Gibraltar ist weg!
Kaum zu glauben aber wahr!
In spanischen Schulbüchern wird die Existenz von Gibraltar einfach nicht erwähnt
Das Spanien so seine Schwierigkeiten mit der Bewältigung der eigenen Geschichte hat, haben wir schon an verschiedenen Stellen in diesem Forum festgestellt. Sei es die recht brutale Conquista um die 1500, der spanische Bürgerkrieg von 1932 oder die negativen Seiten des Francoregimes.
Nun habe ich beim Studium mit meiner kleinen Tochter etwas Neues ausfindig machen können. Beim Thema über die Territorien von Spanien ging es um die angrenzenden Länder. Und da war zu lesen:
Zitat:
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Zitat von Ediciones SM, Pinto (Madrid) 2008
Los límites de España
El territorio de España tiene límites con Marruecos, Portugal, Francia, Andorra, el océano Atlántico, el mar cantábrico y el mar Mediterráneo.
(Das Territorium von Spanien grenzt an Marokko, Portugal, Frankreich, Andorra, den Atlantik, das Kantabrische Meer und an das Mittelmeer.)
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Und Gibraltar? Die mehr als 6.500 Quadratmeter große und 1,2 Kilometer lange Landzunge wird den Schülern schlichtweg vorenthalten. Als ob es überhaupt nicht existiert, nie existiert hat. Auch auf den Karten in den Schulbüchern ist das britische Überseegebiet nicht betitelt. Dabei ist es aus der historischen Perspektive eigentlich doch eine spannende Angelegenheit.
Ich fragte bei anderen Eltern nach. Nein auch bei deren Kindern war es nie ein Thema im Schulunterricht. Und fragt man die älteren Generationen, um Gottes willen, alles, nur nicht darüber.
Für eine parlamentarische Erbmonarchie die sich als junge Demokratie versteht, wo die Sozialisten mit bahnbrechenden und auch provozierenden Änderungen in die Neuzeit stürmen, ist das "Unter-den-Teppich-kehren" von historischen Gegebenheiten, das penetrante Stillschweigen geschichtlicher Tatsachen in keinster Weise nachzuvollziehen.