Francos Konzentrationslager

Dieses Thema im Forum "Spanische Kunst & Geschichte" wurde erstellt von Gato, 9. November 2007.

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  1. Gato
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    Francos Konzentrationslager
    Ein Dokumentarfilm arbeitet ein düsteres Kapitel spanischer Geschichte auf

    Dass die spanische Diktatur unter General Franco bei der Unterdrückung des Widerstands Konzentrationslager benutzte, ist in Spanien noch weitgehend unbekannt. Dieses dunkle Kapitel spanischer Geschichte wird nun erstmals in Form eines Dokumentarfilms aufgearbeitet. "Riejas en la memoria" ("Die Erinnerung an die Gitterstäbe") lautet der Titel des Films von Manuel Palacios. Nicht nur in Deutschland unter Hitler, auch in Spanien unter dessen Komplizen Franco gab es Konzentrationslager.

    Manuel Palacios Film stützt sich auf die neuesten historischen Untersuchungen. Demnach existierten während der Diktatur insgesamt 104 Konzentrationslager, ein ganzes Netz. Franco ließ dort Regimegegner hinrichten, foltern, verhungern.

    Eine halbe Million Menschen war bereits zu Zeiten des Bürgerkriegs in KZs und Straflagern gefangen. Aber es waren nicht nur Spanier, die dieses Schicksal erlitten. "Während des Zweiten Weltkriegs flüchteten viele Menschen vor dem Naziterror Richtung Spanien", erklärt der Historiker Javier Rodrigo. "Aber sie kamen nicht in die Freiheit. Historischen Schätzungen zufolge internierten die Franquisten bis zu 70.000 Flüchtlinge in KZs. Unter anderem Franzosen, Juden, Tschechen, Polen, Amerikaner, Engländer."

    Der Diktator kannte keine Gnade. Selbst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sah Franco keine Veranlassung seine Konzentrationslager aufzulösen. Das letzte KZ wurde erst 1962 geschlossen, heißt es im Dokumentarfilm. Zwangsarbeiter aus Straflagern sorgten für den Wiederaufbau des zerstörten Landes. Menschen, die sich für Demokratie und Republik eingesetzt hatten, wurden wie Sklaven behandelt. Beim Straßen, Kanal-, Brücken- oder beim Kirchenbau zum Beispiel.


    Archive durchforstet

    Die internationale Staatengemeinschaft wusste offenbar schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von den Konzentrations- und Straflagern des Franco-Regimes, tat aber nichts dagegen. Wie viele KZ-Häftlinge und Strafgefangene bis zum Tod des Diktators im Jahre 1975 exakt starben oder erschossen wurden, ist noch weitgehend unklar. Eine Leidensgeschichte unvorstellbaren Ausmaßes tut sich auf. Palacios fordert mit seiner Dokumentation endlich Aufklärung. "Die Erinnerung an die Menschen, die den Krieg gegen den Diktator verloren haben, die Geschichte der Besiegten wurde in Spanien praktisch ausradiert", sagt der Filmemacher.

    Archive und Akten des spanischen Militärs hat der Dokumentarfilmer mit einem Historiker durchgeforstet. Doch es war nur ein bestimmter Teil des Archivs, der eingesehen werden durfte. Tonnenweise Akten aus der Schreckenszeit sind noch unter Verschluss. Spanien tut sich offenbar noch sehr schwer damit das öffentlich zu diskutieren, was wirklich in den 40 Jahren Diktatur geschehen ist. Die mächtige katholische Kirche war mit dem Diktator aufs engste verbündet. Der Staatsterror erhielt sogar den Segen des Vatikans. Selbst nach dem Krieg.

    Blockiert wird die Aufarbeitung der Vergangenheit unter anderem von einer franquistischen Nationalstiftung, die das Erbe des Diktators weiterhin feiert. Die Stiftung verfügt über ein Archiv der Francoära, verweigert aber trotz Proteste den Zugang. "Diese Nationalstiftung hat die Archive praktisch gestohlen und konfisziert – im Namen des Diktators", sagt der Historiker Rodrigo

    Massengräber in ganz Spanien

    Massengräber wurden im ganzen Land entdeckt. Auch auf dem Gelände von Konzentrationslagern. Die mühsame Ausgrabung und Identifizierung der Opfer hat inzwischen begonnen, so etwa auch in Burgos. Insgesamt sollen 30.000 Leichen in Massengräbern liegen. Die Erinnerung an die Folgen des Staatsterrors stellt die junge demokratische Nation auf eine Zerreißprobe. Die Emotionen liegen blank. Bisweilen werden sogar Drohungen laut. Ein Passant in Burgos meint: "Wenn die so weiter machen mit ihren Ausgrabungen, dann haben wir hier bald wieder einen Bürgerkrieg. Ja, ich glaube es wird wieder wie 1936. Und dann wird alles noch schlimmer kommen."

    Symbole, Denkmäler, Straßennamen aus franquistischen Zeiten gibt es im Land noch zuhauf. Im Zentrum Madrids sitzt der Diktator symbolisch noch fest im Sattel. Soll die Statue weg? Oder soll sie bleiben? Die Spanier sind gespalten. In der Bevölkerung herrscht eine große Unsicherheit beim Umgang mit der Franco-Ära. Im Zweifelsfall ist Verdrängung angesagt. Doch viele Spanier wissen einfach nichts, weil in den spanischen Schulen weder Bürgerkrieg noch Francozeit eingehend unterrichtet werden. "In meinen Augen haben die jungen Generationen Spaniens keinen Schimmer davon, was in diesem Teil der Geschichte wirklich passiert ist", meint ein weiterer Passant. "In Spanien wurde nach dem Tod des Diktators ein Pakt des Schweigens geschlossen zwischen den politischen Parteien und in weiten Teilen der Gesellschaft. Kann schon sein, dass der Übergang zur Demokratie noch nicht lang genug zurück liegt."


    Betroffene Zuschauer

    Der Dokumentarfilm von Manuel Palacios ist gerade in den spanischen Kinos angelaufen. In den Medien ist die Kinopremiere jedoch nur am Rande - wenn überhaupt - erwähnt worden. Auch dies ist ein Zeichen, das Bände spricht. Das Thema KZs in Spanien ist offenbar noch heute für einen Großteil der Bevölkerung tabu. Spanier, die von den Konzentrationslagern durch Familienangehörige erfuhren, durften bisher nicht darüber offen sprechen. Betroffen, konsterniert verlassen die ersten Zuschauer nach der Premiere den Kinosaal. Eine Zuschauerin meint: "Unglaublich, sie haben uns über die ganzen Jahre hinweg mit diesen Nazikonzentrationslagern terrorisiert. Und wir haben das dauernd ignoriert. Offenbar ignorieren wir das noch immer."

    Dem Regisseur ist es gelungen, 40 ehemalige KZ-Häftlinge zum Sprechen zu bringen, die zum Teil über mehrere Jahrzehnte interniert waren. Auch namhafte Historiker und Journalisten kommen zu Wort. Der Regisseur will mit seinem einfühlsamen Film erzählen, was passiert ist. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist ein erster couragierter Schritt und höchste Zeit. Denn die Generation der Zeitzeugen stirbt langsam aus und mit ihr droht die Erinnerung an die Gräueltaten in den spanischen Konzentrationslagern für immer zu erlöschen.


    Quelle: 3sat.online
     
    #1 9. November 2007
  2. imported_morayma
    imported_morayma New Member
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    So unbekannt ist diese Tatsache gar nicht mehr, Mastino,

    Wenn man in google.es als Suchbegriff "campos de concentracion en la epoca de Franco" eingibt, werden immerhin 501.000 Resultate angezeigt. Selbst meine Kinder haben in der Schule von Konzentrationslagern wie Miranda de Ebro und Campo de Concentración de Albatera etc. gehört. Damals hörte auch ich erstmals von diesen Lagern, denn auch in deutschen Schulen wurde davon nichts berichtet.

    In den vergangenen zehn Jahren wurde auch eine Reihe von Dokumenten freigegeben, die es erlaubten zu beweisen, dass zwischen 1936 und 1943 mindestens 150.000 Spanier bei massiven Erschiessungen starben oder in Konzentrationslagern und Gefängnissen. Deine Zahl von 500.000 Ermordeten ist sicher nicht zu hoch gegriffen.


    Diese Statue von Franco hoch zu Ross wurde im März 2005 entfernt. Um Proteste zu vermeiden in einer Nacht- und Nebelaktion.

    http://www.20minutos.es/noticia/11696/0 ... ua/franco/

    Allerdings weiss ich nicht, ob es in Madrid weitere Statuen von Franco gibt. Es gibt jedoch in ganz Spanien noch mehr als genug Strassen, Plätze, Symbole und Stauen, die direkt und indirekt an Franco erinnern.

    Dieses Totschweigen der Francozeit hängt meiner Ansicht nach einmal damit zusammen, dass die Gruppe der "offiziellen" und heimlichen Francoanhänger in Spanien leider immer noch recht mächtig ist, vor allem auch in den Reihen der PP, und nicht nur dort. Zum anderen war der Krieg von 1936 bis 1039 ein Bürgerkrieg. Die Risse gingen und gehen durch ganze Familien. Das ist sicher schwerer aufzuarbeiten als eine Diktatur wie die von Hitler.

    Ganz abgesehen davon dauerte es auch in Deutschland sehr lange, bis man begann, die Nazizeit halbwegs aufzuarbeiten. Der Prozess ist m.E. bis heute noch nicht wirklich beendet, wie man z.B. an der mehr als peinlichen, beschämenden Trauerrede des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Öttinger (CDU) bei der Trauerfeier zum Tod von Filbinger sehen konnte.

    Un saludo

    Morayma
     
    #2 22. November 2007
  3. Rappelkistenrebell
    Rappelkistenrebell New Member
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    Kann mir jemand ggen Entgelt diese Doku aufnehmen?

    Francos Konzentrationslager


    Franco war ein Verbrecher-ganz klar!
     
    #3 27. März 2008
  4. imported_Stephan72
    imported_Stephan72 New Member
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    Woher denn? Kommt sie aktuell im TV?
     
    #4 27. März 2008
  5. Gato
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    Hallo!

    Nein. Er leif 2004 im Kino. Ich bin selbst auf der Suche nach dem Film.

    Wenn ich ihn gefunden habe sag ich Bescheid. dann finden wir auch eine private Möglichkeit des runterladens....
     
    #5 27. März 2008
  6. Spaniel
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    Hallo Kritiker dieser Zeit

    Frage mich nun ganz kurz und ernsthaft, was sagt denn das Königshaus dazu? Was unternimmt es?

    Eine beschämende Zeit. Verständlich, dass viele nicht darüber sprechen wollen, weil sie selber Dreck am Stecken haben.

    Es grüsst


    Hampi,
    der zur Ehre der vielen unnötigen Opfer schweigt.
     
    #6 27. März 2008
  7. Rappelkistenrebell
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    Der Scheiß König verdankt doch seine Regentschaft dem Faschismus! Ohne den Faschismus wäre Spanien eine Republik geblieben!
     
    #7 27. März 2008
  8. Gato
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    Hallo spaniel!

    Das spanische Königshaus wäre wohl die letzte bastion, die sich zu diesem Thema entsprechend äussern und reagieren würde.

    Juan Carlos war ein Ziehsohn von Franco. Franco lies ihn ausbilden, und setzte defakto die Monarchie wieder ein, als klar war, dass er nicht mehr lange macht, und sein eigentlicher Nachfolger von der ETA liquidiert wurde.

    Die spanische Königsfamilie hat aus dem Francoismus nur gewonnen, auch wenn vieles anders und "demokratischer" dargestellt wird. die Spanier sind Weltmeister in Legendenbildung, egal in welchem Bereich....

    Juan Carlos hat viel gelernt, er ist ein ausgezeichneter Taktiker, und versteht es sehr gut, im richtigen Moment das Richtige zu tun, und es auch noch so zu verkleiden, als ginge es ihm um das Wohl des Volkes, und nicht um seine eigenen Vorteile und Machtpfründe.

    Er hat es im Laufe des Überganges von der Diktatur zur Pseudodemokratie geschafft, seine Machtposition auch auf politischer Ebene zu installieren.

    Der König ist bis dato als Oberbefehlsinhaber der spanischen Streitmächte durch Geburtsrecht der mächtigste Mann in Spanien.

    Er hat auf den Thron auch das Recht verbrieft, das Parlament auflösen zu können, ohne die Möglichkeit des Einschreittens Dritter!

    Eine Machtfülle, die sich mit keiner Form von Demokratie verträgt. Von daher besteht in Spanien keine echte Demokratie, sondern nur eine Scheindemokratie, die jederzeit durch einen einzelnen Mann beendet werden kann. Soviel zu Francos Erben.


    Und dass Juan Carlos mit 4 Milliarden Privatbesitz der zweitreichste Mensch in Europa ist, in Spanien aber in sozialer Hinsicht absolut desolate Zustände herrschen, der Mann aber offensichtlich mehr Interesse an seinem Privaten Reichtümern besitzt, als mit einem grossen Teil dieses Vermögens (das ja eigentlich der spanischen Bevölkerung gehört!) die bestehenden Verhältnisse positiv zu beeinflussen, spricht auch Bände über seinen Charakter.

    Was noch zu erwähnen ist, in Spanien gilt der Paragraph der Majestätsbeleidigung. Dieser ist rigiros und wird auch genauso rigoros gegen Kritiker der Monarchie eingesetzt. Da hat sich Juan Carlos auch gut abgesichert, und seine Kritiker schon im Ansatz mundtot gesetzt.

    Wenn du in Spanien öffentlich was gegen den König schreibst oder sagst, landest du sehr schnell im Kittchen und/oder bezahlst horrende geldstrafen.

    Beispiele gibt es genug, und aus diesem grund findest du in Spanien auch kaum kritische Stimmen gegen das Königshaus, und auch keine Satire.

    Du siehst, die Staatsform in Spanien ist alles andere als das, was man allgemein unter einer Demokratie versteht.

    Gruss
     
    #8 27. März 2008
  9. Rappelkistenrebell
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    Das ist bedingt richtig.Aber es gibt auch eine große republikanische Bewegung in Spanien!



    La Coordinadora Republicana de Madrid Convoca a la Manifestación Republicana el

    sábado 19 de abril 2008 a las 18:00 horas de Cibeles - > Sol

    El Manifiesto firmado por muchas organizaciones republicanas de Madrid,también por el PCPE.
    AMPLIAR
    Manifiesto. Abril de 2008
    Llega el 14 de abril y con el una nueva convocatoria por la III República. Cada año en todo el Estado y con una participación cada vez más numerosa y más decidida, las calles se inundan con el clamor de muchos miles de personas que denunciamos la absoluta incapacidad del marco constitucional surgido de la Transición para dar respuesta a las necesidades de la inmensa mayoría. Reclamamos la participación soberana del pueblo en las decisiones políticas, el reconocimiento del ejercicio del Derecho de Autodeterminación y reivindicamos la III República.

    Concluida una nueva convocatoria de elecciones generales en la que, una vez más, todo el aparato de propaganda se ha aunado para hacer creer a los pueblos que realmente pueden decidir algo con su voto en el marco de esta monarquía heredera del franquismo. Los graves problemas que agobian a la clase trabajadora no sólo permanecen intactos, sino que han sido clamorosamente silenciados durante la campaña. La gran orquesta mediática no permite voces disonantes. Sólo acepta a quienes interpretan, con diferentes voces, la misma partitura.
    Durante demasiado tiempo se ha pontificado sobre el valor de la Constitución como marco de convivencia y acuerdo político. Ahora, cuando empiezan a percibirse los primeros síntomas de una gran crisis económica, de proporciones desconocidas para las generaciones actuales, es preciso arrancar las máscaras encubridoras y enfrentar la realidad.
    Estos últimos años, en plena euforia económica, la banca y las grandes empresas anunciaban sin pudor incrementos en los beneficios del 35 y del 40%. Mientras tanto – sobre todo desde la entrada del euro – los salarios han ido perdiendo capacidad adquisitiva ante la subida de los precios, sobre todo los de la vivienda. Los sueldos de miseria, la extensión de la precariedad y los accidentes laborales afectan sobre todo a inmigrantes, jóvenes y mujeres.
    ¿Y qué dice la Constitución de todo ello? Que todos tenemos derecho reconocido al sistema público de Seguridad Social, a la vivienda, al trabajo, a la salud laboral, a la educación y a la sanidad públicas, a la cultura, al medio ambiente, a pensiones adecuadas, al deporte…etc. Pero con una trampa curiosa.
    Los artículos que consagran los pilares del capitalismo: la propiedad privada, la herencia, la libre empresa y la defensa de la productividad, son derechos de hierro, garantizados por el Estado y exigibles ante los tribunales.
    Los otros artículos, los que aluden a necesidades básicas para la supervivencia y el desarrollo de las personas, los llamados derechos colectivos, son meras declaraciones de intenciones, no tienen la menor eficacia práctica, como es bien evidente.
    Todo ello constitucionaliza la mayor aberración que se manifiesta en momentos de crisis. Mientras los jugosos beneficios de las épocas de crecimiento, que han salido solo y exclusivamente del trabajo, van a parar a los bolsillos privados de los capitalistas y los salarios aumentan muy por debajo de la inflación real, cuando llegan las pérdidas, el cierre y la deslocalización de empresas se traducen en el drama humano del despido.
    Medio millón de parados nuevos saldrán sólo del sector de la construcción, al que se unirán otros como comercio, servicios, el textil, el automóvil, etc. Con el agravante de que ahora los trabajadores y trabajadoras, sobre todo sin papeles y precarios, se encontrarán sin colchón social de protección, al haberse ido endureciendo las condiciones de acceso al desempleo, reduciéndose las indemnizaciones por despido, etc.
    Si a ello añadimos el precio abusivo de los alquileres, el aumento descomunal de las cantidades que se pagan por los créditos hipotecarios y el imparable aumento de los precios de alimentos y productos de primera necesidad, podemos afirmar que nos encontramos en la antesala de una situación social muy grave, para la que el sistema no tiene otra respuesta que incrementar la explotación y la extracción de beneficios de las capas populares.
    El reciente informe de los Inspectores de Hacienda denunciando que no se persigue el gran fraude fiscal por falta de medios, la larga carrera de regalos fiscales a las grandes fortunas, la banca y las grandes empresas emprendida por las CC.AA y todos los Gobiernos del Estado, mientras los asalariados pagamos cada mes y por adelantado el IRPF y somos asfixiados por el IVA y demás impuestos indirectos, es otro escándalo ante el que callan o pasan de puntillas fuerzas políticas institucionales y las cúpulas de las grandes centrales sindicales.
    En estos últimos meses la ciudadanía está saliendo indignada a la calle ante el gigantesco proceso de privatización de la sanidad que están llevando a cabo los gobiernos regionales de un “color” y otro. La entrada masiva de empresas privadas en la gestión de hospitales públicos, sobre todo las grandes constructoras que huyen de la crisis inmobiliaria, asegura el negocio de la única forma posible, la que utiliza la sanidad privada: disminución de la calidad, empleo precario y selección de pacientes, es decir, evitar personas mayores y enfermos crónicos. La Constitución no impide semejante atropello, como hemos visto, pero es que la Ley de Nuevas Formas de Gestión – 15/1997 - que permite la gestión privada de la sanidad pública, fue apoyada en el Parlamento por PP y PSOE.
    Los duros improperios cruzados entre el Gobierno PSOE, el PP y la jerarquía episcopal, en torno al aborto o acerca de la defensa de la “familia”, ocultan que con los votos de unos y otros el aborto sigue en el Código Penal. Mujeres y profesionales siguen al albur de lo que decida el juez de turno, que cada vez es más reaccionario. Pero sobre todo, permanece intacto el Concordato con la Santa Sede que mantiene para la Iglesia católica los privilegios que le concedió la Dictadura y una jugosa financiación pública de los colegios concertados, que a su vez le garantiza una potente influencia ideológica
    La farsa electoral ha ocultado todo esto bajo la pesada alfombra de la política antiterrorista. El aparato judicial, nunca depurado de la herencia de la Dictadura, muestra a la luz del día su connivencia con organizaciones fascistas en las que militan gentes como el asesino de nuestro compañero Carlos Palomino. Manifiesta todo su ensañamiento en la ilegalización de los partidos ANV y PCTV, en el encarcelamiento de cientos de militantes de organizaciones políticas y sociales vascas – auténticos presos políticos - en multar a independentistas por quemar la imagen del rey, en llevar a prisión a jóvenes y sindicalistas y en desatar auténticas cacerías contra trabajadores inmigrantes, mientras deja impunes los grandes delitos económicos, como se ha mostrado recientemente en el caso de “los Albertos”.
    La imagen de los partidos mayoritarios pugnando por demostrar quién mete más ciudadanos y ciudadanas vascos en la cárcel, quién arrasa con más rotundidad derechos civiles y políticos, ha tenido su alter ego en los pequeños partidos institucionales que callaron n, miraron para otro lado y siguieron desarrollando la campaña, ignorando el estado de excepción impuesto al pueblo vasco y el endurecimiento de la represión en el conjunto del estado contra personas y organizaciones de la izquierda.
    Efectivamente, “lo llaman democracia y no lo es”. Es imprescindible un marco político radicalmente nuevo que ineludiblemente debe garantizar, con todas las consecuencias, el ejercicio del Derecho de Autodeterminación.
    El deterioro creciente de la imagen de la familia real, la percepción de su vagancia y de sus lujos insultantes a costa de todos nosotros, se ha agudizado mostrando su anacronismo, su incompatibilidad con la libertad de expresión y sobre todo su ilegitimidad de origen, como heredera de Franco. Todo anuncia que se prepara la sucesión del Borbón viejo por el Borbón joven, alimentando la ignorancia de la gente e intentando ocultar que tanto el padre como el hijo son lo que son por designación directa de Franco. Nuestros pueblos, y sobre todo los y las más jóvenes no están dispuestos a olvidarlo; ni quienes nos manifestaremos el 14 de abril a permitirlo.
    Juntos y cada vez más, nos comprometemos a luchar porque acabe cuanto antes la ignominia que mantiene un sistema que garantiza privilegios a oligarcas, familias reales, iglesia, banqueros y capitalistas, mientras niega derechos políticos, económicos y sociales a las trabajadoras y trabajadores y a los pueblos del Estado español.
    El pueblo del Madrid del 14 de abril, el del “No Pasarán”, el de la resistencia antifascista y nuestra propia dignidad nos lo están exigiendo.
    ¡CONTRA LA PRECARIEDAD, EL PARO Y LA CARESTÍA DE LA VIDA!

    ¡CONTRA LA DOBLE EXPLOTACIÓN DE LAS MUJERES!

    ¡POR EL DERECHO DE AUTODETERMINACIÓN, NO MÁS REPRESIÓN!

    ¡POR LOS DERECHOS SOCIALES Y LABORALES!

    ¡POR LA III REPÚBLICA!
    Abril de 2008

    quelle: http://www.pcpe.es/wp/?p=504
     
    #9 27. März 2008
  10. Gato
    Gato New Member
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    [/quote]Das ist bedingt richtig.Aber es gibt auch eine große republikanische Bewegung in Spanien!
     
    #10 27. März 2008