Der
Kreis Marina Alta (von Calpe bis Denia) hatte im Jahr 2008 51% mehr Einwohner als 1998. Nach den jüngsten Informationen des
INE Institúto Nacional de Estatística, das die Daten bis 1. Janauar 2008 analysierte, hat der Kreis 196.606 eingetragene Einwohner mehr.
Am meisten wuchsen Calpe von 14.819 auf 29.228 Einwohner, Teulada-Moraira von 8.672 auf 14.236 Einwohner, Jávea von21.084 auf 31.140 Einwohner und Benissa von 9.328 auf 13.140.
Die Bevölkerungszunahme in den Küstenorten war am höchsten.
Aber auch bei den kleineren Orten im Inland gab es Zuwächse: in Sanet von 546 auf 740 Einwohner, Pedreguer von 5.815 auf 7.480 Einwohner undf Benidoleig von 781 auf 1.221 Einwohner.
Der einzige Ort dessen Einwohnerzahl abnahm ist Vall d'Ebo. Hier wohnen statt 333 Menschen nur noch 299.
Leider hat die Infrastruktur mit diesem spektakulären Bevölkerungswachstum nicht mitgehalten. Auch heute gibt es im Kreis Marina Alta nur ein einziges Krankenhaus in Denia, das gerade einmal 160 Betten für 196.606 Einwohner verfügt.
Es wird demnächst geschlossen und anderen Zwecken zugeführt. Der Neubau, der eigentlich am 1. Dezember 2008 eingeweiht werden soll, wird vielleicht in zwei Monaten funktionieren. Er hat nur 280 Betten, da er 2002 bereits auf dem damaligen Bervölkerungsstand geplant war. Das sind 1,4 Betten pro eintausend Einwohner.
Die vorhanden Schulen sind längst zu klein,, um die grosse Zahl der Kinder aufzunehmen. Deshalb wird rund die Hälfte der Schüler in Baracken unterrichtet. Viele Schulgbeäude alt oder sogar sehr alt,manche sogar baufällig. In vielen funktioniert die Heizung nicht, sofern überhaupt eine vorhanden ist.
Auch die Strassen wurden in den vergangene zehn Jahren nicht modernisert, ausgenommen die Umgehungsstrasse von Ondara-Vergel. Nach 15 Jahren !! Planung wurde im November 2008 endlich mit dem Bau der Umgehungsstrasse von Benissa angefangen. Sie soll Ende 2010 fertig sein.
Das Angebot von Immobilien an der Küste ist trotzdem viel zu hoch und trotz Bevölkerungszunahme am Bedarf vorbei gebaut.
Da auch die Orte im Hinterland von dem Bauboom profitieren wollten, wurden dort ebenfalls riesige Urbanisationen im Nichts (en el medio de la nada) gebaut, die nicht nur wegen des Fehlens jeglicher Infrastruktur zum grössten Teil leer stehen.
Die Vereinigung der Immobilienhändler API teilte mit, dass die Zahl der Engländer, die Immobilien kaufen, seit 2006 um 90% zurückgegangen ist.
Die deutschen Immobilienkäufer kommen gar nicht mehr und diejenigen, die eine Immobilie haben, wollen ihre Immobilie verkaufen, erklärte API-Präsidentin Marifé Esteso.
Ouelle: Levante vom 3.01.2009
Un saludo
Morayma