbodens blieben fast vollständig erhalten. Maurermeister Detlef Brückner aus Kienitz sanierte "mit Hilfe einfacher, aber wirksamer Mittel die noch vorhandenen Gebäudeteile", wie Hans-Georg Rieger und Günther-Alexander von Wittich in ihrem Buch Kirchen im Oderbruch schreiben, und hauchte der Kirchenruine neues Leben ein.

    Die Ortwiger schätzen den Ort in ihrer Mitte und bekennen sich auch dazu. Sie haben einfach aus der Not eine Tugend gemacht. Jeden Sommer finden dort, wo einst ihre stolze Kirche stand, Konzerte statt oder Gottesdienste. Dann werden Stühle und Bänke herbeigeschafft, dann wird gelauscht unter freiem Himmel und einem Blätterdach. Die Ortwiger hegen und pflegen ihren Kirchplatz - so wie er ist. Es ist fast wie eine "Große Liebe".

    Märkische Oderzeitung vom 06. März 2010
     

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    #1 14. März 2010
  2. CocheValencia
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    #2 14. März 2010
  3. Gast4179
    Gast4179 Guest
    hallo Kaulis.

    vermutlich gibt es keine Gottesdienste in Spanien die in Ruinen stattfinden.

    Warum?

    Weil es in Spanien sehr viele Kirchen gibt. Im Gegensatz zum Osten von Deutschland, wo während des real existierenden Sozialismus die Kirchen verfallen sind. :)
     
    #3 24. März 2010
  4. CocheValencia
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    Hallo

    Die Par Cristen die es in der DDR gab haben aus Wenig fiel gemacht aus einer ruine ein kleinen sahl gezimmert oder Heimlich zur Kristenlere gegangen ohne das die Schule davon wissen solte.
    Das weiß ich weil wir als Kinder nicht erzehlen durften von Kristenlere untericht oder von Kompfomanden untericht.
    Mein Opa war aber von der DDR Kirchenmusicdirektor nur ein Mann hör war Manfred Stolpe der meine Mutter geholfen hat ohne konsequenzen den werkundeuntericht zu verweigern auch wurde mein Vater von Stolpe beraten das er nicht total verweigern soll sein Werdinst sondern zu den Bausoldarten gehen solte.
    Auch gab es in den 70ziger Jahren bei mein Vater weil er ein wort Zitirte Schwäter zu Flugscharen mechig Erger.

    In Bad Freienwalde wurde mit einer Westlichen Partnerkirche in den 80zigern der dachstul und das Dach neu gedekt daher ist die Kirche nicht zerfallen.

    Ich war auch Kein Pionir da meine Eltern es nicht so wolten so das ich meine eigende meinung mir Bilde und es ja Taufe oder was anderes für mich geben solte.

    Ich war aber Trotz allen bis ich im Stümbruch kamm im Pionircor unserer schule und ich wurde ohne Unifom trotzdem zum Singen und Musiziren mitgenommen und die anderen waren alle in Pioniruniform.
    Mit 14 Jahren solte ich dann selber entscheiden ob ich Getauft werde Kopformirt oder Jugendweie mache und FDJotler werde.
    Ich habe mich gegen Jugenweihe entschieden auch gegen FDJ.
    Aber par monate Speter war alles anders in der wende zeit.

    Hasta luego Kaulis 8)
     
    #4 24. März 2010
  5. Brecher
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    Moin!

    Eigentlich hat das ja nichts mit Spanien zutun, aber wo wir gerade beim Thema sind,
    ich habe beobachtet, daß es bei uns (im Westen) schick wird, Jugendweihe zu feiern.

    Erstmal kann ich das garnicht einordnen, was soll man von diesen Leuten dann halten?
    Kirchenfeindlich, ewig Gestrige, Ex-Stasis?
    Würde mich mal interessieren, die Frage stelle ich mir schon länger.

    Gruß
    Brecher
     
    #5 24. März 2010
  6. CocheValencia
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    Hallo Brecher

    Das mit der Jugenweihe ist auch etwas merkwürdig.
    Mit Stasi hat das nichts zu tuhen sie wollen eigentlich ohne Glauben sowas wie Komonijon oder Kofomatzion haben um sich dann den Kopf mit Alkohol zuzu drönen.
    Ja die Heutige Jugenweihe ist eigentlich nur ein Beseufnis.
    Der Hintergrund der jugenweihe ist das die Kinder in Erwacksende Alter gefürt werden und dadurch mehr verantwortung haben.

    Hasta luego Kaulis 8)
     
    #6 24. März 2010
  7. Gast4179
    Gast4179 Guest
    #7 24. März 2010
  8. Brecher
    Brecher Member
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    Klingt ja erstmal garnicht so verkehrt.
    Ist ja immer die Frage, von wem sie bei Ihrer Tätigkeit "unterstützt" werden.

    Im Prinzip werden Jugendliche sicher nicht mehr optimal für die Realität im Erwachsenenleben vorbereitet, sei es von der Schule und leider auch nicht vom Elternhaus.
    Anders ist es sicher nicht zu erklären, daß so viele Jugendliche nicht mehr "ausbildbar" sein sollen.

    Also hoffen wir mal, daß es was Gutes ist [-o< .

    Gruß
    Brecher
     
    #8 25. März 2010
  9. Gast4179
    Gast4179 Guest
    Hat in meinen Augen zu sehr ein Geschmäckle. Brecher
     
    #9 25. März 2010