Dank Dir Southcoast!

Na da hatte ich ja nochmal Glück, bei mir ging es "nur" 4 Monate!
Echt abartig!! Am Ende drohte meine Fahrzeug, ohne Versicherung da zu stehen. Was auch für 4 Tage eintraf. Ich erzähle mal.
Ende Oktober letzten Jahres kam ich mit meinem Peugeot nach Spanien. Als ich dann endlich mal die Abmeldebestätigung vom spanischen Konsulat in Stuttgart hatte, gab ich die Ummeldung meines Fahrzeuges bei einer "Gestora" in Auftrag. Diese kümmerte sich um alles, was Du vorhin aufgezählt hattest. Das Schwierigste war wohl, an die "Ficha reducida" zu kommen, die der Hersteller, also bei mir Peugeot, ausstellt. Und genau da blieb es hängen!! Peugeot brauchte fast allein schon 4 Monate. Zweimal (!!) gingen die eingereichten Unterlagen verloren, die meine Gestora erneut einreichen mußte. Und dann erkrankte auch noch der Sachbearbeiter (sicher nicht an Überarbeitung)!! Die Arbeit blieb also solange liegen.
Hätte ich mir übrigens in Deutschland niemals erlauben dürfen! Stellt Euch vor, ich werde krank geschrieben, weil ich mir einen Fuß gebrochen habe und so lange werden dann auf dem Rathaus keine Personalausweise oder Reisepässe ausgestellt! Da wäre was los gewesen.

Mein Fahrzeug war aber ja noch in Deutschland versichert und gemeldet.
Gut, in der Zwischenzeit, eines morgens im Dezember, fand ich mein Auto aufgebrochen vor der Haustüre vor. Man hatte mir die Fahrertüre so dermaßen "aufgebogen", daß locker ein Baby hätte hineingelegt werden können. Es wurde also ziemlich viel Gewalt angewendet. Man nahm mir mein CD-Auto-Radio weg.
Ich meldete es der Polizei und meiner Versicherung. Gut, daß ich Teilkasko hatte, denn die übernahmen alle anfallenden Kosten der Wiederherstellung bzw. Wiederbeschaffung.
Aber - daraufhin kündigte sie mir nach 14 Jahre Mitgliedschaft, ohne nur ein einziges Mal irgendwas in Anspruch genommen zu haben

. War inzwischen also auch schon bei nur noch 35%. Sie kündigten mir auf 28.3.2008 und Mitte März war noch nichts in Aussicht, was meine "Ficha reducida" anging.
Über Ostern fuhr ich weg und just dann, rief meine Gestora an und teilte mir mit, daß die Unterlagen endlich da wären. Das war an einem Donnerstag. Am Freitag fuhr ich wieder zurück nach Hause und ging zum TÜV (ITV). Da aber Freitag war, wurden die Unterlagen erst am Montag fertig. Montag holte ich also die Papiere vom TÜV und brachte sie wieder meiner Gestora, die sich um den Rest kümmern wollte. Blöd nur, dass der Freitag bereits der 28. März gewesen war. So war also die letzte Fahrt, die ich noch legal machen durfte, die zum TÜV.
Also blieb mein Auto auf der Straße bis Mittwoch unbenutzt, weil ich da erst die „Matricula“ (Kennzeichen) bekam. Da ich das Kennzeichen morgens aber schon telefonisch mitgeteilt bekam, holte ich mir bei meiner ausgewählten Versicherung vorläufige Papiere, um das Fahrzeug benutzen zu dürfen.
Ich kann Euch sagen, meine Nerven wurden wirklich überstrapaziert, was die Ummeldung meines Fahrzeuges angeht!!
Nun hab ich inzwischen auch rausgefunden, was ich mit den deutschen Kennzeichen-Schilder zu tun hab. Nämlich nichts! Ich darf sie behalten.
Als meine Versicherung mir kündigte, teilte sie mir auch mit, dass sie Meldung an das Landratsamt und das Finanzamt machen würde.
Somit muß ich doch dann beim LRA und FA nichts mehr machen, oder?
Die Kennzeichen-Schilder aus Deutschland - weil es meine letzten in D waren - werden über meinem Schreibtisch hängen. Aber nicht zur Erinnerung an die Strapazen der Ummeldung – mehr zur Erinnerung an die schöne Zeit in Deutschland!
Ich arbeite übrigens schon seit einer Woche und bin total happy was mein Job angeht. Werde sogar geschäftlich demnächst (Flug und Hotel sind schon gebucht) nach Deutschland dürfen!