Folgenden Artikel las ich heute in der CBN vom 11. Juni:
Madrid/Luxemburg – dpa/ sk. Patienten in Europa können künftig selbst entscheiden, in welchem EU-Land sie zum Arzt gehen wollen. Bei der Liberalisierung der Gesundheitsversorgung ist den Gesundheitsministern in wichtigen Knackpunkten eine Einigung gelungen, die Belgien bis Jahresende unter Dach und Fach bringen soll.
Die Richtlinie soll festschreiben, zu welchen Bedingungen sich Europäer in der EU behandeln lassen können. Prinzipiell sollen geplante Krankenhaus- und Arztbesuche wie im Heimatland des Versicherten erstattet werden. Allerdings gilt ein Genehmigungsvorbehalt, wenn eine angemessene Krankenhausbehandlung im eigenen Land möglich wäre.
Größter Streitpunkt: Die Frage der Gesundheitsversorgung deutscher oder britischer Rentner in Spanien. Die Gesundheitsminister der EU haben den spanischen Vorschlag unterstützt. Demnach kann ein EU-Resident die Gesundheitsversorgung des Landes in Anspruch nehmen, in dem er wohnt. Falls er aber in sein Geburtsland zurückkehrt, dann muss das öffentliche Gesundheitswesen seiner Heimat die Behandlung tragen.
Schweden und England wollten in diesem Falle eben auch das Gastland zur Kasse bieten. Spanien hätte dann wohl zwei Milliarden Euro jährlich für die deutschen, englischen und anderen EU-Bürger zahlen müssen, die ihre gesundheitlichen Probleme bei Heimaturlauben auskurieren.
Spanien erhält pauschal 300 Euro monatlich für jeden EU-Residenten, der offiziell seinen Wohnsitz hat. Jährlich fließen 3.600 Euro für jeden der 2,3 Millionen gemeldeten EU-Ausländer in Spaniens öffentliche Kassen. Kein schlechtes Geschäft, gehen die Hochrechnungen doch von Kosten von 1.500 Euro pro EU-Resident aus.
Wird ja auch Zeit, dass sich auf diesem Gebiet was verändert.
LG Connie