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Zitat von Kaulis-kilometer
Hola todos
Jeden Donnerstag ist um 12 Uhr genau pünktlich das Tribunal de Agua .
Das Gericht tagt schon 800 Jahre und ist von den moslems eingefürt worden da es damals schon vor 800Jahren in der Cumunidat Valencia Wasser Knapheit gab.
Den Bauern werden Wasserrechte zu geteilt wer sich daran nicht Hält der wirt bestraft.
Das gericht ist das Älteste gericht in Europa und das Evezenteste gericht weil die strafe sofort eintrit ohne Schriftstück.
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Hola Kaulis,
Da muss ich nun doch einige Korrekturen anfügen, denn Du hast Dir viel dichterische Freiheit genommen
Das
Tribunal de Aguas ist zuständig für die Bewässerunganlagen der sogenannten Vega de Valencia die die Orte Quart, Mislata, Favara y Rovella rechts von Río Turia und Tormos, Mestalla y Rascanya links vom Turia umfasst. Diese sieben Bewässerungskanäle (
acequias) wurden bereits zur Römerzeit eingerichtet. Jede
Comunidad de Regantes (Bewässerungsvereinigung) entsendet einen Vertreter, der als Richter fungiert. Die Vertreter der Comunidades de Regantes links von Turia urteilen über die Fälle rechts vom Turia und umgekehrt. Jeder Bauer kann seine Beschwerde persönlich vorbringen und benötigt keinen Anwalt.
Jeden Donnerstag tritt das Gericht an der
Puerta de los Apóstoles der Kathedrale von Valencia zusammen. Punkt 12 Uhr eröffnet der
Alguacil mit den Worten"
S'obri el tribunal" (die Sitzung ist eröffnet) das Gericht. Dann ruft er die Ankläger auf "“
denunciats de la sèquia de...! ”
Das Tribunal de Aguas ist keineswegs ein touristisches Schauspiel, sondern eines der effizientesten und billigsten Gerichte der Welt. Urteile werden sofort und ohne Papierkrieg gefällt und selbstverständlich respektiert. Wer übers Gericht meckert, muss zahlen. Wer das Urteil gar nicht annimmt, büßt mit Wasserentzug, fast ein Todesurteil. Wasserrechte teilt das Gericht keine zu. Es wacht aber über die gerechte Verteilung des Wassers. Dem Nachbarn das Wasser abgraben oder klauen ist verboten.
Die Ursprünge des Wassergerichtes liegen mehr als 1.000 Jahre zurück. Im Jahr 1960 wurde das tausendjährige Bestehen gefeiert. Vermutlich gab es das Wassergericht schon zur Zeit der Römer. Mit Sicherheit weiss man, dass das Wassergericht bereits unter dem Maurenkönig Abderramán III el Grande um 960 funktionierte. Die Mauren hatten ja das von den Römern begonnene Bewässerungssystem in Spanien ausgebaut und perfektioniert.
Seither hat kein despotischer König und auch kein Diktator hat es je gewagt, sich in diese uralte regionale Angelegenheit einzumischen.
Die kleidung der Richter, schwarzer Kittel und weisse, geschnürte Bauernschuhe, ist die traditionelle Tracht der valencianischen Bauern.
Un saludo
Morayma