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19.07.2009, 21:37
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #1
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2009
Ort: Aalen
Beiträge: 5
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Ahnensuche in Spanien...
Hallo,
erst heute habe ich mich in diesem Forum angemeldet.
Ich versuche mein Glück hier in dieser Sparte, da vielleicht in Spanien lebende Deutsche eine Antwort auf meine Frage wissen.
Dieses Jahr möchte ich zu Ersten Mal nach Spanien fliegen, genauer nach Andalusien. Mein leiblicher Vater kommt von dort, ich kannte ihn nur bis zu meinem zweiten Lebensjahr, habe keine Erinnerungen mehr an ihn und auch kein Foto von ihm. Er verstarb vor einigen Jahren und ich frage mich nun, ob es in Spanien, wie ich es auch aus Italien kenne, üblich ist, ein Bild des Verstorbenen auf die Grabstätte anzubringen. Ich hoffe nun, mir zumindest dort ein Bild meines Vaters machen zu können.
Falls es kein Foto gibt, kann ich mir zumindest ein "Bild" der Umgebung machen, in der er gelebt hat.
Recherchen über Google halfen mir leider nicht weiter. Ich Danke schon jetzt im Voraus, falls mir irgendjemand eine Antwort geben kann.
Liebe Grüße
Angelika
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20.07.2009, 15:54
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #2
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.01.2008
Ort: Deutschland, Schleswig-Holstein
Beiträge: 159
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Hallo Angelika,
dazu kann ich Dir nichts Konkretes sagen. In den Cementarios sind aber oft Fotos der Verstorbenen zu sehen.
Wenn Du den Namen Deines verstorbenen Vaters und die Gegend, wo er gelebt hat, weißt, dann versuche doch lieber, Verwandte ausfindig zu machen. Vielleicht gibt es Onkels, Tanten, Nichten und Neffen. Irgend jemand wird sicher auch Familienfotos haben, die er Dir zeigen kann, und kann Dir obendrein bestimmt einiges über Deinen Vater erzählen. Wäre es nicht toll, spanische Verwandte kennenzulernen? Vielleicht entwickelt sich daraus ein dauerhafter und herzlicher Kontakt.
Flamencomaus
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20.07.2009, 21:56
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #3
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2009
Ort: Aalen
Beiträge: 5
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Liebe Flamencomaus,
vielen Dank für die rasche Antwort.
Eine Kontaktaufnahme mit seiner Familie wäre im Normalfall kein Problem, allerdings kommt dies aus persönlichen Gründen für mich nicht in Frage. Und ich weiß nicht, ob ich so viel aus seinem Leben wissen möchte. Eigentlich möchte ich tatsächlich nur den Ort sehen, in den er aus Deutschland wieder zurück "geflüchtet" ist und wenn es eben möglich ist, ein Foto von ihm. Zudem wäre seine Familie bestimmt nicht erfreut, mich zu sehen.
Ein schwieriges Thema, aber nochmals herzlichen Dank für Deine Information.
Liebe Grüße
Angelika
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20.07.2009, 22:48
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #4
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.01.2008
Ort: Deutschland, Schleswig-Holstein
Beiträge: 159
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Hallo Angelika,
oh, das tut mir Leid für Dich, dass Deine spanischen Verwandten nicht scharf auf Kontakt zu Dir sind. Ich dachte, alle Spanier seien Familienmenschen und würden jeden an ihr Herz drücken, der dazu gehört. Da kann man wohl nichts machen.
Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg bei Deinen Bemühungen.
Flamencomaus
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14.09.2009, 15:01
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #5
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Gesperrt
Registriert seit: 27.02.2009
Beiträge: 5.436
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Zitat:
Zitat von Angelika
Hallo,
erst heute habe ich mich in diesem Forum angemeldet.
Ich versuche mein Glück hier in dieser Sparte, da vielleicht in Spanien lebende Deutsche eine Antwort auf meine Frage wissen.
Dieses Jahr möchte ich zu Ersten Mal nach Spanien fliegen, genauer nach Andalusien. Mein leiblicher Vater kommt von dort, ich kannte ihn nur bis zu meinem zweiten Lebensjahr, habe keine Erinnerungen mehr an ihn und auch kein Foto von ihm. Er verstarb vor einigen Jahren und ich frage mich nun, ob es in Spanien, wie ich es auch aus Italien kenne, üblich ist, ein Bild des Verstorbenen auf die Grabstätte anzubringen. Ich hoffe nun, mir zumindest dort ein Bild meines Vaters machen zu können.
Falls es kein Foto gibt, kann ich mir zumindest ein "Bild" der Umgebung machen, in der er gelebt hat.
Recherchen über Google halfen mir leider nicht weiter. Ich Danke schon jetzt im Voraus, falls mir irgendjemand eine Antwort geben kann.
Liebe Grüße
Angelika
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Ja, es ist in Spanien üblich, ein Bild des/der Verstorbenen an der Grabnische anzubringen. Ich hoffe, Du hast Erfolg.
Alles gute
Ingeborganna
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14.09.2009, 15:06
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #6
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Gesperrt
Registriert seit: 27.02.2009
Beiträge: 5.436
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Zitat:
Zitat von Angelika
Liebe Flamencomaus,
vielen Dank für die rasche Antwort.
Eine Kontaktaufnahme mit seiner Familie wäre im Normalfall kein Problem, allerdings kommt dies aus persönlichen Gründen für mich nicht in Frage. Und ich weiß nicht, ob ich so viel aus seinem Leben wissen möchte. Eigentlich möchte ich tatsächlich nur den Ort sehen, in den er aus Deutschland wieder zurück "geflüchtet" ist und wenn es eben möglich ist, ein Foto von ihm. Zudem wäre seine Familie bestimmt nicht erfreut, mich zu sehen.
Ein schwieriges Thema, aber nochmals herzlichen Dank für Deine Information.
Liebe Grüße
Angelika
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Da ich erst heute Deine gesamten Beiträge zum Thema las, möchte ich Dir nur schreiben, dass ich Dich sehr gut verstehen kann. Die Kontaktaufnahme gestaltet sich häufig äusserst schwierig. Ich lebe schon seit 20 Jahren in Spanien und habe so Einiges kennengelernt.
Solltest Du Hilfe brauchen, lass es mich bitte wissen. Vielleicht kann ich von hier aus etwas für Dich tun. Allerdings lebe ich an der Costa Blanca und nicht in Andalusien.
Liebe Grüsse
Ingeborganna
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15.09.2009, 10:53
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #7
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 19.07.2009
Ort: Aalen
Beiträge: 5
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Hallo Ingeborganna,
mittlerweile war ich am Friedhof in der kleinen Stadt, in der mein Vater lebte. Sein Grab habe ich leider nicht gefunden. Zumindest konnte ich mir ein Bild machen, wie er gelebt hat und habe sehr große Ähnlichkeiten mit der Gegend gefunden, in der ich 4 Jahre in Italien (Apulien) gelebt habe. Vielleicht liegt es mir im Blut, dass ich mich in dieser Zeit dort, trotz Schwierigkeiten mit der unterschiedlichen Mentalität, ziemlich bald sehr wohl fühlte  . Das Alles hat mich sehr verblüfft.
Ich bemerkte auch, dass nicht alle Verstorbenen ein Foto hatten, vielleicht nur etwa 20 %. Meine Chancen stehen also hier tatsächlich nicht gut, auch wenn ich über das auswärtige Amt oder das Rote Kreutz wirklich das Grab finden würde, auch ein Foto sehen könnte. Die Suche gebe ich aber nicht auf. Ich brauche nur Zeit.
Es wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein, dass ich Spanien besuche. Wenn es auch kein reiner Badeurlaub sein wird. Zum Glück konnte ich mich mit Italienisch, Händen und Füßen in den abgelegeneren Gegenden austauschen. Die Freundlichkeit und das Entgegenkommen der Spanier hat mich wirklich positiv überrascht. Aus Italien kenne ich eine gewisse "Überheblichkeit" (kommt schon manchmal vor) gegenüber ausländischen Besuchern des Landes. Und das sage ich jetzt, als jemand, der mit einem Italiener verheiratet war, einen italienischen Adoptivvater hat und eben auch dort einige Jahre lebte.
Ich danke Dir ganz herzlich für Dein Angebot, wirklich. Ich schätze das sehr und ich werde mich sicherlich daran erinnern, wenn ich es brauchen sollte.
Liebe Grüße,
Angelika
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16.09.2009, 15:23
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Ahnensuche in Spanien... Beitrag #8
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Gesperrt
Registriert seit: 27.02.2009
Beiträge: 5.436
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Hallo Angelika,
gern geschehen. Aber mach Dir bitte keine falschen Vorstellungen über das Auffinden von Verstorbenen. Was ich Dir jetzt erzähle hört sich an wie eine Gruselgeschichte, ist es aber leider nicht: Ich lebe seit fast 20 Jahren von meinem Ex getrennt und irgendwann haben wir uns dann auch scheiden lassen. Wir standen stehts in sehr engem Telefonkontakt. Gesehen haben wir uns selten, da 250 km zwischen uns lagen. Er lebte in unserem gemeinsamen Haus an der Costa de Azahar und ich eben an der Costa Blanca. Im vergangenen Jahr wurde (viel zu spät) Krebs bei ihm festgestellt. Im August 2008 ging er zur OP ins Krankenhaus, fiel danach in Koma und verstarb. Er hatte eine Bekannte, die immer für ihn übersetzte, da mein Ex es leider auch in 20 Jahren nicht schaffte, die Sprache dieses Landes zu erlernen. Sie hatte eine Patientenverfügung und einen Schlüssel für unser Haus.
Und jetzt kommt es: ich rief im Krankenhaus an, da ich ihn besuchen wollte. Man teilte mir mir, er sei verstorben. Ich fragte nach seiner Leiche - und erhielt keine Antwort. Die Bekannte meines Ex hatte sich als seine Frau ausgegeben, die Leiche einäschern lassen und die Urne mit nach Hause genommen, um die Beisetzungskosten zu sparen. Sie hatte plötzlich ein nagelneues handgeschriebenes Testament von ihm - jünger als meines - in dem sie dann natürlich die Alleinerbin war. Noch bevor mein Ex starb, war das Haus schon vermietet.
Ich will hier nicht die ganze Geschichte erzählen, aber es ist mir bis heute nicht gelungen, das Bestattungsinstitut herauszubekommen, welches die Einäscherung vornahm. Als Exfrau bin ich absolut rechtlos. Ich schätze mal, Dir wird es nicht anders ergehen. Dass Du von den Spaniern so positiv aufgenommen wurdest, freut mich für Dich. Es lässt auf zwei Dinge schliessen: Du befandest Dich irgendwo auf dem Dorf und Deine Versuche Dich in Spanisch auszudrücken wurden honoriert. Glück gehabt. Das ist hier wirklich nicht immer so. Der Ausländerhass wird stärker, je höher die Arbeitslosigkeit ist. Dürfen uns beschweren? - Wir Deutschen sind doch genauso! Ausnahmen bestätigen die Regel.
Mein Angebot steht aber: wenn ich von hier aus helfen kann, lass es mich bitte wissen.
Viele Grüsse
Ingeborganna
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