Das ließ mir jetzt doch keine Ruhe, so daß ich heute wieder bei dem spanischen Konsulat anrief, um in Ruhe auswandern zu können. Und zwar nicht gestern, nicht heute oder morgen, sondern dann, wenn ich es möchte, nämlich erst in ca. 4 Wochen. Hatte auch gleich wieder die Sachbearbeiterin vom Freitag an der Leitung. Sie wußte auch gleich wer ich bin und fing auch gleich damit an mir immer wieder zu wiederholen, daß es mein Problem sei, es sie nicht interessiere und sie nichts dafür könne, denn schließlich hätte ich ja wissen müssen, daß.... und deshalb könne sie nichts dafür und die Abmeldung sei nicht rückgängig zu machen.... Was mit meinem Fahrzeug sei, sei meine Privatangelegenheit usw. Ich hatte bei dem ganzen Gespräch den Kürzeren gezogen, weil diese Frau mich einfach nicht aussprechen ließ. Zum einen gebe ich zu, muß ich noch etwas um den Brei rumreden, weil ich das Amtsspanische nicht so richtig beherrsche, zum anderen, war mir aber auch die ganze Zeit bewußt, daß sie nun mal am längeren Hebel sitzt. Und genau dies wollte ich mir nicht gefallen lassen. Also verlangte ich nach dem Konsul. Erst hieß es, er sei nicht da, da verlangte ich nach ihrem direkten Vorgesetzten. Sie stelle mich dann durch, wobei ich etwa 3-4 Minuten warten mußte. Vermutlich informierte sie zu der Zeit ihren Vorgesetzten über das Geschehen. Dann hatte ich endlich eine mürrische Männerstimme an der Leitung (es stellte sich dann erst kurz vor Ende des Gesprächs raus, daß es der Konsul war), die mich ebenso wenig ausreden ließ und... siehe oben..., ich von ihm nur zu hören bekam, das sei nicht sein Problem, das sei meine Angelegenheit, das interessiere ihn nicht usw.

Ich sagte ihm, daß ich auch auf einem Amt arbeite, sogar auf dem Einwohnermeldeamt, und dort sei eine solche Eingabe im Computer auch wieder rückgängig zu machen. Daraufhin meinte er, ihn interessiere nicht, was auf deutschen Ämtern abginge und es zähle das spanische Gesetz, blablabla. Auch ihn bat ich mehrmals mich bitte aussprechen zu lassen, was aber nichts half. Als ich ihn fragte warum ich denn jetzt keine Hilfe in diesem Fall bekommen würde, meinte er wieder, weil es nicht sein Problem sei

. Darauf sagte ich ihm dann, daß es nun peinlich werden würde. Wisst Ihr was dieses "hohe Tier" dann gemacht hat? Es ist nicht zu fassen, aber er sagte zu mir: Gracias por el saludo, was soviel heißt wie Danke für das Gespräch und hat mir den Hörer auf die Gabel geknallt.

Noch nie in meinem Leben, bin ich so behandelt worden. Weder in Deutschland noch in Spanien. Ich war sowas von enttäuscht und ehrlich gesagt auch verletzt, denn warum muß mich jemand so behandeln??? Warum muß ich für einen eventuellen kleinen Fehler, den ich gemacht habe, bestraft werden? Ich kam mir kurz ziemlich klein und schäbig vor, als hätte ich was verbrochen.

Dabei habe ich mir nichts zu schulden kommen lassen. Ich glaube, das dieser Fall an die Öffentlichkeit gehört und ich werde schauen, wo ich diesen Fall bekannt machen kann.

Denn ich muß mir dies von niemanden, auch nicht von einem Konsul, gefallen lassen. Dieser Mann war unverschämt, respektlos und einfach nur hilflos in meinen Augen, denn sonst hätte er es wohl nicht nötig gehabt, das Gespräch derart zu beenden!
Ich finde es auch traurig, daß ich so über eine spanische Behörde berichten muß, aber diese Erfahrung durfte ich heute tatsächlich machen!
Ich bin dann, obwohl ich Urlaub hatte zu meinem Chef, dem Bürgermeister und habe ihm die Story erzählt. Er konnte nur den Kopf schütteln und meinte, er würde überlegen, was man da machen könne. Als ich dann wieder zu Hause ankam, blinkte mein Anrufbeantworter. Die Sachbearbeiterin vom Konsulat hatte mir auf Band gesprochen und gebeten, sie doch bitte zurückzurufen.
Vielleicht haben sie ja den Fehler eingesehen, dachte ich mir

. Dem war aber leider nicht so. Das Gespräch ging wieder los mit, sie hätten aber dies und jenes müssen und das nicht dürfen, und das interessiert uns ja nicht und und und, aber es würde schon nichts passieren. Wenn, dann solle ich mich nochmals bei ihnen melden. Denn auf der Abmeldebestätigung vom Konsulat würde zwar vermutlich (sie konnte es nicht sicher sagen)gemeldet seit 14.09.2007 darauf stehen.

Womit ich keine 6 notwendige Monate Aufenthalt in Deutschland nachweisen könne, um zollfrei mein Fahrzeug mit nach Spanien einzuführen.
Sie wolle das jetzt nicht testen, falls dann noch mal ein Eingriff in meinen Daten zu sehen wäre

. Also spätestens in Spanien, wenn ich von dort aus die Abmeldung beantrage und die Bestätigung davon erhielte, würde ich es ja sehen.
Und so werden sie auf einem spanischen Konsulat geholfen!!! Ich fasse es nicht! Wie traurig!
Aber das wird ein Nachspiel haben, sollte ich mein Auto mit 7% verzollen müssen, das kann ich Euch sagen.
Mein Chef hat noch gefragt, wo ich mich denn über diesen Konsul beschweren könnte. Ich wusste es nicht. Aber ich denke, dass ich mich dann an den Botschafter wenden müsste.
Da werde ich noch darüber nachdenken!
Jedenfalls werde ich den heutigen Tag abhaken und vergessen so gut es geht!
*kopfschüttel*