Madrid feiert Picasso und sein Meisterwerk. 2007 wollte Bilbao es ausleihen. Aber die spanische Regierung lehnt ab.
Picasso kommt nicht mehr zur Ruhe. Neben den Feierlichkeiten zu seinem 125. Geburtstag hat Madrid noch ein weiteres Jubiläum zu feiern: Vor 25 Jahren, am 10. September, kam Picassos wohl bekanntestes Gemälde nach Spanien. "Guernica" aus dem Jahre 1937 hatte die dunkle Zeit des Franco-Regimes im Museum of Modern Art in New York verbracht.
Die beiden wichtigsten Museen Madrids, der Prado und das Reina Sofía, feiern dieses Doppeljubiläum ausgiebig und mit höchster Picasso-Qualität. Glanzstücke der Ausstellung sind etwa "Selbstbildnis mit Palette" (1906), "Knabe, ein Pferd führend" (1906), "Das Leben" (1903) sowie aus den zwanziger Jahren "Die Panflöte" (1923), "Drei Musiker" (1921) und natürlich "Guernica", das seit 1992 im Museum Reina Sofía hängt. Erstmals - das ist eine Sensation - läßt sich das monumentale Gemälde im direkten Dialog mit Goyas "Erschießung der Aufständischen" (1814) aus dem Prado und der "Erschießung Kaiser Maximilians" (1867) von Edouard Manet betrachten.
Doch weniger die spektakulären Zusammenführungen standen im Mittelpunkt der Pressekonferenz, auf der die Ausstellung am Freitag vorgestellt wurde. Vielmehr erwarteten zahlreiche Beobachter, die spanische Regierung würde ihre Haltung überdenken und "Guernica" doch noch einmal auf die Reise ins Baskenland schicken. Doch die Überraschung blieb aus. Picassos Werk bleibt in Madrid.
Weiterlesen