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Ein Frühstück mit
Churros und
Porras ist eine alte spanische Tradition. In Madrid, der spanischen Stadt in der am meisten
Churros verzehrt werden, gehören die
Churros in heisse, dicke
chocolate getaucht schon seit dem 19. Jahrhundert zum traditionellen Frühstück.
In Andalusien werden sie auch
tejeringos genannt oder man findet
ruedas, das sind Churros von 10 cm Durchmesser. In Sevilla nennt man sie
calentitos oder
masa frita, in Jaén
tallos. Der Laden, in dem
Churros verkauft werden, ist eine
Churrería und der Mann, der
Churros herstellt der
Churrero. Seine Frau heisst natürlich
churrera.
Noch vor wenigen Jahren gab es auch auf jedem ländlichen Wochenmarkt die ambulanten
Churrerías, in denen frisch zubereitete, duftende
Churros und
Porras angeboten wurden. Leider stirbt diese Tradition mehr und mehr aus.
Auf Fiestas findet man hingegen zum Glück noch Churros-Stände
Churros und
Porras sind ein typische spanische Leckerei und gehören zur Gruppe der "frutos de sartén", d.h. sie werden “in der Pfanne” gebraten/frittiert.
Der Teig (
masa) besteht zwar nur aus Mehl, Olivenöl, Zucker und Salz aber
el truco está en la masa (der Trick liegt im Teig), erklärte mir einmal ein
Churrero. Wichtig sei die Reihenfolge der Zutaten für den perfekten Teig. Erst Weizenmehl, dann Salz und Olivenöl und zum Schluss werde kochendes Wasser zugefügt. Der fertige Teig wird in eine Maschine gefüllt, die einem überdimensionalen Spritzbeutel ähnelt. Mit dieser Maschine werden zylindrische Stücke in eine tiefe Pfanne mit siedendem Olivenöl “gespritzt”. Nach wenigen Minuten holt der
Churrero die herrlich duftenden goldbraunen
Churros mit einem Schaumlöffel aus dem Öl, füllt
una docena(12) oder
media docena (6) in eine Papiertüte und zuckert sie.
Ein bisschen anders verfährt man bei den
Porras, den dickeren Schwestern der
Churros. Bikarbonat, das die Funktion von Hefe übernimmt, wird mit wenig Mehl vermischt. Dann kommen Salz, und kaltes Wasser und etwas Olivenöl hinzu.Zum Schluss fügt man das restliche Mehl bei. Auch der Teig für die
Porras kommt in eine ähnliche Maschine. Nur spuckt diese keine Stücke aus, sondern eine lange Schlange, die schneckenförmig zusammengerollt im siedenden Öl brät. Die Porrasschnecken werden aus dem Öl genommen und mit einer Schere in ca. 10 cm lange Stücke geschnitten.
Wieder einmal mehr sollen es die Mauren gewesen sein, denen die Spanier die Churros verdanken. Es gibt aber auch Theorien, dass man sie erstmals am Anfang des 19. Jahrhunderts in Katalonien gegessen habe.Wie dem auch sei, man kann den köstlich duftenden Leckerei kaum widerstehen.
http://www.cocinayhogar.com/parati/espe ... es_056_056
Auch einige
dichos (Sprichwörter) haben sich der Churros bemächtigt. Wenn jemand sagt “
Los haces como churros", meint er das liesse sich babyleicht machen. Heisst es hingegen “
Te ha salido un churro”, wird nur bestätigt, dass das mal wieder Sche….gelaufen ist oder schlecht ausging.
Un saludo
Morayma