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11.07.2009, 18:49
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Eine typisch spanische Politikerkarriere Beitrag #1
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.08.2006
Ort: Benissa
Beiträge: 5.904
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Eine typisch spanische Politikerkarriere
Das Erwerbsleben von Maruja Sánchez als bezahlte Beraterin des Rathauses von Benidorm war sehr langlebig. Mit Sicherheit länger als es das Erwerbsleben der Tänzerin María Sánchez Trujillo gewesen wäre, der Tätigkeit der sich Maruja Sánchez widmete, bevor die PSOE von Benidorm sie für ihre Reihen und als Stadträtin gewann.
Bei der PSOE hielt es Maruja Sáncherz jedoch nicht lange.
Maruja Sánchez ist die bekannteste Überläuferin (tránsfuga) von Spanien. Vielleicht auch eine derjenigen, die sich ihren verräterischen Parteiwechsel am besten bezahlen liessen.
Dank Maruja Sánchez’ Parteiwechsel konnte Eduardo Zaplana (PP) per Misstrauensvotum 1991 Bürgermeister von Benidorm werden. Zaplana war kaum eine Woche im Amt, als Maruja Sánchez zur Beauftragten für Servicios Sociales y Cultura ernannt wurde. Ihr Gehalt stolze 250.000 Pesetas netto im Monat.
Zusätzlich spendierte das nun PP-geführte Rathaus von Benidorm der Grupo Mixto weitere 250.000 Pesetas im Monat in die Parteikasse. Einziges Mitglied der Grupo Mixto war Maruja Sánchez.
1995, als Zaplana schon Präsident der Comunidad Valenciana war, wurde Maruja Sánchez zur Kulturkoordinatorin von Benidorm ernannt, auch ihr Sohn und eine ihrer Schwiegertöchter wurden beim Fernsehsender Canal9 in Alicante und im Rathaus von Benidorm auf guten Posten untergebracht.
Zaplanas Nachfolger auf dem Bürgermeisterstuhl von Benidorm, Vicente Pérez Devesas (PP) sagte damals, solange er es in der Hand habe, werde es Maruja Sánchez nicht an Geld fehlen.
Ein besonderes Schnäppchen machte Marujas Ehemann. Er war von 1997 bis August 2007 Berater des Konsortiums der Feuerwehr der Diputation von Alicante. Für diesen "Klassejob" kassierte er 33.000 Euro netto im Jahr.
Jahrelang beklagten sowohl die Gewerkschaft als auch die Feuerwehrleute sich, dass Marujas Mann vor allem fürs „no hacer nada“ (Nichtstun) bezahlt werde.
Erst 2007 entschied der neue Präsident der Diputación Alicante, dass man auf die Dienste dieses Herrn verzichten könne.
Auf Marujas Sánchez Dienste und auf die ihrer restlichen Familie verzichtet nun auch nach 18 Jahren das Rathaus Benidorm.
Am 15. Juli 2009 wird Maruja Sánchez „Berufstätigkeit“ im Benidormer Rathaus endlich ein Ende haben. Interessanterweise trug José Bañuls (PP), ebenfalls ein Überläufer, allerdings in die andere Richtung, zu Marujas Entlassung entscheidend bei. Eine der Bedingungen die Bañuls der Benidomer PSOE für seine Stimme stellte, war die sofortige Entlassung von Maruja Sánchez....Das nenne ich ausgleichende Gerechtigkeit.
Maruja Sánchez liess sich ihren Verrat und die Unterstützung der Benidormer PP teuer bezahlen.
Sie und ihre Familie kassierten in den 18 Jahren mehr als zwei Millionen Euro von der öffentlichen Hand.
Un saludo
Morayma
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11.07.2009, 21:51
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Eine typisch spanische Politikerkarriere Beitrag #2
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.12.2007
Beiträge: 3.580
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Re: Eine typisch spanische Politikerkarriere
Ist heute der Tag der Greulnachrichten? [-o<
Oder soll ich auch mal schreiben: mach dich locker, Morayma.
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11.07.2009, 22:16
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Eine typisch spanische Politikerkarriere Beitrag #3
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 06.08.2006
Ort: Benissa
Beiträge: 5.904
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Re: Eine typisch spanische Politikerkarriere
Zitat:
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Zitat von Gata
Ist heute der Tag der Greuelnachrichten? [-o<
Oder soll ich auch mal schreiben: mach dich locker, Morayma. 
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Och Gata ich bin völlig entspannt und locker. Und wieso Greuelnachricht? Der Werdegang von Maruja Sánchez ist nichts anderes als der typische Werdegang vieler spanischer Politiker.
Da ich die Dame Maruja persönlich kenne und ihren lukrativen Glaubenswechsel seinerzeit hautnah verfolgte, rege ich mich ganz und gar nicht darüber auf. So viel Chuzpe hätte ich Marujita gar nicht zugetraut.
Marujita war nur die erste einer endlos langen Reihe von äusserst fragwürdigen Politikern: Eduardo Zaplana, Ximo Tur, Javier Morató, Francisco Camps, Rita Barberá, ....wenn ich jetzt alle zweifelhaften Politiker Spaniens und speziell der Comunidad Valenciana aufzähle, bin ich morgen noch am Schreiben.
Das einzige was mich aufregen könnte ist die unerklärliche Tatsache, dass die Bürger der Comunidades Madrid und Valencia ihre korrupten Politiker auch noch mit vielen Wahlstimmen belohnen, wie heute in El País ein spanischer Kommentator feststellte.
Un saludo
Morayma
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12.07.2009, 23:13
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Eine typisch spanische Politikerkarriere Beitrag #4
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 30.03.2008
Ort: andalusien
Beiträge: 1.271
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Re: Eine typisch spanische Politikerkarriere
na dann koennen wir uns ja alle auf die naechsten wahlen freuen, da die pp mit sicherheit wieder ans ruder kommt.die in meinem umfeld wohnenden spanier sind der festen ueberzeugung, das zapatero ganz allein fuer die krise verantwortlich ist und wenn pepe an der macht ist, wieder alles besser wird.das glauben die. ich befuerchte das gegenteil.was meint ihr dazu?
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