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Zitat von Miguel26
Hola,
gibt es eigentlich hier im Forum auch Stierkampfbefürworter? Bisher hatte ich eher den Eindruck, dass die meisten gegen den Stierkampf sind.
Dennoch gehört für mich selbst der Stierkampf zu Spanien wie der Honig zu der Biene. Könnt ihr euch ein Spanien ohne diese Tradition noch vorstellen? Ich meine, man verbindet ja auch gewissen Dinge miteinander, jedes Land hat ja bestimmte Dinge, Traditionen oder Essen wofür es bekannt ist, wie Italien die Pasta zum Beispiel.
Aber noch eine ganz andere Frage: Kennt jemand den spanischen Stierkämpfer [b]"Jose Tomas"?
Was haltet ihr von seinem Kampfstil? Ich bewunderer diesen Stierkämpfer[/b], besonders seinen riskanten Stil.
Der Stierkampf generell interessiert mich sowohl als Mensch aber auch nicht zuletzt als Künstler.
Für mich bieten Stierkämpfe immer wieder unglaublich tolle Eindrücke.
Es ist und bleibt für mich eine Faszination.
Liebe Grüße an alle
Miguel
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Hallo Miguel
Zuerst zu den Traditionen. Tradition bezeichnet man einen Brauchtum oder Gebaren das irgendwann „geboren“ wurde und dann an die folgende Generation weitergegeben wird. So gibt es auch heute noch Länder in denen es „Tradition“ ist sämtliche gängigen Menschenrechtsverordnungen zu missachten, und dies auch seit Generationen. Wo es als Kavaliersdelikt gilt, jemanden „verschwinden“ zu lassen. Es gibt aber auch gottlob viele schöne Traditionen, wie etwa die vielen Volkstänze, so vielleicht Sardana, um einen zu nennen. So gibt es auch Familientraditionen. Zu deiner genannten Tradition, dem Stierkampf, möchte ich sagen, dass es äusserst bedauerlich ist, dass Tierquälereien und Tierabmurksereien aufs grässlichste als Tradition in der heutigen Zeit noch hochgehalten werden. Auch in meinem geliebten Spanien. Ich und viele, viele andere hier im Forum und weltweit können sich durchaus vorstellen, dass Spanien mit dieser Tradition nächstens brechen könnte.
Betreffend Jose Thomas, deinem bewunderten Stierabschlachter und seinem Kampfstiel möchte ich sagen, dass ich egal wie der Kampfstiel auch aussehen mag, ihn als lächerlich und eines Menschen unwürdig finde. Wer quält schon bewusst und scheinbar mit Lust Tiere nur zum Gaudi? Das Bewundern solcher Untaten ist auch mehr als fragwürdig.
Ich nehme mal an, dass du als absoluter Stierkampf-Fan und Spezialist in Sachen Stierkampf sehr viel versteht. Um beim Anfang eines Solche anzufangen, frage ich mich, ob du auch einer Jener bist, der zum Schutz des Stierkampfes behauptet, dass es der Stier wunderbar gehabt hätte, ausser den letzten 20 Minuten. Es hat welche die selbst noch diese Ekel erregende Zeit als die Krönung eines Stierlebens hinstellen. Ich nehme aber an, dass du als Liebhaber die wunderbaren Gemächer in denen sich die Stiere aufhalten vor dem Kampf, auch kennst. Räume in denen es nach Angst und Tod riecht. Muss ein erhabenes und aufbauendes Gefühl sein für die Stiere.
Kaum sind sie in der Arena, so lässt man die Stiere auch ein paar Mal mit den Hörner gegen die Bande knallen. Das schätzen sie besonders, denn die vielfach manipulierten Hörner jauchzen dabei vor Vergnügen. Ich nehme an, dass ich betreffend möglicher Manipulation einem Spezialist nicht sagen muss, was das ist.
Dann kommt dann der lächerliche Picador und sticht dem Stier mit der Lanze mehrmals in die Nackenmuskulatur. Bis diese kaputt ist und stark blutet. Soll dazu dienen, dass der Stier den Kopf tiefer hält. Echt eine Angelegenheit die bewundernswert ist. Klar der Stier geniesst die Schmerzen natürlich in Würde und Stolz.
Wenn dann die Bandallieros ihre mit Widerhaken bestückten „Schmuckstücke“ dann auch noch in die ohnehin schon schmerzende verwundete Nackenmuskulatur bohren, wird der Stier natürlich schon wieder einen Höhepunkt seines Lebens erreicht haben. Natürlich bewunderst du wahrscheinlich auch diese Kunst wieder und erlebst unglaublich tolle Eindrücke. Nimmst mal eine Miniausführung dieser Schmuckstücke und jagst sie dir in den Eigenen Hintern. Wenn es bei einem nicht reicht, kannst ja deren drei mit verschiedenen Farben nehmen.
Am Schluss kommt dann noch der Stierkämpfer als grosser Held zum Zuge. Er hat die Ehre, den stark geschwächten, manchmal schon Blut hustenden, pumpenden, hörbar röchelnden und manchmal auch schreienden Stier in kunstvoller Manier weiter zu quälen. Am Ende wird dann der Stier in „kunstvoller Art“ mit dem Degen abgemurkst. In den meisten Fällen, verkommt dies zu einem dilettantischen in mehreren Ansätzen versuchten Abmurksen mit dem Degen. Und du Miguel empfindest dabei Bewunderung, wirst fasziniert und erlebst wieder unglaublich tolle Eindrücke. Wärest du jemand anderer, würde ich da fragen, was dieser Andere für welche edle, der Menschheit dienende Gefühle hätte ?
Zu deinen Anfangs geschriebenen Worten, betreffend deinem Eindruck, dass hier die meisten gegen Stierkampf sind, frage ich dich, obwohl wir hier die Redefreiheit haben, sofern der Anstand gewahrt wird, allen Ernstes, wieso schreibst du denn überhaupt hier über Stierkampf. Würde dir dringend, schon deines Erfolgserlebnisses willen, empfehlen dies in den einschlägigen Medien oder Foren zu tun. Dort hättest du sicher mehr Erfolg, meine es ja im Grunde nur gut mit dir.
Dass du nun nicht wieder schreiben musst, dass ich dich an den Pranger stelle, folgendes. Erstens hat dies Mastino schon geschrieben, dass du dies selber tun würdest. Ich beschreibe nur einen Stierkampf und gehe dabei nicht mal genau auf Sachen von allfälliger Manipulation ein. Tatsachen die schon längstens bekannt, dokumentiert, gefilmt und ausgeplaudert wurden. Ich nehme mal an, dass du darüber auch im Bilde bist. Zweitens habe ich nur deine eigenen Worte zitiert.
Es grüsst, von deiner Warte aus natürlich nicht ganz lieb
Hampi,
der die Krone der Schöpfung doch ab und zu nicht verstehen kann.