Ahnenforschung - kleine Geschichten zur grossen Geschichte

Dieses Thema im Forum "Spanische Kunst & Geschichte" wurde erstellt von Mari Carmen, 6. November 2006.

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  1. Mari Carmen
    Mari Carmen New Member
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    Ahnenforschung - kleine Geschichten zur grossen Geschichte
    Mein grosses Hobby ist die Ahnenforschung, la genealogia.
    Ich denke, es gehört zu dieser Rubrik, wenn ich euch einige der
    Geschichten, Erlebnisse, Berufe, etc. so nach und nach mitteile.
    Meine Vorfahren habe ich bis jetzt bis ins Jahr 1870 nachgeforscht.
    Fehlt aber noch einiges.

    Zum Beispiel:
    Mein Urgroßvater väterlicherseits, mi bisabuelo, wurde ca. 1872 in Huelva
    en el Pinar geboren und handelte mit Schrott, trabajando en la chatarra.
    Als "Nebenjob", das hat mich fasziniert, stellte er aus den Zehen der
    Schweine, las pezuñas de los cerdos, kleine Kämmchen für die Haare,
    peinecillos, her.
    Die jungen Frauen kauften ihm diese ab, um sich für
    Samstag abends zum Tanzen ihre Haare zu schmücken.

    Bis jetzt ist mir nicht eindeutlich klar, wie er das gemacht haben soll.
    Auf jeden Fall, hat er gut damit nebenbei verdient. Meine tia-abuela,
    Großtante, hat mir erzählt, todas las mozitas estaban loquitas por los
    peinecillos, que eran muy precioso. Das muss um 1900 gewesen sein.

    Was meint ihr, gehören solche kleinen persönlichen Geschichten hierhin?


    ______________________________
    Viva la Virgen del Rocio, viva la Blanca Paloma
     
    #1 6. November 2006
  2. claudita
    claudita New Member
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    Interessant, und wie bist du an diese Informationen gekommen, wenn ich fragen darf? Würde mich ja auch mal interessieren, vor allem die Teile unserer Familien, die gerne im Dunkeln gelassen werden..
     
    #2 6. November 2006
  3. Mari Carmen
    Mari Carmen New Member
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    Oh, ja.... ich weiss was du meinst. Aber man muss nur fragen, fragen, fragen.
    Vor allem die ältesten aus der Familie. Bis zur Nerverei. Und alles aufschreiben.
    Ahnenforschung mache ich seit zwanzig Jahren.
    Alles nur Geduld.

    Und man muss Daten haben. Auch diese Info bekommt man durch Fragerei.
    Und wenn man Daten hat, dann die Standesämter anschreiben.
    Ist zwar langatmig, weil man die Urkunden dann bei Konsulat
    abholen muss (wegen Datenschutz).

    Schaut doch mal auf meine Homepage http://www.carmen-arenas.ag.vu auf spanisch. Gibt es auch auf deutsch.
    Ist aber noch in Bearbeitung.
    Da stehen zwar nicht die Geschichten, aber einige Daten.
     
    #3 6. November 2006
  4. Sidona
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    Re: Ahnenforschung - kleine Geschichten zur grossen Geschich

    mach nur, wers nicht lesen will soll es einfach lassen, ich mag solche Dingen und die Ahnenforschung ist doch hochinteressant - besonders über mehrere Länder!
     
    #4 6. November 2006
  5. Ibn Khaldun
    Ibn Khaldun Member
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    Re: Ahnenforschung - kleine Geschichten zur grossen Geschich

    Klar, solange sie mit Andalusien oder zumindest mit Spanien zu tun haben auf jeden Fall. Wenn Du eine wissenschaftliche Begründung brauchst, :wink:
    :wink: dann kannst Du das ganze unter den Aspekt "europäische Ethnologie" oder "Kulturanthropologie" stellen, das sind Nachbarwissenschaften oder Hilfswissenschaften der Geschichte und der Soziologie, die sich mit diesen kulturgeschichtlichen Geschichtchen befassen.

    Vielleicht interessiert Dich ganz persönlich ja diese Seite:
    http://www.angekommen.com/iberer/
     
    #5 6. November 2006
  6. Gast1692
    Gast1692 Guest
    @ Mari Carmen
    Was meint ihr, gehören solche kleinen persönlichen Geschichten hierhin?

    Ich finde es sehr Persöhnlich,aber wer es gerne erzählen möchte,dann soll er das.
    Ich habe die lezten 10 jahre auch nichts anderes gemacht.Habe dabei ein paar tsd Km hinter mir.Bin aber an einem Punkt angelangt wo ich einfach nicht mehr weiter komme.
     
    #6 6. November 2006
  7. Mari Carmen
    Mari Carmen New Member
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    Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt. Diese Geschichten sind nicht
    persönlich. Sie sollen eigentlich nur ein Teil des Lebens der Menschen in
    Huelva bzw. Andalusien im frühen 20. Jahrhundert darstellen, so wie sie
    mir erzählt worden sind. Ich möchte auch nicht, eine neue Genealogie
    Rubrik ins Leben rufen. Dafür gibt es schon zuviele im Netz.

    Das Schwierige ist, diese Geschichten irgendwo einzuordnen.
    Noch ein Beispiel:

    Einer meiner Vorfahren war ein sogenannter Friseur für die toreros.
    Er hatte keinen Friseurladen oder andere private Kunden. Er hatte eine
    Kneipe und er war nur für den Dott mit Haarnetzteil der früheren toreros
    zuständig.
    Man sagt, das soll eine Kunst gewesen sein. Kann jemand mir genaueres
    darüber erzählen?

    Wo gehört das hin? Zu Stierkampf oder doch zu Geschichte?

    @Khaldun
    Ich krieg das nicht hin mit der Signatur!
     
    #7 6. November 2006
  8. Uli
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    zu beiden denke ich.
    Was heute nur noch als Haarteil(chen) am Hinterkopf der toreros angesteckt wird, die coleta, war früher ein Zopf aus echtem Haar und noch früher die üblichen langen Haare der damaligen Mode, die bei den toreros in einer Art Haarnetz untergebracht waren.
    Ich nehme mal an, dass die langen Haare sehr kompliziert in diesem Haarnetz drapiert werden mussten.
    Man sieht's heute noch ab und zu einmal bei den "corridas goyescas".

    Uli
     
    #8 7. November 2006
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