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Sport in Spanien

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Alt 25.11.2010, 10:39   Gemeinsam rollt es sich leichter Beitrag #1
imported_Elli
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Standard Gemeinsam rollt es sich leichter

Ich werde die nächsten Tage Reiseberichte im Forum veröffentlichen von einem ambitionierten Liegerad-Fahrer, der freundlich um Veröffentlichung im Forum gebeten hat. Da für uns nur die spanischen Etappen interessant sind, werden die Etappen 21 - 44 im Forum eingestellt.

Heute die 42. Etappe "Gemeinsam rollt es sich leichter" der Eurotour 2010.

Gestern stürzten wir uns noch in Logroños Nachtleben. Bei einem Bierchen hechelten wir alle möglichen Aspekte der für uns noch recht ominösen Aktion durch, zu der wir gestern eingeladen wurden sind und zu der wir gleich hingehen werden. Eine sportpolitische Veranstaltung soll es sein, das ist halbwegs klar und, zumindest glauben wir es soweit verstanden zu haben, dass es sich dabei um ein Event gegen die gesellschaftliche Diskriminierung oder Marginalisierung von Menschen mit Behinderungen drehen soll.

Wir kennen weder die inhaltliche Ausrichtung des Veranstalters/der Organisation, noch wissen wir etwas über die Aktion/Veranstaltung/Demonstration oder was auch immer geplant ist. Ebenso unklar ist unsere Rolle in diesem gleich stattfindenden “Spektakel“. Unsere Qualifikation reduziert sich auf das Fahren exotisch anmutender Räder, so unser Eindruck. Wenn dies ausreichend sein soll, um das Event inhaltlich aufzuwerten, dann lassen wir das mal an dieser Stelle unkommentiert. Außerdem, wer ein gesellschaftlich relevantes sensibles Thema via Aktion/Kampagne aufgreift, der sollte sich über die inhaltliche Position derer sicher sein, die er einlädt und gedenkt eventuell zu exponieren, wie schnell setzt man sich eine Laus in den Pelz. Anderseits, bei aller Kritik, mehr als drei bis vier Stunden würden wir auf unseren Zeitplan nicht verlieren und auf Distanz gehen könnten wir immer noch, da wir uns zu nichts verpflichtet haben. Daher also unser Entschluss: “Schauen wir mal!“ Nach einem etwas mager ausfallenden Frühstück schwingen wir uns auf die Räder, zum Glück brauchen wir nur ein paar hundert Meter in die Pedalen treten, dann erreichen wir bereits den verabredeten Platz an der Calle del Muro de Francisco de la Mata.

Eine Großveranstaltung haben wir nicht vor uns, das ist schnell klar, hatten wir auch nicht erwartet. Den Veranstalter machen wir auch schnell aus, es ist die Fundación Deporte Sin Barreras. Wie uns dann auf Englisch von mehreren Seiten mitgeteilt wurde, hat die Organisation sich zur Aufgabe gemacht, Sensibilisierung der Gesellschaft über die soziale Situation von Menschen mit Behinderungen zu erreichen und ein (sin Barreras) Barriere freies, bzw. integratives Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung über den Sport zu initiieren, zu organisieren und zu fördern. Sogleich werden wir von Francisco Javier Roca Rodríguez begrüßt, dem Präsidenten der Fundación Deporte Sin Barreras, der uns gestern zu der heutigen Veranstaltung eingeladen hatte. Danach werden wir mit einigen der Anwesenden bekannt gemacht. Es sind einige Rollstuhlsportler da, dann schwirrt eine Gruppe Inliner über den Platz und da wäre noch die Fraktion der “Ohne Rollen und Räder“, alle durch ein gemeinsames T-shirt erkennbar. Nicht zu vergessen, einige Pressevertreter sind auch noch da.
Zwei Tagesetappen von jeweils 25-30 km sollen auf dem Jacobsweg gemeinsam absolviert werden. Die Inliner fahren auf der ersten Etappe mit (heute), während wir gebeten werden den Zug innerhalb von Logroño zu begleiten, darüber würde man sich schon freuen. Das Event könnte heißen: “Gemeinsam rollt es sich leichter“ oder so ähnlich. Der Schwerpunkt würde dann auf `gemeinsam Rollen´ liegen, klar dass wir dem Rechnung tragen und wie die Inliner die volle erste Etappe mitrollen. Nach mehreren kleinen und einer größeren Pause in Navarrete, sind wir am Ende des Tages in der Kleinstadt Nájera, an der wir gestern schon vorbeigefahren waren.

Unser Fazit des heutigen Tages: “Ein toller Tag mit einer tollen Truppe“.

Bilder gibt es unter: http://www.bent-design.com/tour2010/#42
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Alt 27.11.2010, 20:30   Gemeinsam rollt es sich leichter Beitrag #2
imported_Elli
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Standard Re: Gemeinsam rollt es sich leichter

Auf der Iberischen Halbinsel angekommen

Da es in der Nacht geregnet hat, ist es heute merklich kühler geworden, was uns in puncto Berganstieg entgegenkommt. Da wir möglichst wenig Verkehr auf der Straße haben wollen, sitzen wir bereits kurz nach 7:30 Uhr auf unseren Rädern und verlassen das im Nationalpark Pyrenäen liegende Örtchen Fabian.
Was uns erwartet wissen wir noch von vor 17 Jahren, nur das wir damals in umgekehrter Richtung über diesen Pyrenäenpass gefahren sind. Von hier aus haben wir auf den letzten 10 km eine durchschnittliche Steigung von 7 %.

Während des Anstiegs machen wir einige Fotos und freuen uns, dass wir fast alleine auf der Straße sind. Am höchsten Punkt angekommen, kurz vor der Einfahrt in den Frankreich mit Spanien verbindenden Tunnel d´Aragnouet-Bielsa, genießen wir die Sicht auf das uns bietende imposante Bergpanorama. Wir registrieren, als wir in den 3 km langen Tunnel einfahren, dass er beleuchtet ist. Dies war 1993 noch nicht der Fall. Da wir auf den 3 km durchschnittlich 5% Gefälle haben, kommen wir rasend schnell durch den Tunnel, d.h. aber auch, dass die 14 Grad Lufttemperatur und die hohe Feuchtigkeit im Tunnel bei unserer Geschwindigkeit einer empfundenen Kälte von zirka 7-8 Grad entspricht. Nach etwa 6 bis 7 Minuten hat die Tunneldurchfahrt für uns ein Ende.
Aus dem Tunnel kommend prallen wir auf der Höhe von 1.664 m gegen eine heiße Wand von knapp 30 Grad. Es ist hier spürbar wärmer als auf der anderen Pyrenäenseite, „Viva España!“. Wir sind in Spanien angekommen und befinden uns in der Provinz Huesca in der Autonomen Region Aragonien, die ihren Namen dem Fluss Aragón verdankt. Rund 10 km weiter legen wir in dem Bergdorf Bielsa, mitten im Nationalpark Ordesa y Monte Perdido, dem ältesten Nationalpark der Pyrenäen, einen kurzen Stopp ein. Dann geht es weiter Richtung Barbastro, immer am Fluss Rio Cinca entlang. Knapp eineinhalb Fahrstunden weiter, halten wir in dem Städtchen Ainsa. um eine Essenspause einzulegen.

Danach geht es vorbei an den vom Rio Cinca gespeisten Stauseen Embalse de Mediano, der eine Länge von 10 km hat, und Embalse de El Grado, der zirka 15 km lang ist. In Barbastro angekommen, steuern wir auf der Suche nach einer netten Kneipe das Stadtzentrum an. Wir wollen das WM-Spiel Deutschland – Argentinien nicht verpassen. In dem 16.000 Einwohner zählenden Städtchen werden wir auch fündig und erleben das 4:0 in einer urigen Kneipe, in der eine tolle Stimmung herrscht. Nach dem Spiel verlassen wir das Zentrum des Weinbaugebietes Somontano und machen uns auf den Weg nach Huesca, unserem heutigen Etappenziel. Die Pyrenäen haben wir nun hinter uns gelassen, bleiben aber ständig in Sichtweite der Berge, da wir uns parallel zu ihnen bewegen. Mit Blick auf die Sierra de Guara, einem Vorgebirge der Pyrenäen, vorbei an kleineren Orten, nähern wir uns langsam Huesca. Als wir die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz erreichen, hat es schon angefangen zu dämmern. Auf der Suche nach einem „Hostal“ gewinnen wir einen kleinen Eindruck von der Stadt, Betonung liegt auf: „klein“. Neben unserer Unterkunft entern wir noch eine nette kleine Bar und lassen den heißen Tag (40-41 Grad im Schatten) gemütlich ausklingen.

Bilder u. Quelle unter:http://www.bent-design.com/tour2010/#21
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Alt 27.11.2010, 20:30   Gemeinsam rollt es sich leichter Beitrag #3
imported_Elli
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Standard Re: Gemeinsam rollt es sich leichter

Von Aragonien nach Kastilien und León

Gestern Abend verfolgten wir im spanischen Fernsehen die Sonderberichte über die Hitzewelle in Spanien, wobei vor allem der Süden unter der extremen Hitze stöhnt. Unsere Entscheidung, die Sierra Nevada aus unserem Programm zu nehmen, ist angesichts der dort vorherrschenden 44-45 Grad im Schatten das Beste was wir machen konnten, da der Weg nach Granada uns durch das am dünnsten besiedelte Gebiet Spaniens geführt hätte. So bleibt es dabei, dass wir ohne große Umwege Nordportugal ansteuern wollen.

Als wir uns in Huesca auf die Räder schwingen, fängt für uns die vierte Tourwoche an. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz verlassen wir auf einem Radweg, was für Radreisende im spanischen Inland noch eine Seltenheit ist. In Sichtweite der Pyrenäenausläufer bewegen wir uns erst einmal 30 km in Richtung Pamplona bis zu dem Ort Ayerbe, wo wir die Pyrenäen endgültig hinter uns lassen. Hinter der Gemeinde Biscarrués gelangen wir zu dem Örtchen Ardisa und damit in die Provinz Saragossa. Dann geht es entlang der Sierra Valdelosica und der Sierra de Luna bis zu der Kleinstadt Ejea de los Caballeros. Nach einer ausgiebigen Essenspause brauchen wir noch eine Fahrstunde, um in die Comunidad Foral de Navarra zu kommen, eine der kleinsten Autonomen Gemeinschaften Spaniens. Damit erreichen wir auch die Bardenas Reales de Navarra, ein kleines Wüstengebiet im spanischen Inland, das von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Eine halbe Stunde später haben wir das Randgebiet der Bardenas Reales durchquert und sind bald darauf nach der Überquerrung des Flusses Ebro in Tudela, die mit 35.000 Einwohnern hinter Pamplona die zweitgrößte Stadt Navarras ist. Da Tudela einen interessanten historischen Stadtkern haben soll, gönnen wir uns eine längere Atempause und schauen uns diese historische Altstadt etwas genauer an. Abschluss unseres kleinen kulturhistorischen Ausflugs bildet, wie kann es auch anders sein, ein „Café con leche“.

Kurz hinter Tudela fahren wir durch die Orte Murchante und Cascante und kommen eine Viertelstunde später noch einmal in die Autonome Region Aragonien. Als wir in die Kleinstadt Tarazona kommen, finden wir das Stadtbild so interessant, dass wir nach rund 20 km nochmals eine Kaffeepause einlegen. Kurz nach 21:00 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg. Eine Stunde wollen wir noch fahren und uns dann in Agreda eine Unterkunft suchen. Auf halbem Wege verlassen wir wieder Aragonien und kommen erstmalig in die Autonome Gemeinschaft Kastilien und León, die größte Region Spaniens, die wir bis Portugal nicht verlassen werden. Die erste Provinz von Kastilien und León ist für uns die Provinz Soria, zu der auch die Kleinstadt Agreda gehört. In Agreda endet für uns ein heißer fast wolkenloser Tag und…Schluss!

Bilder u. Quelle:http://www.bent-design.com/tour2010/#22
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