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Über Preisanstiege und Steuersenkungen – von Immobilienmarkt bis Börsenkurse


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Alt 09.12.2009, 17:10   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #1
Kiebitz
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Standard Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Gibt es einen zweiten Patienten in Europa? Nach Griechenland rückt Spanien ins Blickfeld. Die Ratingagentur S&P senkt ihren Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Landes. Der Euro gerät daraufhin unter Druck. Auch auf den Aktienmärkten herrscht Besorgnis.

Mehr unter:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/de ... te;2496769

http://www.cincodias.com/articulo/merca ... 12/cdsmer/
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Alt 10.12.2009, 18:51   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #2
Kiebitz
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Das Handelsblatt hat Spanien "entdeckt". Hier noch mehr zur aktuellen Situation in Spanien.

http://www.handelsblatt.com/meinung/kom ... en;2497443


Spaniens Wirtschaft ruft nach Reformen

Zu lange hat das Land wirtschaftliche Reformen verschleppt und von einem oberflächlichen Boom gelebt. Jetzt, in der Krise, kann es nicht mehr so weitermachen.

Was zu tun ist, darüber herrscht weitgehend Einigkeit in der spanischen Politik. Wenig Zweifel besteht weder im linken noch im rechten Spektrum darüber, dass der auf dem Bau von Ramschwohnungen und billigem Kredit beruhende Wachstumsboom in Spanien unwiederbringlich vorbei ist. Bewusst ist man sich auch, dass das von der Regierung so viel beschworene "neue produktive Modell" nachhaltiger sein und mehr auf Qualität, Wissen und Effizienz als auf billige Quantität setzen muss. Das gilt nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Staatsbürokratie und die Sozialsysteme. Alles in allem: Das Land muss sich modernisieren.

Alles das weiß und spricht der sozialistische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero in ähnlichen Worten aus wie sein konservativer Gegenspieler Mariano Rajoy. Doch eine erfolgreiche Realisierung dieser Ziele ist eine Herkulesaufgabe in einem Land, das noch allzu sehr zur Improvisation neigt und durch die langen Boomjahre auch ein bisschen bequem geworden ist.

Spanien hat durch das Zusammenkommen der eigenen und internationalen Krise eine Bruchlandung hingelegt. Wuchs die spanische Volkswirtschaft 2007 noch um 3,7 Prozent und selbst im letzten Jahr noch um 1,2 Prozent, so werden es dieses Jahr voraussichtlich minus 3,6 Prozent sein. Lag die Arbeitslosenrate im dritten Quartal 2007 bei dem für Spanien niedrigen Wert von acht Prozent, so stand sie ein Jahr später schon bei über elf Prozent und erreicht heute 18 Prozent, Tendenz weiter steigend. Und stand schließlich die Staatsverschuldung letztes Jahr noch bei 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, so bewegt sich Spanien jetzt schon auf die 70 Prozent zu.

Verantwortlich für die Misere der öffentlichen Haushalte sind nicht so sehr teure Rettungspakete für das Finanzsystem. Die Banken des Landes sind bisher dank hoher Reserven und eines konservativen Geschäftsmodells ohne Kapitalspritzen vom Fiskus ausgekommen. Lediglich kleinere Sparkassen, die zu einseitig auf eine Region und den Immobiliensektor ausgerichtet waren, werden auf staatliche Hilfen zurückgreifen müssen, die aber im europäischen Vergleich geringfügig sind.

Neben den großzügigen Konjunkturspritzen belasten aber vor allem explodierende Sozialausgaben im Zuge der hohen Arbeitslosigkeit die Staatskasse, der rezessionsbedingt zugleich die Steuereinnahmen wegbrechen. Beobachter wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die EU-Kommission, die Ratingagentur Standard & Poor?s und die spanische Notenbank sehen mit Sorge, dass diese Mischung aus hoher Arbeitslosigkeit, hohen Staatsausgaben und kaum vorhandenem Wirtschaftswachstum noch eine ganze Weile andauern könnte. Denn um aus dem Heer von ehemaligen Bauarbeitern und ungelernten Servicekräften in anderen Sektoren einsatzfähige Arbeitskräfte zu machen und die Produktivität der vielen Klein- und Kleinstbetriebe zu steigern, bedarf es einer Riesenanstrengung.

Die Regierung legte vor kurzem ein "Gesetz der Nachhaltigen Wirtschaft" vor, das den Weg zum neuen "Produktivmodell" ebnen soll. Da wird etwa die nötige Zeit für eine Unternehmensgründung auf fünf Tage beschränkt, zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung von beruflicher Weiterbildung werden eingeführt, Energieersparnis und Gebäudesanierung steuerlich begünstigt. Experten bemängelten jedoch zu Recht, dass der Text zwar in die richtige Richtung weist, jedoch angesichts des Ausmaßes der Krise viel zu kurz greift. Das Problem der Wachstumsschwäche gekoppelt mit steigender Verschuldung wird dadurch kaum zu lösen sein.

In der Krise rächen sich auch die Versäumnisse der vergangenen Jahre. Die sozialistische Regierung hat die spanische Gesellschaft seit ihrem Amtsantritt 2004 in vielerlei Hinsicht modernisiert, versucht derzeit etwa, eine Fristenregelung für Abtreibungen durchzusetzen. Doch für wirtschaftliche Reformen fehlte ihr bisher der Mut. Sie beschränkte sich darauf, entsprechende Forderungen als neoliberal abzutun und die Krise durch immer neue Ausgaben zu bekämpfen.

Dabei hat Spanien vor allem eine Modernisierung des Arbeitsmarkts bitter nötig, etwa Veränderungen ähnlich der deutschen Hartz-IV-Regelung und eine Reform der ungerechten Aufteilung des Marktes in rigide geschützte Festangestellte und praktisch ungeschützte temporär Beschäftigte.

Möglicherweise bewirkt aber die Mischung aus der zumindest in Spanien anhaltenden Krise, dem sich schnell leerenden Staatssäckel und der drohende Herabstufung durch die Ratingagenturen, dass die spanischen Sozialisten doch noch Mut zu wirklichen Reformen fassen und Spanien tatsächlich die Basis zu neuem Wachstum verpassen.
Kiebitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2009, 21:33   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #3
mvromagno
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Zitat:
Zitat von kibitz
Zu lange hat das Land wirtschaftliche Reformen verschleppt und von einem oberflächlichen Boom gelebt. Jetzt, in der Krise, kann es nicht mehr so weitermachen.
Es ging schon vorher ncht so weiter, doch ein der Debilitaetsgrenze nahe liegende WIrtschaftspolitik der vergnagenen Jahre hat die Rezession in seinem Ausmass erst moeglich gemacht.

Zitat:
...Alles das weiß und spricht der sozialistische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero in ähnlichen Worten aus wie sein konservativer Gegenspieler Mariano Rajoy. ...
Dass der amtierende Praesident in aehnlichen Worten sich wie Rajoy zu der wirtschaftlichen Situation in Spanien aeussert muss an mir vorbeigegangen sein. Denn dieses wandelnde politische Desaster hat sich ueber fast ein Jahr lang geweigert ueberhaupt von einer Krise zu reden, sie sogar komplett geleugnet. Rajoy selbst ist in innerparteilichen Querelen verstrickt, so dass von dieser Seite bislang nichts an Gegenkonzepten gekommen ist.

Zitat:
Spanien hat durch das Zusammenkommen der eigenen und internationalen Krise eine Bruchlandung hingelegt. Wuchs die spanische Volkswirtschaft 2007 noch um 3,7 Prozent und selbst im letzten Jahr noch um 1,2 Prozent, so werden es dieses Jahr voraussichtlich minus 3,6 Prozent sein.
Und genau im ersten Satz liegt die Unwahrheit, Spaniens Rezession hat nichts mit der Finanzkrise auf den Weltmaerkten zu tun, zu wenig waren Spaniens Banken (Santander einmal ausgenommen) an den RMBs Betruegen beteiligt und wie Spanien fuer sich ein Wirtschaftswachstum in 2008 und 2007 errechnen konnte moegen die Zahlenakrobatoere in der Regierung einmal erlaeutern. Denn der Wirtschaftscrash begann im Jahr 2007 mit dem Zusammenbruch von Astroc und anderen Baugesellschaften.

Zitat:
Verantwortlich für die Misere der öffentlichen Haushalte sind nicht so sehr teure Rettungspakete für das Finanzsystem. Die Banken des Landes sind bisher dank hoher Reserven und eines konservativen Geschäftsmodells ohne Kapitalspritzen vom Fiskus ausgekommen.
Das spanische Finanzsystem war bislang nicht in Verlegenheit. Nicht Dank eines konservativen Geschaeftsmodells, sondern vielmehr Dank der hiesigen Bankengesetze.

Zitat:
Neben den großzügigen Konjunkturspritzen belasten aber vor allem explodierende Sozialausgaben im Zuge der hohen Arbeitslosigkeit die Staatskasse, der rezessionsbedingt zugleich die Steuereinnahmen wegbrechen. Beobachter wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die EU-Kommission, die Ratingagentur Standard & Poor?s und die spanische Notenbank sehen mit Sorge, dass diese Mischung aus hoher Arbeitslosigkeit, hohen Staatsausgaben und kaum vorhandenem Wirtschaftswachstum noch eine ganze Weile andauern könnte.
Wo sind denn diese Konjunkturspritzen ? Etwa der Buergersteige Bauwahnsinn der vergangenen Monate nach dem Plan E ?? Sowohl IWF, als auch die EU Kommission haben sich bereits 2003, 2004 und in all den Folgejahren mit dem Wirtschaftswahn in Spanien auseinandergesetzt und es auch nicht an klaren und deutlichen Worten fehlen lassen. S&P Ernst zu nehmen faellt mir nach den Zertifikaten und Empfehlungen, die diese "Agentur" zu den Immobilienbriefen Amerikas herausgegeben hat, sehr schwer.

Zitat:
In der Krise rächen sich auch die Versäumnisse der vergangenen Jahre. Die sozialistische Regierung hat die spanische Gesellschaft seit ihrem Amtsantritt 2004 in vielerlei Hinsicht modernisiert, versucht derzeit etwa, eine Fristenregelung für Abtreibungen durchzusetzen.
Die spanische Regierung hat die spanische Gesellschaft modernisiert ??? Wo denn bitte ? Hoert sich eher an wie ein rhetorische Hohlphrase, um nicht aussagen zu muessen, dass diese Regierung fuer Spanien ein Totalausfall war und sich in geuebter Untaetigkeit auslebt.

Zitat:
Dabei hat Spanien vor allem eine Modernisierung des Arbeitsmarkts bitter nötig...
Stimmt, aber dazu ist diese Regierung auf Grund mangelnder Intelligenz der verantwortlichen Politiker nicht in der Lage.

Gruss
Manfred
mvromagno ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2009, 12:03   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #4
Kiebitz
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Du hast geschrieben:

Und genau im ersten Satz liegt die Unwahrheit, Spaniens Rezession hat nichts mit der Finanzkrise auf den Weltmaerkten zu tun, zu wenig waren Spaniens Banken (Santander einmal ausgenommen) an den RMBs Betruegen beteiligt und wie Spanien fuer sich ein Wirtschaftswachstum in 2008 und 2007 errechnen konnte moegen die Zahlenakrobatoere in der Regierung einmal erlaeutern.

Spanien hat eine innere Rezession hervorgerufen durch das bekannte Desaster. Aber der internationalen Krise kann sich Spanien auch nicht entziehen. Weniger Urlauber - geringere Ausgaben der Urlauber - Residenten verlassen wegen der Krise das Land und fallen als Konsumenten weg usw.

Es ist richtig: Spanien hat nicht Geld in Mickymausland "investiert". Gut so. Aber dafür die eigene Blase finanziert. Und diese Kosten liegen noch in den Schubläden und sind nicht neu bewertet. Da haben die Banken noch massiven Abschreibungsbedarf.
Kiebitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2009, 20:39   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #5
putzi72
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

P ortugal
I talien
G riechenland
S panien

Die Abkürzung PIGS ist an den Finanzmärkten wohl üblich und hat nix mit den Tierchen zu tun...

Wie es zu den jeweiligen Krisen kommen konnte? Siehe meine Signatur...

So long,

p.
putzi72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2010, 13:40   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #6
Kiebitz
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Deutsche Bank und G. Sachs warnen vor spanischen Staatsanleihen

Die Deutsche Bank hat Anlegern empfohlen, ihre spanischen Staatsanleihen zu verkaufen und sich stattdessen mit irischen Papieren einzudecken. Die Begründung: Irland werde im laufenden Jahr weniger neue Staatsanleihen auflegen als Spanien, und die irische Wirtschaft erhole sich schneller. Diese Warnung kommt Spanien nicht besonders gelegen, zumal auch Credit Suisse und die City Bank vor der Verschlechterung der spanischen Finanzierungssituation gewarnt haben.

Es wird davon ausgegangen, dass Spanien in diesem Jahr mehr als 200 Milliarden Euro in Zertifikaten und Bonds auflegen müsse. Goldman Sachs sieht ebenfalls voraus, dass die Kreditwürdigkeit des spanischen Staates heruntergestuft werde und empfiehlt Anlegern sogar den Abschluss einer Versicherung gegen die Nichtzahlung von spanischen Staatsanleihen. Diese Informationen gibt der jüngste Wochenbericht der in Hamburg ansässigen Organisation "European Citizens".

http://www.costa-info.de/cgi-bin/wopo/a ... 8&limit=10

Kommentar: Bei diesen Warnungen und den geplanten Anleihen von 200 Mrd. muss einem Angst und Bange werden um Spanien. Und das geplante Sparprogramm von 50 Mr. über 4 Jahre ist dagegen ein Witz. Beträgt doch schon das Außenhandels Defizit mehr als 100 Mrd. pro Jahr.

Spanische Anleihen rentieren zur Zeit mit 4,16 % bei einer Restlaufzeit von 10 Jahren. In Griechenland bekommt man schon mehr als 6 %. Soviel wird wahrscheinlich auch bald Spanien bezahlen muessen, wollen sie ihre Anleihen plazieren.

Hier mal ein Beispiel fuer eine Anleihe:
https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/a ... TU&lang=de
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Alt 01.02.2010, 11:12   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #7
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Zitat:
Zitat von kibitz
Deutsche Bank und G. Sachs warnen vor spanischen Staatsanleihen
.....
Wer sollte auch noch Geld in ein Land stecken das systematisch von dieser Regierung ausgepluendert wird. Einer Bande von Heuchlern,die im Falle der Korruptionsuntersuchung in der Cd. Valencia (Fall GURTEL) das Mauls weit aufrissen und masslos sich in Vorverurteilungen ergingen selbst die Staatskassen bestehlen und die direkten Subventionen des Staates an die Gewerkschaften seit 2005 um mehr als 300% erhoehten.


Gruss
Manfred
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Alt 11.02.2010, 10:31   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #8
Kiebitz
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Spanien als eigentlicher Krisenherd?

Derweil dreht sich an den Finanzmärkten derzeit alles um das Thema Griechenland". Der eigentliche Krisenherd" in der Eurozone sei aber laut Nobelpreisträger Krugman Spanien. In der Tat sieht es gerade mit Blick auf den Zuwachs der Staatsschulden dramatisch aus. Das Budgetdefizit betrug im Jahr 2009 sage und schreibe 11,4 Prozent. Die Staatsschulden schnellten auf 475 Milliarden Euro hoch. Heuer soll die Neuverschuldung etwas eingedämmt werden, so dass den jüngsten Planungen der Verantwortlichen zufolge nur mit einer Neuverschuldung von 76,8 Milliarden Euro gerechnet wird. Die Staatsverschuldung würde damit auf knapp 66 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anschwellen.

Katastrophale Lage am spanischen Arbeitsmarkt

Derweil durchlebt die spanische Wirtschaft eine wahrlich historische Krise. Trotz der enormen Staatsneuverschuldung zur Stützung der Konjunktur im vergangenen Jahr explodierte die offizielle Arbeitslosenquote auf sage und schreibe 19,5 Prozent. Noch dramatischer ist die Lage bei den unter 25-jährigen. Hier beträgt die offiziell zugegebene Arbeitslosenquote astronomisch hohe 44,5 Prozent. Gut möglich, dass die wahre Lage" noch weit dramatischer ist, zumal auch die Iberer mit Blick auf das Erstellen der Arbeitslosenstatistik äußerst kreativ sein dürften.

Entwarnung von Moody`s

Die Ratingagentur Moody`s warnt indes davor, Griechenland und Spanien über einen Kamm zu scheren. Spanien würde weiterhin das beste Kreditrating verdienen, zumal das Land trotz der Wirtschaftskrise sich die hohe Neuverschuldung leisten könne. Sicherlich mag die Staatsschuldenquote Spaniens mit um die 66 Prozent am Ende des Jahres 2010 in Relation zu Griechenland (120 Prozent) niedrig sein. Es ist aber Fakt, dass die Netto-Auslandsverschuldung Spaniens bei sage und schreibe 955 Milliarden Euro liegt und das Land über Jahre hinweg noch mit den Folgen der geplatzten Immobilienblase kämpfen wird.

Quelle: Ein Börsenbrief, http://www.investor-verlag.de/
Kapitalschutz Akte vom 11.2.10.
Übrigens: Wer ist wohl der groesste Geldgeber Spaniens? Richtig: Deutschland hat den groessten Anteil an den 955 Milliarden. Ein Untergang Spaniens hätte massive Auswirkungen auf D.
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Alt 11.02.2010, 12:31   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #9
mvromagno
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

Nun ja, dafuer blaest sich unser allseit geliebter Volksverar***er doch gewaltig wenn er, so wie gestern vor die Presse tritt und herum droehnt, dass natuerlich Griechenland von der EU gerettet wird. An Realitaetsnaehe hatte er ja nie ein Interesse hier seine besten Sprueche / Headlines aus den Jahren 2007 - 2009:

“Hay que salir a la calle para ver que no hay crisis”. (dies Ende September 2009 !)

"La economía española está preparada para afrontar las turbulencias económicas que se avecinan y demostrará su fortaleza en los próximos meses”.

“España está en la Liga de Campeones de la economías mundiales”.

“La crisis de EE UU no afectará a España en absoluto”.

“Este Gobierno es el que mejor ha sabido ahorrar de la democracia”.

“Hablar de recesión en estos momentos es una ocurrencia”.

“Los próximos datos económicos serán tan buenos que el debate político será otro y obligarán al PP a cambiar su discurso económico”.

Pido patriotismo a quien critica la mala salud economica del país”.

"España superará en renta percapita a Francia”.

Zapatero anuncia 2 millones de puestos trabajo próxima legislatura.

Zapatero dice que España saldrá de la crisis a finales del 2009.

Zapatero asevera que España saldrá de la crisis, porque va "en un barco sólido".

Zapatero afirma que España "quizás tenga el sistema financiero más sólido" del mundo .

Zapatero sobre la economía: "Se encuentra en un período de deceleración pero no de crisis".


Man koennte dfe Liste der geistigen Totalaussetzer noch endlos fortsetzen, doch das erspare ich mir hier. Jeder andere Mensch, der nach seinen Aussagen beurteilt wird, wuerde sich auf direkten Wege in ein Heilinstitut befinden, um so sein Realitaetsdefizit unter professioneller Hilfe aufzuarbeiten. Eine Massnahme, die sich den meisten Mitgliedern dieser Zerstoeregruppe (Regierung) anbieten wuerde.

Gruss
Manfred
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Alt 11.02.2010, 12:47   Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte Beitrag #10
Kiebitz
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Standard Re: Rating in Gefahr – Spanien verunsichert die Märkte

El INE confirma que la economía española sigue en recesión

El PIB cerró el año con un descenso del 3,6% y cumple las expectativas del Gobierno tras caer el 3,1% en el último trimestre | Acumula siete trimestres consecutivos de caída, pero se aprecia una lenta recuperación

http://www.lavanguardia.es/economia/not ... esion.html

Kommentar: Es ist eine Frage der nationalen Mentalität wie man mit schlechten Nachrichten umgeht. Deutsche mögen die Realität, vielleicht brauchen sie sogar schlechte Nachrichten. Anderen Nationalitäten, wie z. B. den Amerikanern, muss man immer sagen: Alles ist gut. Sonst versinken sie in Agonie. Und Zapatero versucht sehr amerikanisch zu sein.
Kiebitz ist offline   Mit Zitat antworten
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