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Zitat von gerardo
@kibitz du willst es aber genau wissen....
Meine Meinung:
95% der Deutschen, Österreicher und Schweizer machen überhaupt keine Anstalten um sich in das Land zu intergrieren!
Sie meinen immer noch die Spanier müssen sich nach ihnen richten nicht umgekehrt.
Noch schlimmer sind nur noch die Engländer!
Der "Ostblock" integriert sich erstaunlich gut, wenigstens was die Sprache betrifft.
Was die wirtschaftliche Integration betrifft (siehe Auswanderer TV)
Mich hat erst kürzlich jemand angerufen, er will mit € 5000.- nach Spanien ziehen, mit Frau und Mutter. Das ist Schwachsinn, das geht nicht gut!
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Hallo gerardo.
Zuerst möchte ich allen ein gutes, neues Jahr wünschen.
Ich finde hier werden Äpfel mit Birnen vermischt.
Viele Nord- und Mitteleuropäer sind im Rentenalter und haben es natürlich ungleich schwerer sich in die spanische Gesellschaft zu integrieren, als junge Familien mit Kindern, die sich auch noch im Arbeitsprozess befinden.
Familien mit Kindern haben unzählige Berührungspunkte mit Spaniern.
Seitdem ich in Calp wohne, fällt es mir schon schwer außerhalb der Restaurantes und Geschäften mal spanisch zu sprechen und ich suche regelrecht die Gelegenheiten.
Ich habe das auch mit Spaniern und Valencianos thematisiert, die mir zustimmen, dass es Ausländern nicht gerade leicht gemacht wird, sich in die valencianische/spanische Gesellschaft zu integrieren.
In Andalusien war das ungleich einfacher.
Auf dem Land einfacher als in der Stadt.
Bei den Gelegenheiten, wo man mit Spaniern aus einem bestimmten Grund zusammen trifft,
ist ja alles freundlich und harmonisch, aber nach meiner Erfahrung reicht das der einheimischen Bevölkerung an Kontakten, ohne dass ich behaupten würde, dass es direkt Abneigungen gegeneinander gibt.
Als ich letztes Jahr alle meine Nachbarn (Engländer, Deutsche, Spanier) telefonisch und schriftlich zu einem Adventsnachmittag zum Kaffee und Kuchen einlud, kam nicht ein Spanier dazu. Dabei war es ausdrücklich zum gegenseitigen, besseren Kennenlernen gedacht gewesen.
Als ich vor kurzem in unserem Viertel alle Einsprüche gegen die erweiterte Küstenlinie organisierte, beteiligten sich alle, nur nicht die Spanier.
Letztlich kamen sie dann aber doch noch zu mir, um zu erfahren was ihnen ihre Anwälte, die nicht im Thema waren, nicht sagen konnten.
Ich glaube nicht, dass hier Ressontiments vorherrschen, aber man macht eben sein eigenes Ding.
Man grüßt sich freundlich, es ist alles harmonisch, nur mischen möchte man sich nicht mit ausländischen Residenten. Ausnahmen natürlich wieder ausgenommen.
Osteuropäer integrieren sich natürlich viel besser, das ist schon wahr. Nur das hat ja auch einen ganz einfachen Grund. Sie leben unter Spaniern in den Innenstädten, sie arbeiten mit Spaniern und sie haben Kinder die in die spanische Schule gehen.
Ich mochte Spanien und die Spanier immer schon sehr und lebe deshalb ja auch hier in diesem Land.
Ich gehe aber seitdem ich die Wahl habe in kein spanisches Restaurant mehr.
Das ist mir entschieden zu teuer und qualitativ zu schlecht und zu einseitig. Ich ernähre mich hauptsächlich von Gemüse und Fleisch ist für mich Beilage und nicht umgekehrt.
Ich habe auch lange keine spanischen Handwerker mehr beauftragt, weil mir ihre Leistung bei zu hoher Vergütung nicht genügte, außerdem ist mir das zu lästig tagelang auf ein eventuelles Erscheinen zu warten, weil Termine entweder erst nicht gemacht oder nicht eingehalten wurden. .
Das scheint sich gerade grundlegend zu ändern, denn ich kann mich in letzter Zeit vor Anfragen von Spaniern kaum retten.
Mit den Spaniern mit denen ich Kontakt habe (meist Handwerker, Gärtner, Geschäftsleute) hab ich einen sehr guten Kontakt. Freundlich und liebenswürdig. Man achtet sich, aber hat eher wenig gemeinsam.
Ich komme gut klar, mein spanisch ist nicht erstklassig aber gut.
Menschen die hier 30 Jahre leben und niemals auch nur den Ansatz gemacht haben spanisch zu sprechen, versteh ich allerdings auch nicht.
Die Meinung, dass Ausländer erwarten, dass sich Spanier nach ihnen richten kann ich nicht bestätigen.
Ich merke, dass viele ältere Menschen dankbar sind, wenn in den Ayuntamentos oder Banken Mitarbeiter sind, mit denen sie in der eigenen Sprache sprechen können, direkt erwarten oder verlangen, nein das habe ich nie erlebt.
Allerdings wird in Touristenorten für die Feriengäste, ein auf die Ausländer eingehender Service angeboten, von dem dann alle Ausländer auch die Residenten profitieren.