Dann mal einen herzlichen Glueckwunsch an euch und noch viele gemeinsame Jahre.
Naja, dein Problem mi dem heiraten, das habe ich auch vor gut 2 jahren kennen gelernt, nur bei mir war es noch etwas schlimmer!! Meine Frau kommt aus Nigeria.
Aber das soll mal nichts heissen, denn sie hatte ihre Papiere schon in 2 Wochen... eine Reise nach Madrid, 2 Wochen bei ihren Verwandten und ihre Papiere waren da!!
Nun von den spanischen Behoerden waren auch keine Probleme, nur die normalen Gesetze(Einschreibung, Aushang etc.pp.)
Aber von meinen geliebten deutschen Behoerden, das Konsulat(Barcelona) darf dir laut deutschem Gesetz nicht helfen....!!! Nur eine Liste mit den erforderlichen Daten bekommt man da(in Deutsch), die hatte ich aber schon von den Spaniern (in spanisch)bekommen.
Der Rest musste beim deutschem Standesamt angefordert werden.... und hier beginnt das Problem!!!
Meine Frau musste eine eidesstattliche Versicherung ablegen das sie nicht nach irgendwelchen Stammesritualen !!!! verheiratet ist... !!
Im Buero des Standesamt...ist das nur eine Unterschrift!!! Aber sie durfte nicht nach Deutschland einreisen!!!! Sie musste in ihrem Heimatland, bei der deutschen Botschaft, ein Visum beantragen!!!
Im Klartext: Ein Flug -- Spanien -- Lagos(Nigeria)
deutsche Botschaft mit einer Einladung von mir...Visum beantragen!!
2 Monate warten...
Flug: Lagos --Madrid
und Papiere beantragen.... 3 Wochen spaeter - heiraten.
Kostenfaktor: fast 10.000,- Euro
Zeitaufwand: ca. 12 Monate!!
Wir haben es anders gemacht:
Schnelle Fahrt nach Deutschland (illegal fuer sie)
Meine Frau unterschreibt beim Standesamt die Versicherung..
Rueckfahrt nach Hause (Spanien)
2 Wochen warten...
HEIRATEN !!!!
Kostenaufwand: ca 1500,- Euro
Zeitaufwand: ca. 3 Monate
und natuerlich die Angst das man uns in Deutschland Kontrolliert!!!
Aber es hat gut gegangen!!
Nur die Schuld lag hier nicht bei den Spaniern!!!! Der Deutsche machte die Probleme!!
Kommentar vom deutschem Amt:
Wir haben genug Auslaender hier und brauchen nicht noch mehr!!!! Und haben sie sich das gut ueberlegt? Sie ist Afrikanerin!!!
Neee Leute... Die Schuld lag beim Deutschen!!!
Biba
Allioli
Zitat:
Zitat von IngeborgAnna
Es ist ein Wunder: nach fast einem Jahr Vorbereitungszeit mit deutschen, österreichischen und spanischen Behörden darf ich jetzt heiraten! Nie habe ich geglaubt, dass einem das so schwer gemacht werden kann. Doch nicht (nur) von den spanischen Behörden. Deutschland (meine Heimat) und Österreich (die Heimat meines Mannes) können sich die Hand geben. Zunächst einmal muss man alle Scheidungsurteile im Original an das zuletzt zuständige Standesamt des Heimatlandes schicken. Sind die Urteile zu alt und haben keinen entsprechenden Gültigkeitsstempel, muss man sich ein neues Urteil holen MIT Stempel. Und es reicht auch in Deutschland keine Geburtsurkunde - es muss eine Abstammungsurkunde sein. Meine Güte: wir sind beide um die 60 Jahre alt! Was soll da so ein Aufstand? Nachdem wir also brav alle Urkunden per Einschreiben Rückschein verschickten, brav eine Gebühr nach der anderen zahlten und Monate warteten, bekamen wir das sog. Ehefähigkeitszeugnis. Wie sich das anhört. Schlimm, nicht wahr? Mit all diesen Unterlagen ging es dann zum Juzgado de Paz (Friedensrichter). Dort wurde das Aufgebot ausgehängt und 14 Tage später ging der ganze Akt zum zuständigen Amtsgericht, um dort auch noch einmal unsere Ehefähigkeit zu überprüfen.
Freitag erhielten wir nun nach fast 2 Monaten Wartezeit den erlösenden Anruf aus dem Büro des Juzgado de Paz: wir dürfen heiraten.
Und am 17. September um 10 h ist es nun soweit: wir werden unterschreiben und damit unserer 20-jährigen Verlobungszeit  ein Ende setzen.
Trinkt mal ein Glas auf unser Wohl.
Tschüss
|