Dank der schlimmsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg sind weniger Stiere in traditionellen Stierkämpfen oder Stierkampf getötet worden. Zumindest die Tiere freuen sich.
Bei einer Arbeitslosenquote von knapp 18 Prozent und rückläufigen Konsumausgaben, machen viele Fans des Stierkampfs auch Abstriche bei ihrem Hobby
Die Zahl der Stierkämpfe fiel im Jahr 2009 auf 1443. Im Jahr 2008 waren es noch 1877, ein Rückgang von 23 Prozent also. Mehr als 4000 Stiere wurden vor einem Todesfall in der Arena verschont.
Statt vom Matador traditionell ins Jenseits befördert zu werden, werden die Tiere in den landwirtschaftlichen Betrieben gehalten und wahrscheinlich für Lebensmittel geschlachtet werden.
Die Branche (Bullenzucht) erwirtschaftet rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Sie erhält Zuschüsse von der spanischen Regierung und der EU von schätzungsweise 600 Millionen Euro und entspricht etwa 1,5 Prozent des BIP.
Aus "Bullenzuchtkreisen" wird behaupten, dass es nicht nur einen Rückgang der Anzahl von traditionellen Stierkämpfen gibt, sondern auch von Straßenfesten in denen Bullen üblicherweise erstmal von Massen gequält werden bevor sie getötet werden.